Leidenschaft - Landschaft: Neue Sonderausstellung im Görlitzer Barockhaus
Görlitz, 29. September 2023. Ab heute wird im Graphischen Kabinett des Barockhauses eine Sonderausstellung die Werke des verstorbenen Künstlers Manfred Pietsch (1936–2015) präsentieren. Die Schau trägt den Titel »Leidenschaft – Landschaft« und stellt sowohl dem Görlitzer Publikum als auch den Gästen der Stadt eine Auswahl seiner Aquarelle und Zeichnungen vor, die zum ersten Mal in den Görlitzer Sammlungen zu sehen sein werden.
Das Aquarell 'Flora' von Manfred Pietsch: Ein Spiel von Farbe und Form.
Foto: Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur
Von Bleistiftskizzen zu Aquarellmeisterwerken: Pietschs kreative Prozesse
Manfred Pietsch: Der Künstler hinter den meisterhaften Aquarellen.
Foto: Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur
Kurator Kai Wenzel beschreibt Pietschs Aquarelle als „geordnete Raumkonstruktionen“, deren besondere Wirkung „aus der Verbindung von zeichnerischer Sicherheit mit einem sensiblen Sinn für Farbigkeit“ entsteht. Die Landschaften der Niederlausitz, des Elbtals bei Dresden und des brandenburgischen Flämings inspirierten Pietsch zu seinen poetischen Werken. Dabei verwendete der Künstler häufig Bleistiftskizzen als Grundlage für seine großformatigen Aquarelle, die er später im Atelier fertigstellte.
Ein Künstlerleben zwischen Bauingenieurwesen und Aquarellen
Manfred Pietsch wurde 1936 im niederschlesischen Bernstadt/Bierutów geboren und verbrachte dort seine Kindheit, bevor er infolge des Zweiten Weltkriegs nach Annahütte in der Niederlausitz umsiedelte. Er studierte von 1956 bis 1960 Bauwesen an der Technischen Universität Dresden, wo er Ernst Hassebrauk (1905–1974) als Mentor und Lehrer fand. Nach einer Tätigkeit als Bauingenieur absolvierte Pietsch ein Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Hierbei standen ihm die Maler Harald Metzkes (*1929) und Dieter Goltzsche (*1934) zur Seite. Seit 1977 war Pietsch als freischaffender Künstler in Berlin tätig.
Details und Besuchsinformationen
Die Ausstellung wird im Kulturhistorischen Museum der Görlitzer Sammlungen im Graphischen Kabinett des Barockhauses, Neißstraße 30, stattfinden. Die Laufzeit der Schau ist vom 29. September 2023 bis zum 17. März 2024 anberaumt. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro; Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Die Öffnungszeiten variieren je nach Saison: November bis März ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet, während im Zeitraum von April bis Oktober von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr Besucher empfangen werden.
Für weitere Informationen zur Sonderausstellung können Interessierte die Görlitzer Sammlungen online besuchen. Ein Begleitheft zur Ausstellung ist ebenfalls online erhältlich.
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- Quelle: red / Görlitzer Sammlungen
- Erstellt am 27.09.2023 - 07:49Uhr | Zuletzt geändert am 29.09.2023 - 19:36Uhr
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