Oberbürgermeisterkandidaten haben Litfaß-Säulen im Auge

Oberbürgermeisterkandidaten haben Litfaß-Säulen im AugeGörlitz, 19. März 2019. Zwei der insgesamt sechs Görlitzer Oberbürgermeisterkandidaten und -kandidatinnen sind gestern online auffällig geworden: Die AfD hat eine Pressemitteilung verschickt und die Partei, die Die PARTEI ist, hat eine Görlitzer Litfaß-Säule im Handstreich okkupiert, äh, adoptiert. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht beziehungsweise die Litfaß-Säulen vor lauter Türmen. Besonders der Frauenturm, anzüglich auch der Dicke Turm oder genderlich die Dicke Türmin genannt, ist jahrhundertelang nicht als prähistorische Litfaß-Säule geoutet worden. Aber es zeigt sich die Hoffnung in der Momo-Morgenröte im Aufgang: Der/die Momo wird's schon richten...

Obenrum und untenrum

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Thema: Oberbürgermeisterwahl Görlitz

Oberbürgermeisterwahl Görlitz

Am 26. Mai 2019 wird in Görlitz im ersten Wahlgang über einen neuen Oberbürgermeister resp. eine neue Oberbürgermeisterin abgestimmt. Amtsinhaber Siegfried Deinege tritt nicht noch einmal an.

Auch ein weiterer Oberbürgermeisterkandidat für Görlitz, der Sebastian Wippel, MdL, von der AfD, hat zum Thema Litfaß-Säulen den Finger gehoben. Er möchte Litfaßsäulen zur Werbung für Vereine nutzen und erklärt: "Es gibt sicherlich genug Vereine und Initiativen in unserer Stadt, die gern auf sich aufmerksam machen möchten und ein respektables, gemeinnütziges Anliegen haben. Diesen sollten wir die Litfaßsäulen zur Selbstdarstellung anbieten. Darüber hinaus sind sie bestens für die Bürgerräte geeignet. Insgesamt sind auch Kombinationen vorstellbar: Weil man ohne Leiter den oberen Teil einer Säule nicht bekleben kann, könnte dieser Bereich weiterhin kommerziellen Werbeunternehmen zur Verfügung gestellt werden. So könnte ein doppelter Nutzen entstehen: Werbung oben und Stadtteilinfo unten."

Mit den Vorstellungen ist das so eine Sache: Wer eifrig den Görlitzer Anzeiger studiert, der weiß, dass beim Litfaß-Säulen-Adoptions-Angebot der Stadt Görlitz kommerzielle Werbung – ob nun oben oder unten – ausgeschlossen ist. Damit kommt der Wippelsche Vorschlag erst für die Zeit nach dem Jahr 2021 infrage. Bis dahin jedoch dürfte noch viel Wasser die Neiße hinunterplätschern. Wer dann überhaupt noch auf der politischen Bühne ist, des ist net g'wiss.



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  • Quelle: TEB | Fotos (bearbeitet): https://www.facebook.com/DiePARTEI.GR
  • Zuletzt geändert am 18.03.2019 - 23:09 Uhr
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