Neusiedlerstraße gesperrt

Neusiedlerstraße gesperrtGörlitz, 16. Januar 2023. Die Neusiedlerstraße, gelegen in Görlitz-Weinhübel, bleibt von heute an bis zum 27. Januar 2023 in Höhe de Nummer 11 voll gesperrt. Grund ist Baustelle, die für die Havariebeseitigung an einem Kanal nötig ist.

Abb.: Gedenktafel an Flucht und Vertreibung in Nieder Bielau (Bielawa Dolna) in der Nähe der Geheimen Welt von Turisede

Foto: © BeierMedia.de

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Die Neusiedlerstraße in Göritz-Weinhübel

Thema: Umleitung Görlitz

Umleitung Görlitz

Wer sich die aktuellen Sperrungen und Umleitungen anschaut, kann unnötigen Fahrzeugverkehr vermeiden.

Der Ortsteil Weinhübel ist zum Jahresbeginn 1949 nach Görlitz eingemeindet worden, wobei der 1936 von den Nazis arisierte Ortsname beibehalten wurde – bis 1936 hieß der Ort Posottendorf-Leschwitz, sorbisch Lešojcy. Das östlich der Neiße im heutigen Polen gelegene Posottendorf war 1928 mit Leschwitz vereinigt worden.

Wie die Neusiedlerstraße vor ihrer Umbenennung – offenbar ist sie älter als ihr Name – hieß, war auf die Schnelle nicht herauszufinden. Die Neusiedlerstraße gehört zu jenen, die besonders gern falsch geschrieben werden, nämlich als Neusiedler Straße – doch dann würde sie an einen Ort namens Neusiedel erinnern, was aber nicht das Anliegen der des Straßennamens ist. Offenbar gilt ihr Name jedoch nicht nur jenen, die vor der anrückenden Roten Armee gen Osten geflüchtet waren, sondern vor allem jenen, die aus den damals noch deutschen, aber unter polnische Verwaltung gestellten Gebieten östlich der Lausitzer Neiße vertrieben wurden. In Görlitz waren es meist Schlesier, die in der Stadt oder ihrer Umgebung, etwa in Markersdorf und seinen heutigen Ortschaften, blieben. Ihre Hoffnung, in die Heimat zurückkehren zu können, sollte sich nicht erfüllen.

Als "Neusiedler" wurden in der "DDR" die vor der Roten Armee und an ihrer Seite kämpfenden polnischen Verbänden Geflohenen und die vor allem vom polnischen und tschechoslowakischen Staat aus dem früheren Reichsgebiet und deutschen Siedlungsgebieten wie beispielsweise dem vielen unbekannten Österreichisch-Schlesien – siehe Gespräch mit Ingo Andratschke aus Jägerndorf (Krnov) in Österreichisch-Schlesien (Sudetenland) – vertrieben oder ausgesiedelt wurden.

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  • Quelle: red | Foto: © BeierMedia.de
  • Erstellt am 16.01.2023 - 08:54Uhr | Zuletzt geändert am 16.01.2023 - 10:05Uhr
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