Dauerbrenner Abwasser
Sachsen. Umweltminister Frank Kupfer hat die zügige Erarbeitung der noch fehlenden aktuellen Konzepte für die Abwasserbeseitigung gefordert. Derzeit haben 117 von 213 abwasserbeseitigungspflichtigen Gemeinden und Zweckverbänden in Sachsen ihre fortgeschriebenen Konzepte vorgelegt. „Die Abwasserbeseitigungskonzepte sind Voraussetzung für Investitionsplanungen im Bereich der Abwasserentsorgung und damit auch für die Vergabe von Fördermitteln“, so der Minister.
Dezentrale Anlagen als sinnvolle Alternative
In den vergangenen Wochen hatte das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft gemeinsam mit dem Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung e. V. örtliche Regionalveranstaltungen mit allen Abwasserzweckverbänden, Gemeinden und Wasserbehörden durchgeführt, um Probleme und Lösungsmöglichkeiten zu erörtern. „Dabei haben viele Abwasserzweckverbände signalisiert, dass man mit ortsteil- oder gruppenbezogenen Kläranlagen zu sinnvollen Lösungen kommen kann“, lobte der Minister. Mit Blick auf die demografische Entwicklung sei der Bau oder der Anschluss an große zentrale Anlagen nicht überall eine wirtschaftliche Lösung. Umweltgerechte Abwasserentsorgung und bezahlbare Preise müssten, so Kupfer, kein Widerspruch sein.
Seit 1990 wurden in Sachsen sechs Milliarden Euro in die Abwasserentsorgung investiert. 86 Prozent der Sachsen sind an die öffentliche Abwasserentsorgung angeschlossen. „Unser Ziel ist es, entsprechend den Vorgaben der Europäischen Union, die Abwasserentsorgung in ganz Sachsen bis 2015 auf den Stand der Technik zu bringen“, so Kupfer weiter. Das bedeute, dass 178.000 veraltete Anlagen und 67.000 abflusslose Abwassergruben überprüft und angepasst oder durch moderne Entsorgungssysteme ersetzt werden müssen. Wichtig sei dabei eine breite und umfassende Beteiligung der Bürger, um für die gewählten Lösungen eine hohe Akzeptanz zu erreichen.
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- Quelle: /red
- Erstellt am 19.10.2008 - 22:32Uhr | Zuletzt geändert am 19.10.2008 - 22:32Uhr
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