Fünfkampf im Apollo Theater Görlitz

Fünfkampf im Apollo Theater GörlitzGörlitz, 1. Mai 2018. Was ist heut' schon noch sicher? Früher hieß es "Heraus zum 1. Mai!", heute, wo sich eh alles verzögert, erschallt der Ruf: "Heraus zum 22. Mai!" An diesem Tag der kleinen Schnapszahl steht fest, wohin es nach dem Verlassen der Wohnung geht: Hin zum Wordka, dem alleröstlichstem Poetry-Slam des wiedervereinigten Deutschlands. Fünf Bühnenautoren – daher der Fünfkampf – treten hier mit ihren Texten vehement an, um sich letztlich der Publikumsentscheidung, wer über den flüssigen Siegerpokal verfügen darf, zu beugen. Die körperliche Gewaltlosigkeit wird gesichert, indem zwei erfahrene, ob ihrer Schlagfertigkeit stadtbekannte Moderatoren zum Einsatz gelangen.
Abbildung oben: Der Schueft, Gerrard, ist auch so ein Bühnenlesemensch, obendrein tüchtig begabt und, wie leicht erkennbar, jedes Zahnarztes Darling

Inklusive Moderatoren sind's die wortreichen Sieben

Inklusive Moderatoren sind's die wortreichen Sieben

Der Eingang zum APOLLO Theater in der Hospitalstraße mit Gerrard-Schueft-Gedenkpapptafel erscheint wie ein letzter Gruß aus dem altmodernen Görlitz

Thema: Lesebühnen

Lesebühnen

Lesebühnen sind in Görlitz fester Kulturbestandteil - teils musikalisch unterlegt, teils mit Autoren von vor Ort, teils mit weitgereisten Schreib- und Lesenden.

Das fünfzüngige Teilnehmerfeld des Poetry Slams kommt aus vielen Teilen Deutschlands. Rechnet man es zusammen, legen die Künstler weit über 2.000 Kilometer zurück, um in Görlitz auf der Bühne zu stehen. Wer das nicht glaubt, kann selber nachrechnen: Eva Matz kommt aus Bremen, Conny Fauck aus dem niedersächsischen Rotenburg (Wümme), Jan Coenig aus Frankfurt am Main, Gerrard Schueft und Florian Schwenk reisen aus dem karlmarxstädtischen Chemnitz an. Bemerkenswert ist, dass sie die selbe Entfernung auf sich nehmen, um von Görlitz wieder weg zu kommen.

Nun denn, aus Görlitz nehmen die Moderatoren Axel Krüger und Mike Altmann den Weg ins Apollo auf sich und benutzen dafür Ihre Drahtesel, was so etwas wie eine duale Sternradfahrt mit Zielort Apollo ergibt.

Ticketangelegenheiten

Wer sich für diesen Wordka ein Ticket kauft, hat neun Euro gut angelegt; unter ermäßigten Konditionen kann man leider nur sechs unterbringen – aber macht ja nichts, auch die finanziell Ermäßigten bekommen das gleiche Programm geboten wie die Vollzahler.

Ein ganz in Sinne der christlich-jüdisch-abendländischen Heimatkultur gutes Werk ist es, die Karten im Vorverkauf zu erwerben und sich mit dieser sinnvoll verbrachten Freizeit zugleich höchstpersönliche Planungssicherheit für den Wordka-Abend zu verschaffen. Das klappt ganz gut an der Theaterkasse im Theater auf dem Demianiplatz , an den meist unbekannten Vorverkaufsstellen und – Ticketkauf 4.0 – online unter www.g-h-t.de. Restkarten werden an der Abendkasse verhökert, die am Veranstaltungstag eine halbe Stunde vor den Bühnenaktivitäten öffnet. Aber mal ehrlich: Wer kauft schon Reste? Wer etwas auf sich hält, bevorzugt taufrische, druckfarbenduftende Vorverkaufstickets.

Prädikat: Unbedingt hingehen!
Dienstag, 22. Mai 2018, 19.30 Uhr,
APOLLO Theater, Hospitalstraße 2, 02826 Görlitz.

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  • Quelle: red | Foto Portrait: Mike Altmann, Foto Straßenansicht: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 30.04.2018 - 17:46 Uhr
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