Belastung mittlerer Einkommen ist Wachstumsbremse

Berlin. Am 12. Mai 2009 wurde von der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) eine neue Studie mit dem Titel "Taxing Wages" vorgestellt. Die Studie untersucht die Steuer- und Abgabenbelastung in den 30 Industrienationen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass der durchschnittlich verdienende deutsche Arbeitnehmer OECD-weit die höchste Belastung aus Steuern und dem Arbeitnehmeranteil der Sozialabgaben schultert. Nimmt man den Arbeitgeberanteil hinzu, so belegt Deutschland nach wie vor Platz drei hinter Belgien und Ungarn. Während die Sozialabgaben im Jahr 2008 gegenüber 2007 gesunken sind, hat sich die Steuerbelastung erhöht. Ein Single mit einem Jahresgehalt von rund 63.000 Euro zahlt mit fast 54 Prozent den höchsten Anteil an Steuern und Sozialabgaben, gemessen an seinem Arbeitseinkommen.

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Belastung der Leistungsträger ist Wachstumshemmend

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, sagte dazu: "Die Belastung mittlerer Einkommen ist in Deutschland besonders hoch. Wir müssen sie so bald wie möglich deutlich senken. Darin bestärkt mich die neue Studie der OECD. Die Ergebnisse bestätigen, dass wir gerade bei der Einkommensteuer etwas tun müssen. Die Entlastungen durch das zweite Konjunkturpaket sind ein guter Anfang, aber bei Weitem nicht ausreichend. Die hohe Belastung unserer Leistungsträger wirkt sich gerade in diesen schwierigen Zeiten wachstumshemmend aus. Ich halte es für unabdingbar, dass wir Steuerentlastungen - etwa im Rahmen der Bekämpfung der Kalten Progression - zu Beginn der nächsten Legislaturperiode in Angriff nehmen."

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  • Quelle: /red
  • Erstellt am 13.05.2009 - 16:01Uhr | Zuletzt geändert am 13.05.2009 - 16:01Uhr
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