Daniela Kolbe zur neuen Vorsitzenden des DGB Sachsen gewählt

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Görlitz, 25. Januar 2026. Rund 100 Delegierte der acht DGB-Gewerkschaften in Sachsen haben am gestrigen Samstag auf der 10. Ordentlichen Bezirkskonferenz in Dresden eine neue Landesspitze gewählt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Stärker mit uns. Gute Arbeit. Starke Wirtschaft. Für Sachsen.“.

Bildquelle: DGB Sachsen

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Wahlergebnisse und personelle Veränderungen

Die Delegierten wählten Daniela Kolbe mit 96,8 % der Stimmen zur neuen Vorsitzenden des DGB Sachsen. Kolbe, die zuvor als stellvertretende Vorsitzende fungierte, folgt auf Markus Schlimbach. Schlimbach trat nach acht Jahren im Amt nicht erneut zur Wahl an. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Konferenz Ralf Hron mit einem Ergebnis von 82,6 %. Die Bezirkskonferenzen des DGB finden turnusgemäß alle vier Jahre statt. Im Freistaat vertreten die acht Mitgliedsgewerkschaften insgesamt rund 250.000 Mitglieder.


Fokus auf Arbeitnehmerrechte und Tarifbindung


Daniela Kolbe betonte in ihrer Bewerbungsrede, dass die aktuellen Herausforderungen nur mit den Beschäftigten gelöst werden können. Sie forderte, die Arbeitnehmer konsequent einzubeziehen, und erteilte Forderungen nach Arbeitszeitverlängerungen oder Kürzungen der sozialen Sicherheit eine Absage. Solche Ansätze bezeichnete Kolbe als „Vorschläge aus der Mottenkiste“.


Die Gewerkschaften wollen den künftigen Fortschritt aktiv mitgestalten. Zentrale Themen sind dabei die Sicherung von Arbeitsplätzen durch Tarifverträge, der Ausbau der Mitbestimmung sowie die Einführung eines Rechts auf Bildungszeit. Kolbe appellierte an die Politik, die Beschäftigten stärker in den Fokus zu rücken. „Die Wirtschaft in Sachsen steht und fällt mit den Beschäftigten. Wer jetzt nicht alles dafür tut, Beschäftigten und jungen Menschen eine gute Perspektive in Sachsen zu bieten, verschenkt die Zukunft des Freistaates“, sagte Kolbe.


Stärkung der Demokratie und Mitbestimmung


Ralf Hron rückte die Sicherung demokratischer Werte in das Zentrum seiner Ausführungen. Er kritisierte populistische Tendenzen und betonte, dass es ohne Demokratie weder Arbeitnehmerrechte noch freie Gewerkschaften gebe. Die Mitbestimmung in Betrieben und Verwaltungen sei ein wesentlicher Teil gelebter Demokratie.


Mit Verweis auf die in diesem Jahr anstehenden Betriebs- und Personalratswahlen in Sachsen forderte Hron die Arbeitgeber auf, jegliche Behinderung der Wahlvorgänge zu unterlassen. Der DGB setzt sich für eine umfassende Kultur der Mitbestimmung ein, um die Selbstwirksamkeit der Menschen zu stärken. Weitere Details zur Konferenz sind unter https://sachsen.dgb.de/ueber-uns/bezirkskonferenz/ abrufbar.

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  • Quelle: red / PM DGB-Bezirk Sachsen
  • Erstellt am 25.01.2026 - 06:03Uhr | Zuletzt geändert am 25.01.2026 - 06:08Uhr
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