Komm in den Knast: Kreativworkshop für junge Ausstellungsmacher

Komm in den Knast: Kreativworkshop für junge AusstellungsmacherCottbus / Chóśebuz, 2. August 2018. Für den Kreativworkshop "Knastgeschichte(n)" im Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. sind noch Plätze frei. Der Workshop richtet sich an Jugendliche und findet vom 13. bis zum 17. August .2018 je von 10 bis 15 Uhr statt.
Abbildung: Eines der Hafthäuser im Zuchthaus Cottbus

Wer die Geschichte kennt, findet sich in der Gegenwart besser zurecht

Wer die Geschichte kennt, findet sich in der Gegenwart besser zurecht

Das Torhaus führt ins Zuchthaus Cottbus. Das Tor ist originalgetreu rekonstruiert

Thema: Menschenrechte

Menschenrechte

Menschenrechte sind weltweit Thema. Die Erinnerung an die "sozialistische Rechtsprechung" und das SED-Unrecht sowie die vorangegangene Nazi-Diktatur mahnen, auch in Deutschland Menschenrechte nicht als selbstverständlich hinzunehmen, sondern immer wieder dafür einzutreten.

Die Teilnehmer gehen im Zuchthaus Cottbus, dass ehemalige Insassen gekauft und zur Ausstellungs- und Gedenkstätte gemacht haben, auf die Suche nach Leuten und Schauplätzen vergangener Zeiten. Sie erkunden die alten Gemäuer, in denen im verlauf von fast 160 Jahren zehntausende Menschen eingesperrt waren, sehr viele davon zu Unrecht. Die Jugendlichen lernen Insassen aus der Zeit der "DDR" kennen, weshalb sie von der Diktatur der SED-Linken eingesperrt wurden, was das für sie und ihre Familien bedeutete. Die Zeitzeugen berichten, was sie als politische Gefangene in Cottbus erlebten.

Aus diesen Erfahrungen und eigenen Gedanken dazu entwickeln die Jugendlichen eigene Gedichte und Prosatexte, Bilder, Zeichnungen und Fotos, die ab Dezember als Teil einer neuen Dauerausstellung auf dem Gelände der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus zu sehen sein werden.

Der Workshop ist ein Projekt des Menschenrechtszentrums Cottbus und wird in Kooperation mit Franz Göbel von der Literaturwerkstatt Cottbus sowie von Gino Kuhn, einst Häftling und heute freischaffender Künstler, durchgeführt. Als Teil des Ausstellungsprojekts "Vergangen, nicht vergessen – Das Zuchthaus Cottbus im Wandel der Zeiten" wird er von der Stadt Cottbus und von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

Informieren und anmelden!
Bei Johannes Näder im Menschenrechtszentrum Cottbus,
E-Mail bildung@menschenrechtszentrum-cottbus.de,
Tel. 0355 - 29 01 33 15

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  • Quelle: red | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 02.08.2018 - 11:07 Uhr
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