Görlitzer Kantinenlesen eher und mit Vinylabend

Görlitzer Kantinenlesen eher und mit VinylabendGörlitz, 16. Januar 2019. Es geht weiter, das Görlitzer Kantinenlesen, mit Ausgabe Nr. 88, allerdings mit einigen Neuerungen. So ist jetzt neben den Berliner Autoren stets auch einer aus – na endlich! – Görlitz dabei. Einlass ist bereits 19.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr, also eine ganze Stunde eher. Das kommt der dritten Neuerung, dem Vinyl-DJ, der nach der Lesung in der oberen Etage des Basta! seine Platten auflegt, zugute.
Abbildung: Jacinta Nandi

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So beim Vinyl ist dann alles wieder gut, ja das ist niederschlesisch... *)

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Mary Morrow

Thema: Lesebühnen

Lesebühnen

Lesebühnen sind in Görlitz fester Kulturbestandteil - teils musikalisch unterlegt, teils mit Autoren von vor Ort, teils mit weitgereisten Schreib- und Lesenden.

Zum Ableger des Berliner Kantinenlesens kommen an den Neißestrand:

  • Jakob Hein, 1971 geborener Heldenstädter, ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker, Arzt und Sohn berühmter Eltern. Er lebt mit seiner Familie in Berlin und schloss sich 1998 der Lesebühne "Reformbühne Heim & Welt" im Kaffee Burger an. Seit 2011 arbeitet er als niedergelassener Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie. Die Geschichten von Jakob Hein sind oft kurz, voller Witz, und befassen sich auch mit ganz alltäglichen, oft geringschätzig als eigentlich unliterarisch angesehenen Themen.

  • Jacinta Nandi kam 1980 als Arbeiterkind im Londoner East End zur Welt. Mit 20 kam sie nach Berlin, wo sie seit 2010 Mitglied der Lesebühnen Rakete 2000 und der Surfpoeten ist. Sie schrieb bis 2014 Kolumnen für die Taz als die gute Ausländerin und für das englischsprachige Stadtmagazin "Exberliner" als die Amok-Mama. Sie schreibt sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache, wobei sie immer wieder Wörter oder Sätze der jeweils anderen Sprache einfließen lässt. In ihren Texten geht es oft um ihren Alltag als alleinerziehende Mutter eines Sohnes, das Leben als Single in Berlin und um die Unterschiede zwischen England und Deutschland.

  • Dan Richter ist ein Achtundsechziger, aber nur vom Geburtsjahr her. Außerdem ist er ein in Görlitz altbekannter Schriftsteller und Bühnenkünstler.

  • Jana vom Görlitzer Schreibkollektiv ReimFühlen (Google weiß von nichts) kommt als special guest.

  • Mary Morrow heißt eigentlich Lotte Gerlach und ist – 1996 in Berlin geboren – in ihren besten Jahren, aber das sind schlaue Leute ja lebenslänglich. Inspiriert zur Musik wurde sie von Bob Dylan, ohne dass der etwas davon wusste. Da verwundert ihr Faible für Folk, Country, Blues, Rock und – Igittigitt! – Pop nicht. Besonders die Sechzigerjahre haben es ihr angetan. So ganz eigen wie sie "As Tears Go By" von den Stones interpretiert, ist es tatsächlich mit der Traurigkeit schnell vorbei.

  • Holger Sturz, der die Breite Straße mit seinem Schallhaus aufwertet, legt nach dem Kantinenlesen auf – nein, nicht das Telefon, sondern diese angenehm analogen Scheiben!

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien und die Stadt Görlitz tragen zur Finanzierung des Görlitzer Kantinenlesens bei.

Hingehen!
Freitag, 25. Januar 2019, Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr,
Jugendkulturzentrum Basta!, Hotherstraße 25, 02826 Görlitz.

Der Eintritt erleichtert alle Veranstaltungsbesucher um fünf Euro, Pardon in Form von Ermäßigungen wird nicht gegeben.

*) Der Görlitzer Anzeiger erinnert an Caterina Valente, die am 14. Januar 2019 87 Jahre jung wurde. Die in Paris geborene Künstlerin lebt zurückgezogen in der Schweiz.

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  • Quelle: red | Bilderquelle: Basta!
  • Erstellt am 16.01.2019 - 07:05Uhr | Zuletzt geändert am 16.01.2019 - 08:07Uhr
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