Der neue Mann bei den Jazzhappen heißt Altmann

Der neue Mann bei den Jazzhappen heißt AltmannGörlitz. Nun ist die Führungsstruktur der Jazzhappen-Macher vollständig: Neben Happen-Chef Axel Krüger und dem musikalischen Direktor Michael Mönnig gehört mit Mike Altmann endlich auch ein Mitarbeiter (oder Wortdirektor?) zum festen Ensemble - so richtig mit eigenem Spind und - so wird gemunkelt - Betriebsausweis. Es wäre ja auch lästig, immer Eintrittskarten kaufen zu müssen, um auf die Bühne zu gelangen. Den Karrieresprung hat Altmann einer Publikums-Abstimmung Ende Dezember 2011 zu verdanken, mit der seine Dauer-Gastrolle bei den Görlitzer Jazzhappen beendet wurde. Krüger sieht Altmanns Einzug ins Team pragmatisch: "Nach seinem Sieg beim Poetry-Slam in Berlin-Kreuzberg mussten wir reagieren. Bald ist er unbezahlbar."

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Fritz R. Stänker hofft auf Mike Altmann

Fritz R. Stänker hofft auf Mike Altmann

Daniel Hoth und Sarah Bosetti (kleines Bild) sind "Mikrokosmos" - passender Weise im Apollo zu den Jazzhappen.

Der Jazzhappen-Auftakt 2012 im Januar geht mit Verstärkung aus Berlin, Hauptstadt der Republik, über die Bühne: Mit Sarah Bosetti und Daniel Hoth hat sich des Jazzhappen-Trio Stars der Poetry-Slam-Szene geangelt. Bosetti und Hoth bilden das Slam-Team Mikrokosmos, gehören zur Lesebühne Couchpoetos und sind aus dem Fernsehen bekannt.

Aber auch die Görlitzer Stars - die Autoren Krüger und Altmann - wollen neue Texte auf die Stimmbänder legen. Und Musician Michael Mönnig holt sich zudem erneut einen musikalischen Gast an die Seite.

Die Berliner Stars

Sarah Bosetti ist Jahrgang 1984 und stammt aus Aachen. Sie lebt - ja, sie lebt! - als Regisseurin, Autorin und Slampoetin in Berlin. In Bruxelles (Brüssel) hat sie Filmregie studiert. Ihr anschließender Weg über Sardinien, Venezia (Venedig), Lisboa (Lissabon) und Edinburgh (Edinburg) endete in der deutschen Hauptstadt. Dort tritt sie seit 2009 bei Poetry Slams und Lesebühnen auf, sie organisiert und moderiert eigene Veranstaltungen und dreht einen Dokumentarfilm.

Daniel Hoth wurde ebenfalls 1984 ohne solche Umwege gleich in Berlin geboren. Dort lebt er - auch er lebt! - als "freischaffender Bühnenliterat". Im Oktober 2008 umfasste seine Bühnenerfahrung bereits mehr als zweihundert Auftritte - unter anderem in der Berliner Volksbühne, im Admiralspalast und auf bundesweiten Lese- und Theaterbühnen. Hoth ist Gründungsmitglied der Berliner Lesebühne Couchpoetos. Unter dem Namen "Mikrokosmos" veranstaltet und moderiert er gemeinsam mit Sarah Bosetti etliche Poetry-Slams in Berlin.

Prädikat: Hingehen!
Jazzhappen mit den Stars aus Berlin und Görlitz
Sonntag, 22. Januar 2012, 19 Uhr,
Apollo Görlitz, Hospitalstraße

Karten kaufen!
Und das am besten gleich:
Karten für zwölf Euro verkauft die Theaterkasse (Vorverkauf),
online unter http://www.g-h-t.de.
Auf Restkarten an der Abendkasse kann man, sollte man aber nicht pokern - die letzten Veranstaltungen waren ausverkauft.


Kommentar:

Jetzt will ich es wissen! Was - the fuck - ist ein "Poetry Slam"?

Würde man den Geheimen Rat von Goethe fragen, so würde er - falls - sagen: "Dichterwettstreit". Welch typisch deutsche Umschreibung der wörtlichen Übersetzung: Dichterschlacht!

Aber so muss es wohl sein in den Superstar-Zeiten, wo Einer gegen den Anderen antritt unter dem einzigen Kriterium der Meinung einer Publikumsauswahl - wer da eben hingeht oder sich das anguckt..

Vielleicht ist Slam die Quelle von Schlamm ... nein, stimmt nicht. Da lob ich mir den freischaffenden Bühnenliteraten gegenüber der Slampoetin ("Schlacht-Poetin").

Ach, jeder geht seinen Weg, von mir aus über Sardinien, der Altmann wird's schon richten,

hofft Ihr Fritz R. Stänker

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Kommentare Lesermeinungen (1)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Was für Schlamm?

Von M. Altmann am 19.01.2012 - 11:23Uhr
Lieber Fritz R. Stänker,

danke für die Anregung, den Menschen mal zu erklären, was dieser Poetry Slam ist. Hatte ich mir auch schon überlegt, es war also eine Gedankenübertragung. Nachzulesen ab heute im Kostblog, dem sympathischen Blog junger und jung gebliebener Autoren...

http://kostblog.de/poetry-slam/2012/01/19/

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  • Erstellt am 07.01.2012 - 01:30Uhr | Zuletzt geändert am 07.01.2012 - 02:45Uhr
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