Danke Deutsche Stiftung Denkmalschutz!

Görlitz-Zgorzelec. Seit vielen Jahren ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz e. V. in Görlitz aktiv und unterstützt die Sanierung von Denkmalen. Am 9. Juli 2008 übergaben der neue Vorsitzende des Ortskuratoriums der Deutschen Stiftung Denkmalschutz e. V., Jörg-Peter Thoms, und der Geschäftsstellenleiter der Berliner Repräsentanz der Stiftung, Dr. Peter Schabe, zwei Förderverträge zur Unterzeichnung an die Stadt Görlitz. „Um Städtebaufördermittel zu bekommen, müssen die Städte einen kommunalen Mitanteil leisten. Das wird immer schwieriger, deshalb ergänzen wir mit Stiftungsmitteln“, erklärte Dr. Peter Schabe, der die drei sächsischen Städte Zwickau, Zittau und Görlitz betreut. Der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick freute sich über das Engagement der Stiftung: „Ich bin sehr dankbar, dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz uns bei zwei so wichtigen Vorhaben unterstützt. Endlich steht damit die Finanzierung der Baumaßnahme ehemalige Synagoge. Und auch bei der Frauenkirche geht es weiter.“

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Frauenkirche und ehemalige Synagoge in Görlitz werden gefördert

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert mit 40.000 Euro die weitere Sanierung der Evangelischen Frauenkirche. Das Geld soll für die Instandsetzung des Langhausdaches eingesetzt werden. Darin enthalten ist eine zweckgebundene Spende des Kirchbauvereins der Evangelischen Frauenkirche e. V. in Höhe von 20.000 Euro. „Vielen Dank für die erneute Unterstützung. Die Innenstadtgemeinde, der Kirchbauverein und die Stadt bemühen sich gemeinsam um die Erhaltung dieses wertvollen Gebäudes. Im nächsten Jahr steht der Rückblick auf zwanzig Jahre Wende an, dann soll die Kirche ein offenes Gebäude im Interesse der ganzen Stadt sein“, zog Pfarrer Albrecht Naumann vom Kirchbauverein einen großen Bogen.

Der zweite Scheck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt der ehemaligen Synagoge zu Gute, welche sich im Eigentum der Stadt Görlitz befindet. Bereits in Kürze sollen hier die Baumaßnahmen beginnen, um in einem ersten Bauabschnitt die Kuppelhalle sowie zwei angrenzende Räume für Veranstaltungen mit bis zu 230 Personen nutzbar zu machen.

Insgesamt werden mehr als 305.000 Euro in die ehemalige Synagoge investiert. Darin enthalten sind 25.000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, 20.000 Euro von der Altstadtstiftung, rund 29.000 Euro Eigenmittel der Stadt sowie Städtebaufördermittel. Vorbehaltlich unvorhersehbarer Verzögerungen sollen die Bauarbeiten bereits im November dieses Jahres abgeschlossen werden.

Die ehemalige Synagoge steht nicht erst jetzt im Interesse des Denkmalschutzes: Seit 1993 sind insgesamt rund 465.000 Euro Denkmalschutz-Stiftungsmittel in das ehemals jüdische Gotteshaus geflossen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz e. V. „lebt“ von Spenden und Spendern, von denen es bundesweit mehr als 170.000 gibt. Neben Spenden erhält die Stiftung Gelder aus der „Glücksspirale“.

Ehrenamtliche Ortskuratoren unterstützen die Arbeit der Stiftung. So auch seit kurzem der Görlitzer Ortskurator Jörg-Peter Thoms. Er will das Engagement der Stiftung künftig stärker sichtbar machen. „Sicher ist die Stiftung in Görlitz durch Prof. Gottfried Kiesow bekannt. Doch was sie leistet, ist weit mehr als eine Selbstverständlichkeit“, weiß Thoms. Voraussichtlich im September wird er den Arbeitsplan öffentlich vorstellen.

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Kommentare Lesermeinungen (2)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Ehemalige Synagoge

Von Ernst am 07.11.2008 - 08:51Uhr
Das Gebäude der ehemaligen Görlitzer Synagoge ist nach dem Krieg völlig legal von der Stadt gekauft worden, es ist längst kein Gotteshaus mehr.
Der eingetragene Verein, der sich Jüdische Gemeinde nennt, ist keine Jüdische Gemeinde im eigentlichen Sinn, sowohl der Landesrabbiner als auch der Landesverband jüdischer Gemeinden in Sachsen hatten sich gegen die Gründung ausgesprochen.
Es ist gut zu verstehen, wenn sich die Stadt Görlitz gegen jeden Ansatz wehrt, das Gebäude schleichend für religiöse Zwecke zu vereinnehmen.
Wer hier welches Süppchen kocht und wer welche Ziele verfolgt, darüber kann jeder selbst nachdenken.

Synagoge in Görlitz

Von Euladia am 05.11.2008 - 07:32Uhr
Sicherlich ist es gut, wenn Fördermittel in die Synagoge fließen, aber dass es der Jüdischen Gemeinde nicht gestattet wird einen Gottesdienst zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus dort nach ihren Bräuchen zu gestalten, ist ein Skandal.
(von der Redaktion gekürzt)

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  • Quelle: /red
  • Erstellt am 09.07.2008 - 22:03Uhr | Zuletzt geändert am 09.07.2008 - 22:15Uhr
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