Kohle als klimaschädlichster Brennstoff

Kohle als klimaschädlichster BrennstoffGörlitz, 3. August 2015. "Kohleatlas - Daten und Fakten über einen globalen Brennstoff" titelt ein Vortrag in der Stadtbibliothek Görlitz, zu dem sich die Heinrich-Böll-Stiftung den BUND Sachsen ins Bootgeholt hat. Vortragende ist Jutta Wieding, Vorsitzende des BUND Dresden und Vorstandsmitglied des BUND Sachsen e.V., sie promoviert aktuell an der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik.

Kohleverstromung als Auslaufmodell

Kohleverstromung  als Auslaufmodell

Rauchende Schlote waren ein Sinnbild des Industriezeitalters und der Prosperität.

Wird im ostsächsischen Landkreis Görlitz über den Braunkohleabbau diskutiert, dann stehen sich schnell zwei Lager gegenüber: Die einen sehen Stromversorgung und Arbeitsplätze in Gefahr, sollte der Braunkohleabau drastisch reduziert werden, die Anderen führen den Umwelt- und Gesundheitsschutz an und verweisen darauf, dass auf die Kohleverstromung bereits heute mit vergleichsweise wenig Aufwand verzichtet werden könne.

Immerhin: Ein Viertel der deutschen Treibhausgase stoßen die 30 größten Kohlekraftwerke aus. Und Tatsache ist, dass das Geschäft mit dem "schwarzen Gold", seit 1950 mit mehr als 350 Milliarden Euro staatlich subventioniert wurde (Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung).

Doch mit seinem Kohlehunger steht Deutschland weder in Europa noch in der Welt alleine da. Kohle ist als klimaschädlichster Brennstoff für mehr als 40 Prozent der globalen Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich, bei ihrer Verbrennung werden außerdem zusätzlich giftige Schadstoffe wie beispielsweise Quecksilber in enormen Mengen frei.

Der Kohleatlas - ein Kooperationsprojekt der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) - fasst derartige Aspekte zusammen. Er ist ein Dokument zur rechten Zeit, ist doch aktuell die Diskussion um die Zukunft des deutschen Energiesektors aufgeflammt: Es geht um den schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung.

Der Kohleatlas zeigt in verständlichen Texten mit anschaulichen Grafiken, dass das technisch möglich und nötig ist.

Hingehen!
Freitag, 14. August 2015, 18 Uhr,
Stadtbibiliothek Görlitz, Jochmannstraße 2-3, 02826 Görlitz.
Eintritt frei!

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  • Zuletzt geändert am 03.08.2015 - 19:38 Uhr
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