Hospitalstraße und das Phantom der Lesebühne
Görlitz, 10. März 2016. Es hätte ein entspannter Ostersonntag, sonntags in der kleinen Stadt, werden können. Doch selbst an solch höchst heiligen Tagen wagen sich Altkader auf die Bühne: Die der musikalischen Lesebühne "Hospitalstraße". Gemeinsam mit wortgewaltigen Gästen soll "erlesenes Salz in die Wunden der Besorgnis erregenden Gesellschaft" gestreut werden. Mein lieber Herr Gesangsverein!
Abbildung links: Der mysteriöse Dreiakkordemann wagt sich ins Rampenlicht. Ist der Maskierte das Phantom der Lesebühne?
Der Schöne und das Maskierte
Thema: Lesebühnen
images/src/Goerlitz-Poetry_1.jpgLesebühnen sind in Görlitz fester Kulturbestandteil - teils musikalisch unterlegt, teils mit Autoren von vor Ort, teils mit weitgereisten Schreib- und Lesenden.
Die Stammbesatzung der Apollo-Lesekapsel Axel Krüger und Mike Altmann hat um Unterstützung gebeten. Die wird am österlichen Sonntag einfliegen in Gestalt zweier Herren, gut aussehend der eine, ominös der andere.
Der Gutaussehende ist geboren in einer Stadt, der man das nicht unbedingt zutraut, in Karl-Marx-Stadt (Gorl-Morgs-Schdodd). Er hat es zum Autor und Schauspieler gebracht und begeisterte das Oberlausitzer Publikum bei Auftritten auf Lesebühnen und Poetry Slams in Görlitz, Zittau und Bad Muskau. Großes Ziel ist nun, auf der Görlitzer Lesebühne Ausschnitte aus seinem allerfrischsten Programm darzubieten.
Für Aufsehen wird jedoch ebenfalls der mit seiner Dauermaske etwas unheimlich wirkende Dreiakkordemann sorgen. Bislang zieht er es vor, als Musikus aus Görlitz doch besser anonym zu bleiben. Dennoch ist er bereits Legende dank seiner vertonten Schlagzeilen über den ehemaligen Penny-Markt in Rauschwalde und ein Buswartehäuschen in Markersdorf.
Seine Schaffenskraft hat weitere Werke geboren, die am Ostersonntag erklingen werden. Bereits jetzt wird an den Herrn Görlitzer Ratsarchivar Dr. Siegfried Hoche appelliert, ausreichend Platz vorzuhalten für die opera dieses Phantoms der Lesebühne! Doch: Ob seine Maske am Ostersonntag fällt?
Prädikat: Unbedingt hingehen!
Ostersonntag, 27. März 2016, 19 Uhr,
Apollo, Hospitalstraße 2, 02826 Görlitz.
Wie soll man denn da an Eintrittskarten rankommen?!
Die Sache mit der Bückware hat der Krüger schnell kapiert, Folge: Eintrittskarten werden systematisch und brutal verknappt. Die größte Frechheit besteht darin, dass restlos alle Tickets meist schon Tage vor Vorstellungsbeginn verkauft werden.
Dem interessierten Lesebühnenfreund, der hingerissenen Lesebühnenfreundin bleibt nur, rechtzeitig zwölf Euro an der Görlitzer Theaterkasse, in den Vorverkaufsstellen oder - wow! - online unter www.g-h-t.de gegen Tickets oder wenigstens eine Zusage dafür einzutauschen.
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- Quelle: red | Foto Dreiakkordemann: privat, Foto Gerrard Schueft: Paul Glaser
- Erstellt am 10.03.2016 - 14:19Uhr | Zuletzt geändert am 10.03.2016 - 15:04Uhr
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