Staatsbesuch in Turisede

Staatsbesuch in TurisedeKulturinsel Einsiedel | Neißeaue. Großer Bahnhof auf der Kulturinsel Einsiedel. Seitdem man dort Baumhaus-Hotels errichtet hat und sich dem turisedischen Erbe widmet, strömen die Besucher noch stärker in den grüngeringelten Abenteuerfreizeitpark. Am 31. Juli 2009 war Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich darunter. Seine seit dem 28. Juli währende Sommerreise hatte das Thema „Tourismus“ im Mittelpunkt.

Von der großen Politik in den Abenteuerfreizeitpark

 Von der großen Politik in den Abenteuerfreizeitpark

Peter Schowtka, MdL, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Landrat Bernd Lange und Kulturinselchef Jürgen Bergmann machen sich für den Tourismus stark.
Foto: /BeierMedia.de

Boah! Das sieht man selten in der waldreichen Gegend um die Kulturinsel Einsiedel: Schwarze Limousinen kommen angeflitzt, stämmige BKA-Personenschützer sichern den Parkplatz und dann entwischt ein drahtiger Typ in Jeans und Sakko dem Gewusel: Der Ministerpräsident ist da!

Schon vorher hat sich das Empfangskommando, bestehend aus einer Kulturinsel-Abordnung um Oberinsulaner Jürgen Bergmann und CDU-Häuptlingen wie Landrat Bernd Lange und dem Landtagsabgeordneten Peter Schowtka, die Beine mit Geduld in den Bauch gestanden und die Gelegenheit zum Gespräch genutzt. Mit der Ankunft fällt die Anspannung ab, gleich zur Begrüßung erzählt Tillich, dass er mit seiner Familie schon mal auf der Kulturinsel war - damals, als alles noch kleiner und viel übersichtlicher war: „Das war 2002, es regnete in Strömen, auch auf der Rückfahrt nach Dresden.“ Es war der Tag vor der großen Flutkatastrophe in Sachsen.

Ein Volk, das uns noch was zu sagen hat

Nun wäre die Kulturinsel nicht die Kulturinsel geworden, würde Jürgen Bergmann die Politiker nicht dazu ausnutzen, wofür sie da sind: Sich für die Interessen vor Ort einzusetzen. Also ab mit dem Ministerpräsidenten und seinem etwas irritierten Tross über einen Hochsteg ins Turisede-Museum, ein altes Goralen-Haus, das heute auf einem Baum steht. „Auch Turisede ist sächsische Geschichte“, erklärt Bergmann und verdeutlicht anhand der Lebensweise und Sitten der einstmals auf dem Gebiet der Kulturinsel siedelnden Turiseder, was dieses Volk uns noch heute zu sagen hat.

Märchenschloss und Baumhaus-Hotel


Weiter geht’s, Tillich voran, doch plötzlich schallt Bergmanns Ruf: „Falsch! Links rum!“ Tillichs feinem Lächeln ist zu entnehmen, dass er die Doppeldeutigkeit verstanden hat, er scheint zu denken: „Na, hier können wir mal nach links gehen.“ Auf dem linken Weg gelangt der hohe Besuch zum Märchenschloss, wo sich gerade viele Familien tummeln. Da hält es Tillich bei seiner Begleitung, die ständig um ihn herumspringt, nicht mehr aus und setzt sich zwischens Volk auf einen Baumstamm: „Und wo kommen Sie her?“ Schnell ist geklärt, links sitzt Brandenburg, rechts Sachsen.

Aber da geht es schon weiter zum 1. Deutschen Baumhaus-Hotel. Zwischendurch immer wieder ein kurzer Schwatz mit Kulturinsel-Besuchern, die das schöne Wetter kurz vorm Ferienende für einen Ausflug nutzen. Und dann die Überraschung: Vor dem Baumhaus-Hotel trift Tillich auf eine Familie, der er auf einer seiner bisherigen Reisestationen den Besuch der Kulturinsel empfohlen hat. Wiedersehen macht Freude!

Hotellerie á la Kulturinsel

Oben in den Bäumen, auf der zentralen Hotel-Plattform, stellt Jürgen Bergmann das Konzept und die Entwicklung der Kulturinsel und des Baumhaus-Hotels vor. Und dann wird besichtigt. Zu gucken gibt es tatsächlich viel in der wundersamen Welt der Baumhäuser. Für Bauchkribbeln sorgt die Baumwipfeldusche mit ihrem Duschrost in geschätzten zwölf Metern Höhe. Dann tauchen die Hauptakteure in „Thor Alfsons Astpalast“ - oder war es „Fionas Luftschloss“? - ab. Das hat Jürgen Bergmann schlau eingefädelt, durch das verwinkelte Baumhaushotelhaus - es gibt acht davon - lotst er den Ministerprädidenten auf die vom Baumgeäst abgeschirmte Terasse. Ein paar Minuten unter vier Augen, worüber gesprochen wurde, weiß ganz allein der Wind . . .

Gesprochen wird noch viel mehr, als die Inselgeister zu einem Imbiss auf der Hotelplattform einladen. Polnische Wurst und Brot vom einheimischen Bäckermeister, so funktioniert das Zusammenleben an der Neiße.

Noch ein Gang durch die Inselattraktionen, den Werkstattbereich und das Modellbauarchiv, dann entfleucht der Staatsbesuch zur letzen Station der Sommerreise nach Waltersdorf.

Mehr:
http://www.kulturinsel.com
http:/www.sachsen.de

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Tillich zu Gast auf der Kulturinsel Tillich zu Gast auf der Kulturinsel Tillich zu Gast auf der Kulturinsel Tillich zu Gast auf der Kulturinsel Tillich zu Gast auf der Kulturinsel Tillich zu Gast auf der Kulturinsel Tillich zu Gast auf der Kulturinsel Tillich zu Gast auf der Kulturinsel Tillich zu Gast auf der Kulturinsel
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  • Zuletzt geändert am 01.08.2009 - 13:13 Uhr
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