Görlitz wehrt sich

Görlitz-Zgorzelec. Der Görlitzer Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen hat eine Demonstration angemeldet, getragen auch vom bündnisgrünen Kreisverband, vom DGB Ostsachsen sowie von Persönlichkeiten aus dem kirchlichen und kommunalpolitischen Bereich. Es soll Gesicht gezeigt werden gegen die Vereinnahmung von Geschichte und Straßen durch die NPD.

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Demokratische Kräfte rufen zur Demonstration auf

Der Görlitzer Stadtverband der Bündnisgrünen veröffentlichte am 11. Juni 2009 folgenden Aufruf:

Der 17. Juni 1953 ist ein besonderes Datum in der Geschichte unserer Stadt. Die Historikerin Heidi Roth spricht vom „Görlitzer Aufstand“, der ausgehend von Protesten streikender Arbeiter zu einer großen Protestveranstaltung auf dem Obermarkt (damals Leninplatz) führte, zu Gefangenenbefreiungen und zur Erstürmung der SED-Kreisleitung. Für einige Stunden verloren die örtlichen Statthalter eines Unrechtsregimes die Macht. Auch im Umland gab es beeindruckende Protestaktionen. Die Niederschlagung des Aufstands und die sich daraus ergebenden Verfolgungen ändern nichts daran.

Dieses Datum unserer Stadtgeschichte nötigt uns Respekt ab vor der Opferbereitschaft der Görlitzer jener Zeit, die die Freiheitsliebe und den Wunsch nach Demokratie höher schätzten als die ihnen drohende und dann auch eintretende Repression.

Am kommenden Samstag will der NPD Kreisverband Niederschlesien - Oberlausitz einen Marsch unter dem Motto „17.Juni 1953: Damals wie heute - Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“ in unserer Stadt Görlitz veranstalten.

In den Reihen der NPD marschieren nicht nur am kommenden Samstag notorische Verächter der Menschenwürde und anderer Grundwerte unserer Verfassung mit. Es ist völlig absurd, dass diese von vielen in unserem Lande als verfassungsfeindlich eingestufte Partei sich anmaßt, Erbe der Freiheitsbewegung von 1953 zu sein und sich zudem als „Opfer“ stilisiert.

Der 17. Juni 1953 ist natürlich nur ein Vorwand wie auch das von der NPD und ihren Hilfstruppen in Dresden aufgeführte „Gedenken“ an den von ihnen sogenannten „Bombenholocaust“. Ein Vorwand, um zu testen, wie weit sie im „Kampf um die Straßen“ gekommen sind.

In Görlitz hängen noch die antipolnischen Hetzplakate der NPD. Viele Görlitzer haben dagegen und gegen Plakate der am letzten Sonntag abgewählten DSU in der Zeitung Gesicht gezeigt.

Zeigen wir erneut Gesicht. Zeigen wir, dass wir unsere Straßen und Plätze den Feinden der Menschlichkeit, der Freiheit und der Demokratie nicht überlassen.

Demonstrieren!

Sonnabend, 13. Juni 2009, 10.30 Uhr einfinden, 11 Uhr Beginn,
Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus
Wilhelmsplatz, Görlitz.


Kommentar:

Was die Grünen hier in wohlgesetzten Worten verkünden, lässt sich auch deutlicher sagen: Jeder Görlitzer, der nicht an politischer Demenz leidet und noch ein Rückgrat hat, sollte Gesicht zeigen gegen Rechtsaußen. Deren gesellschaftlicher Lösungsansatz, der sich an simplen Schein-Lösungen und entdemokratisierten Strukturen orientiert, würde Im Minimum Unfreiheit und Menschenverfolgung bedeuten. Wohin das führt, hat das deutsche Volk bereits in mehreren Varianten durchlebt.

Mit der Teilnahme an der Demonstration einen kleinen Beitrag zur Stärkung der Demokratie zu leisten, sollte Ehrensache sein.

Wehret den Anfängen!

Ihr Fritz R. Stänker

Kommentare Lesermeinungen (10)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Donnerstag der 23. Juli - Herr Sieradski

Von Kurt Serafinowicz am 23.07.2009 - 10:11Uhr
Hallo Herr Sieradski,

haben Sie heute (Donnerstag) schon die Zeitung (Lokalteil) gelesen? Nun erwarte ich einfach von Ihnen als Zeitungsleser eine kritische Meinung zur Darstellung auf Seite 3 im Lokalteil!

Bin ich pingelig oder werden Sie von der Zeitung manipuliert oder gehören Sie einer bestimmten Gruppierung an, wo nicht sein kann, was nicht sein darf?

Lesen Sie den Text, dann werden Sie feststellen, dass - auch wenn der Stadtrat Geld verschwenden wollte und der OB dem widersprach - am Ende wieder der OB an der Ablehnung schuldig ist.

Da muß doch Einer bei der Zeitung sitzen der nur damit beschäftigt ist, dem OB etwas unterzujubeln!

Und wenn Sie den Leserbrief des G. Rönitz lesen, dann wird offen der Kampf mit ALLEN Mitteln gegen einen gewählten OB gefordert.

Spendenaufrufe von mir für einen guten Zweck werden nicht oder entstellt gedruckt, so ein Mist aber wahrscheinlich mit Wonne.

Da muss das Blatt, ob es will oder nicht, die weise Gesetzlichkeit des OB erwähnen und zähneknirschend mitteilen, dass die Beschwerden gegen den OB verworfen wurden - schürt dabei aber mit der Wiedergabe solcher Leserbriefe den Kampf gegen unser gewähltes Stadtoberhaupt, dessen einziger und größter Fehler es ist, sich für das Wohl der Stadt einzusetzen und Schaden abzuwenden.

Wer von uns liegt eigentlich falsch fragt Sie und schüttelt jetzt den Kopf

Kurt Serafinowicz

Den Kopf schütteln und lesen - geht das?

Von Kurt Serafinowicz am 22.07.2009 - 21:34Uhr
Sehr geehrter Herr Sieradski,

bitte nicht mit dem Kopf schütteln, sondern alle meine Beiträge lesen, dann kommen Sie von alleine darauf. Aber wenn Hilfe not tut bin ich auch bereit, Ihnen erklärend zur Seite zustehen.

Der Herr Lokalredakteur, der sich auch an der vordersten Antipaulickfront befindet und mittlerweile jeden auch noch so kleinen Beitrag gegen den OB auf der Seite 1 platziert, sogar die Spendenaufrufe und die unrealistischen Forderungen der Helenenbad- und Stadthallenfinanzierer im heroischen Wahlkampf mit Riesenartikeln unterstützt, dagegen meinen Spendenaufruf mit Namensnennung (mich natürlich als Spender inbegriffen) so stark verfälscht bringt, dass sogar der Tormann des Helenenbades als Initiator dieser Aktion herauszulesen war.

Meine, das bemerke ich nur nebenbei, Spende, die meine Söhne und der Tischlerei Schwarz aus Hänichen (10 Bänke für Görlitz, Wert 2000,00 €) wurde klein auf Seite 2 unten rechts gewürdigt. So werden in dieser Zeitung Initiativen, wenn sie nicht von der richtigen Partei kommen, veröffentlicht.

Das können Sie als gläubiger Zeitungsleser ja auch nicht wissen. Alle diese Spendenaufrufer und Zur Sache e.V. - Gegner wurden von mir aufgefordert, ebenfalls zu spenden. Das Ergebnis ist gleich Null und Anfeindungen von nichtinformierten Lesern wie Ihnen, die sich nicht einmal die Zeit nehmen, alle meine Meinungen zu lesen, nachzudenken um erst dann über mich herzufallen.

Ihnen zur Information : Mein Spendenaufruf richtet sich an an alle Vereins- und Parteivorsitzenden, an unseren Lokalredakteur natürlich auch, damit ihre großen Wahlversprechen und die anspornenden Artikel aus der Zeitung endlich Wahrheit werden.

Ich dachte so an 1000,00 € für jeden Spender und hier veröffentlicht. Was würden sich die Mütter mit Kleinkindern freuen!

Was Sie fordern, Herr Sieratzki, bedeutet nicht weniger als Wahlversprechen einfach zu vergessen. Hätten Sie sich die Stadtratsitzung angesehen, dann hätten Sie miterleben können, dass nicht das Helenenbad, die Stadthalle oder Görlitz an erster Stelle steht - nein - fast alle Stadträte gegen den OB, der einfach nur sparen will! Die SPD hat es begriffen! Deswegen mein Ruf zur Umbenennung des Stadtrates.

Über soviel Unwissenheit eines Zeitungslesers NICHT den Kopf schüttelnd,

Kurt Serafinowicz

An Herrn Serafinowicz

Von Holm-A. Sieradzki am 22.07.2009 - 11:41Uhr
Verzeihen Sie mir, Herr Serafinowicz, aber langsam werden Ihre Einlassungen hier unerträglich.

Sie fühlen sich anscheinend genötigt, Ihren OB und Vereinsvorsitzenden gegen alles und jeden zu verteidigen. Das ist Ihr gutes Recht. Dabei sind Sie leider alles andere als objektiv und vermischen Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Was z.B. hat eine Spende eines Zeitungsredakteurs für das Helenenbad mit der Arbeit im Stadtrat zu tun?

Und sich über eine geringe Wahlbeteiligung beschweren oder etwas dagegen tun sind auch zwei verschiedene paar Schuhe. Indem Sie die Legitimation der gewählten StadträtInnen in Frage stellen und wirre Umbenennungen ins Spiel bringen, erweisen Sie der Demokratie einen Bärendienst.

Kopfschüttelnd
Holm-Andreas Sieradzki

Umbenennung des Stadtrates

Von Kurt Serafinowicz am 21.07.2009 - 10:59Uhr
Trägt der von weniger als 50% der Wahlberechtigten gewählte Stadtrat überhaupt den Namen Görlitzer Stadtrat zu recht oder sollte er sich lieber in Antipaulickrat umbenennen?

Wer auf einen Neuanfang, wie von allen Kandidaten zum Wohl der Stadt Görlitz versprochen, gehofft hatte, musste leider feststellen, dass weder die Stadt Görlitz noch der Kampf gegen die NPD für einen Großteil der Stadträte im Vordergrund standen, sondern der von mir im Vorfeld schon angekündigte Kampf gegen den OB!

Kann man soetwas einem frisch für die Arbeit FÜR Görlitz gewähltem Stadtrat durchgehen lassen???
Wird persönliche Feindschaft vor das Wohl der Görlitzer gestellt?

Die SZ natürlich auf Seite 1 im Lokalteil das alte Thema: Darf der OB oder darf er nicht? Wo bleibt mein Spendenaufruf an alle Vorsitzenden der Parteien und Vereine ? Auch Herr B(...) als Lokalmatador könnte sich mit 1.000 Euro als Spende für Mütter mit Kleinkindern im Helenenbad fruchtbar einbringen (mit mir gemeinsam). Davon liest man nichts in der Zeitung!

Wie kann man solche Räte zwingen, endlich nur die Arbeit, für die sie gewählt wurden, zu erledigen?
Sind die Wähler mit so einer Art von Zeit- und Sitzungsgeldverschwendung einverstanden?

Das fragt sich

Kurt Serafinowicz

Frage des Herrn Schmidt

Von Kurt Serafinowicz am 18.07.2009 - 19:24Uhr
Sehr geehrter Herr Schmidt,

wahrscheinlich haben Sie versäumt auf die Seite des Zur Sache e. v. zu schauen, da habe ich versucht, Ihnen meine Meinung kund zu tun. Nocheinmal auf dieser Seite möchte ich es vermeiden, da ich Gefahr laufe auch noch von anderen Wahlversprechern verstanden zu werden.

Ich hoffe, es ist mir bei Ihnen gelungen, da aus Ihrem Beitrag kein Zur Sache-Hass zu lesen ist. Wenn Sie manche Meinungen lesen (Herr Weber z.B.), dann frage ich mich: Ist das eine Meinung oder grenzenloser Hass auf einen Verein, der sich in der Stadtpolitik etablieren will ?

Lesen Sie die den Lokalteil der SZ, so werden Sie feststellen, dass der Kampf gegen den OB auch nach der Wahl nicht aufgehört hat.
Der Stadtrat will Gelder, die der OB für die Stadt sichern will, ohne Gegenwehr zum Fenster hinauswerfen. Gleichzeitig soll der OB, wie schon von mir vermutet, seinen Posten zur Verfügung stellen, obwohl er dieses schon vor der Wahl ausgeschlossen hat.

Wo soll das hinführen, wenn die vordringlichste Aufgabe des Stadtrates darin besteht, den OB unmöglich zu machen und nicht so wirtschaftlich wie möglich unser Geld zu verwalten?

Wir sollten in Zukunft die Anträge und Beschlüsse des Stadtrates auf dieser Seite, der Seite des Zur Sache e.V. oder die Seite der Linken nutzen, um uns offen und frei von Zensur durch die SZ auszutauschen und die Leistung der Parteien und Vereine bewerten.

Das wird wahrscheinlich einige Stadträte zum Nachdenken anregen, andererseits wird es den nächsten Wahlkampf für einige Wähler erleichtern.

Es grüßt Sie, noch immer auf Spenden wartend,

Kurt Serafinowicz

Die SZ und der Leserbrief des Herrn David Schmidt

Von David Schmidt am 18.07.2009 - 10:44Uhr
Sehr geehrter Herr Serafinowicz,

Ich bewundere Ihr vehementes Eintreten für die Wählervereinigung "Zur Sache e.V.", jedoch muss ich Ihren Argumenten, mit denen Sie versuchen, meinen Leserbrief zu diskreditieren, widersprechen.

Ich behaupte nicht, dass 57.700 Görlitzer keine Stellung gegen Rechts beziehen, ich frage mich lediglich, wieso unser Oberbürgermeister es nicht für wichtig hält, sein Gesicht, stellvertretend für viele Bürger dieser Stadt, zu zeigen und somit auch zu sagen, dass die Mehrheit der Görlitzer und somit auch der Großteil der nicht Anwesenden von Ihnen zitierten 57.700 Bürger gegen dieses rechte Gedankengut einsteht.
Bis heute lässt der OB die Bürger, die sich auf der Demonstration die selbe Frage stellten wie ich, auf seine Antwort warten. Ich erwarte keine Rechtfertigungen von seiner Seite, sondern ich erwarte, dass er endlich öffentlich Farbe gegen Rechts bekennt.

Nun gestatten sie mir noch eine Anmerkung in persönlicher Sache. Ich gebe Ihnen in dem Punkt recht, dass sich einige Parteien und Vereine zu wenig gegen die NPD gestemmt haben, jedoch sollten Sie so ehrlich sein und hier auch den Namen Ihres Vereins nennen.

Mit freundlichen Grüßen

David Schmidt

Rechtsextremismus - es wird was getan

Von Engert Sven am 19.06.2009 - 12:24Uhr
Werter Herr Serafinowicz !

Vorab: Ich bin kein Leser der Tageszeitung, die Sie immer kritisieren. Ich weiß also nicht, was Herr David Schmidt geschrieben hat.

Aber es ist seine Meinung, die man akzeptieren sollte. Ich denke, es ist gut, dass es 1.000 Unterschriften geworden sind. Es müssen aber keine 60000 Unterschriften sein. Schließlich haben wir ja immer noch 2.694 Bürger, die die NPD gewählt haben!

Was ich erkenne ist, dass was gegen Rechts unternommen wird. Sie kritisieren den Zeitpunkt. Gegen die Plakate wollte man vorgehen, das Deutsche Recht lässt es nicht zu (hier sollten die Gesetze geändert werden, und das sehr schnell). Ich sage lieber spät als nie.
Auch die anderen Parteien setzten sich ja am Sonnabend, 13. Juni 2009, gegen Rechts ein. Man sieht also, das was in der Stadt Görlitz gegen Rechts getan wird. Ich werde Ihre Meinung auch akzeptieren, es ist nun mal Ihre Meinung.

Werter Herr Ahrens,

warum bringen Sie immer den Herrn Serafinowicz mit dem Verein zur Sache e.V. und den OB in Verbindung. Ich schreibe doch auch Sie an und nicht Die Linke, Herr Serafinowicz ist ein Bürger der Stadt Görlitz und schreibt seine Meinung. Was ihm auch niemand verbieten kann.

Das, was Sie machen, ist immer nur sticheln gegen den Verein zur Sache und Ihren Erzfeind Nummer Eins, unseren OB. Nehmen Sie sich doch mal ein Beispiel an Herrn Schulze Mirko und anderen Stadtratsmitgliedern. Sie haben sich bereit erklärt, sachliche Stadtpolitik zu betreiben genau wie unsere Stadtratskandidaten es auch tun werden.

Ich glaube nicht, dass Herr Serafinowicz sich disqualifiziert, sondern Sie sich selber. Ihr letzter Satz lautete: „Und, es erklärt auch nicht, weshalb der OB und Vorsitzender seines Vereins nicht 'Gesicht gegen Rechtsextremismus' zeigte. Oder vielleicht doch?" In dem letzten Satz ist schon wieder eine versteckte Unterstellung!

Gegenfrage: Was haben Sie persönlich gegen Rechts getan? Warum waren Sie nicht am 17.06.2009 bei der Kranzniederlegung. Eine Erklärung im Nachgang des Textes hätte mich schon gefreut.

Bevor Sie mich fragen, wo ich am 13.06.2009 war: Ich hatte vormittags von 9.00 Uhr -12.00 Uhr Mitgliederversammlung des NKV, wo ich als Vorsitzender meiner Kleingartenanlage anwesend sein musste. Und am 17.06.2009 bei der Kranzniederlegung war ich anwesend. Schade, dass man hier jetzt schon offen legen muss, was man macht oder nicht macht.

Werter Herr Ahrens, es tut mir Leid, dass ich in Ihnen hier keinen vernünftigen Gesprächspartner gefunden habe. Sie sollten sich mal an dem Herrn Schulze orientieren, das ist Sachpolitik. Herr Schulze teilt nicht aus wie Sie und er hat auch eine vernünftige Argumentation, die man, auch wenn ich nicht in allen Teilen seiner Meinung bin, zumindest akzeptieren kann.

Vielleicht sind Sie es, der das Bild unseres Stadtrates so verzerrt mit Ihren Auftreten?

Mit freundlichen Grüssen

Engert Sven
(Privater Bürger der Stadt Görlitz)

Hilfe! Ich wurde durch Herrn Ahrens disqualifiziert!

Von Kurt Serafinowicz am 19.06.2009 - 12:08Uhr
Herr Ahrens, Sie sollten meine Meinung nicht nur lesen, sondern auch wenigstens versuchen zu begreifen !

Sie haben schon des öfteren durch Verdrehungen und Entstellungen Meinungswiedergaben verfälscht. Ich hoffe doch, dass dies nicht parteibedingt auftritt. Mit Ihren ständigen Unterstellungen werden auch Sie mich nicht dazu bringen, an dieser Stelle meine Meinung nicht mehr kundzutun. In der SZ ist das leider aus bekannten Gründen nicht möglich!

Herr Ahrens, versuchen Sie doch wenigstens meine Schlussfolgerung zu verstehen, dass durch die Behauptungen des Schreibers nicht nur der OB, sondern ca. 58700 Bürger dieser Stadt verunglimpft werden. Oder - für Sie begreiflich - nur 1300 Bürger (Menschen?) haben, trotz Anwesenheit so vieler Parteien und Vereine mit den besten Vorsätzen und großer Kampferfahrung gegen den zur Sache e.V., Stellung gegen Rechtsextremismus bezogen. Das waren zu wenig für meinen Begriff ! Warum haben alle Vereine und Parteien nicht mehr überzeugen können? Wo waren Ihre Wähler? (Hatten Sie nur 1300?)

Ich glaube zwar immer noch nicht, allerliebster Herr Ahrens, dass Sie meine Fragen begriffen haben, geschweige sachlich beantworten werden, aber versuchen wir es einfach mal. Fragen Sie mich oder die SZ !

Ich bin echt schon auf den nächsten Unsinn gespannt, den Sie schreiben werden.

Mich haben schon einige Bürger angerufen, die meine Meinung verstanden haben. Der OB war aber nicht bei den Anrufern!

Zur Sache Rechtsextremismus

Von Thorsten Ahrens am 19.06.2009 - 08:11Uhr
Herr Serafinowicz sollte sich und seinen OB-Wahlverein nicht zu wichtig nehmen. Wenn er schreibt, "alle" hätten sich an diesem abgearbeitet, zeigt dies erneut eine verschobene Weltsicht. Auch wenn es ihm und seinem Vereinsvorsitzenden merkwürdig vorkommen sollte, sie sind nicht die politische Sonne in Görlitz, um die sich die anderen (Partei)planeten drehen.

Auch gibt es am Engagement der SZ und der vielen BürgerInnen in der Stadt in der Positionierung gegen rechtsextremes und menschenfeindliches Gedankengut keinerlei sachliche Kritik.

Wenn er kritisiert, dass zur Veranstaltung am 17.06.09 deutlich weniger Menschen als "Rahmen" (eine eigenartige Beschreibung von Menschen!) da gewesen seien, fällt auch hier die Kritik auf den Kritiker zurück. Die Frage, die dieser sich stellen sollte, ist "warum haben sie die Menschen nicht überzeugen können, am 17.06.09 dort zu sein!".

Im übrigen disqualifiziert den Schreiber die schlichte Gleichsetzung von Nazideutschland und der DDR-Geschichte schon selbst.

Und, es erklärt auch nicht, weshalb der OB und Vorsitzender seines Vereins nicht "Gesicht gegen Rechtsextremismus" zeigte.
Oder vielleicht doch?

Thorsten Ahrens

SZ und der Leserbrief des Herrn David Schmidt

Von Kurt Serafinowicz am 18.06.2009 - 20:22Uhr
Nun sind die Kommunalwahlen und der heroische Kampf gegen den zur Sache e.V. vorbei, endlich beginnt der Kampf der SZ gegen die polenfeindlichen Parolen der NPD.

Hätte man (Parteien und Vereine) die geballte Kraft der Antipaulickkampagne schon lange vorher gegen fremdenfeindliche Parolen der NPD angewendet, dann müsste die SZ mit Petra Rudolph und Herrn Wieler nicht die rote Mappe und die SZ mit den Bildern von "mehr als 300 Leuten" zur Schau stellen.
Merken die Damen und Herren erst jetzt, dass man die NPD so stark vernachlässigt hat? In der roten Mappe sind "etwa 1000 Reaktionen" gesammelt! Große Leistung ! Man (die SZ) sollte aber dazuschreiben, dass Görlitz ca. 60000 Einwohner hat! Ist der OB schuld, dass die anderen ca. 57700 Einwohner sich nicht haben ablichten lassen ?

Er (der OB) gedenkt zwar des 17. Juni 1953 in würdiger Weise mit einer Kranzniederlegung - und spricht laut SZ vor ca. 80 Schülern! Waren keine anderen Bürger anwesend? Wenigstens die 1300, die sich in der Zeitung mit den unterschiedlichsten Äußerungen zu Wort gemeldet hatten, könnten den 17. Juni mit ihrem Erscheinen einen würdigen Rahmen geben.

Da druckt die SZ am gleichen Tag den Leserbrief eines Herrn David Schmidt: OB bezieht keine Stellung gegen Rechtsextremisten! Es ist eine Zumutung, was diese Zeitung, wenn es gegen den OB geht, den Lesern serviert. Im Gegensatz zu diesen Leserbriefen werden andere Meinungen verfälscht oder garnicht wiedergegeben!
Auf Seite 15 wird über die Ehrung des 17. Juni durch den OB berichtet , auf Seite 18 wird einem Leser gestattet, seine Lügen zu verbreiten.
Bei näherer Betrachtung behauptet Herr Schmidt, dass 57700 Görlitzer keine Stellung gegen Rechtsextremismus beziehen! Eine bodenlose Frechheit und von der SZ gedruckt.

Weiter so, liebe Lokalredaktion der SZ. Es folgt eine Beschwerde in Dresden über die "sachliche Berichterstattung" des Lokalteils, dann wahrscheinlich die Kündigung.

Kurt Serafinowicz

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  • Quelle: /red
  • Erstellt am 12.06.2009 - 08:44Uhr | Zuletzt geändert am 12.06.2009 - 09:16Uhr
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