Stiftung nach Görlitz umgezogen
Görlitz, 4. März 2020. Die bisher in Schwäbisch Gmünd ansässige Johann-Heermann-Stiftung für das evangelische Schlesien ist bereits zum 1. Januar 2020 auf Beschluss ihrer Gremien nach Görlitz in die Schlesische Oberlausitz umgezogen.
Görlitz ist Zentrum für das evangelische Schlesien
Am 28. Februar 2020 traf sich nun das Kuratorium mit dem neugebildeten Vorstand zu einer ersten Sitzung in Stuttgart. Bernd-Uwe Grand begrüßte dabei als Kuratoriumsvorsitzender besonders herzlich den Stiftungsgründer Pfarrer i.R. Paul-Gerhard Eberlein (91) aus Schwäbisch Gmünd. Das Kuratorium hatte ihn in seiner letzten Sitzung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. "Auch wenn unser Sitz jetzt Görlitz heißt – unser Anliegen bleibt und unsere Arbeit geht auch in Baden-Württemberg weiter. Wir werden den Gründungsimpuls für diese Stiftung auch zukünftig in Ehren halten", betonte Grand, der sich darin mit allen Gremienvertretern der Stiftung einig sieht. Mit der Verlegung des Sitzes der Johann-Heermann-Stiftung nach Görlitz sind nun alle vier evangelisch-schlesischen Institutionen in Deutschland in der Neißestadt ansässig. Die Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee) e.V. und der Verein für schlesische Kirchengeschichte e.V. hatten ihre Geschäftsstellen bereits im Vorjahr nach Görlitz verlegt. Die hier bereits ansässige Kirchliche Stiftung für das evangelische Schlesien hat für alle Institutionen die Geschäftsführung übernommen. "Damit ist die Idee eines Zentrums für das evangelische Schlesien in Deutschland, zu dem auch Archiv und Bibliothek gehören, Realität geworden", freute sich Generalsuperintendent i.R. Martin Herche als Vorstandsvorsitzender. 1997 initiierte der aus Kupferberg (Schlesien) gebürtige Pfarrer Dr. Paul Gerhard Eberlein (der Schlesische Gottesfreund gratulierte in seiner Januarausgabe 2009 zum 80. Geburtstag) die Johann Heermann Stiftung – Stiftung für das evangelische Schlesien. Zweck der Stiftung ist es, das geistliche, geschichtliche und kulturelle Erbe der evangelischen Kirche Schlesiens als Erbe der gesamten evangelischen Kirche Deutschlands sowie des gesamten deutschen Volkes und Europas ins allgemeine Bewusstsein zu heben und dazu beizutragen, dass dieses Erbe bewahrt, und für die Zukunft – über die Grenzen von Nation und Konfession hinaus – fruchtbar gemacht wird. Der Gründungsvorstand bestand aus Pfarrer i.R. Dr. Paul Gerhard Eberlein, Schwäbisch Gmünd, als Vorsitzendem , Günther Krusch, Plochingen, als Schatzmeister und der Stuttgarter Postamtsrätin i.R. Ingeborg Gergs. Das Gründungskuratorium bildeten der ehemalige Württemberger Bischof Hans von Keler, Gudrun Gräfin Vitzthum von Eckstädt aus Schwenningen und der Ulmer Pfarrer i.R. Ernst Gelke. Seit vielen Jahren wurde die Arbeit der Stiftung in Vorstand und Kuratorium mitgetragen von Heinz Fuchs (*in Ratibor, jetzt Aalen), Bernd-Uwe Grand (*in Görlitz, jetzt: Stuttgart), Dr. Wolfram Hamann (*in Ponischowitz / Kreis Tost-Gleiwitz, jetzt Backnang), Karl Philipp (*in Halbstadt, CSR, jetzt: Stuttgart), Wolfgang Prahl (*in Schönheide / Kreis Frankenstein, jetzt: Ludwigsburg), Helga Wüst (*in Breslau, jetzt: Weinstadt). Zum neugewählten Vorstand gehören der Vorsitzende der Gemeinschaft evangelischer Schlesier in Deutschland (Hilfskomitee) e.V., der Görlitzer Generalsuperintendent i.R. Martin Herche, sowie der Historiker Dr. Ulrich Schmilewski (Karlstadt) und als Juristin Oberkonsistorialrätin i.R. Margrit Kempgen. Sie ist zugleich Leiterin der Görlitzer Geschäftsstelle. Das Kuratorium wird von Bernd-Uwe Grand (Stuttgart) geleitet. Stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Wolfram Hamann (Backnang). Weitere Mitglieder sind Beate Eberlein (Schwäbisch Gmünd), Heinz Fuchs (Aalen), Karl Philipp (Stuttgart), Wolfgang Prahl (Ludwigsburg). Ehrenvorsitzender ist Pfarrer i.R. Dr. Paul Gerhard Eberlein (Schwäbisch Gmünd). Mehr: Eine Theologenfamilie aus Schlesien
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- Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
- Erstellt am 04.03.2020 - 09:58Uhr | Zuletzt geändert am 04.03.2020 - 10:25Uhr
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