Tagung des Görlitzer CDU-Stadtverbandes

Tagung des Görlitzer CDU-StadtverbandesGörrlitz, 7. Mai 2021. Vor drei Tagen fand die jüngste turnusmäßige Sitzung des Görlitzer CDU-Stadtverbands statt – natürlich online. Im Mittelpunkt standen Themen der Stadtpolitik, über die in der mehrstündigen Konferenz intensiv diskutiert wurde. Worum ging es genau?

Abb.: Die Görlitzer Straßenbahn ist in die Jahre gekommen, die Erneuerung des Wagenparks jedoch würde eine Kostenlawine auslösen. Steht die Görlitzer Tram auf der Kippe?

Archivbild: Görlitzer Anzeiger

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Veränderungen bei den Görlitzer Verkehrsbetrieben

Thema: Parteien, politische Akteure und Wähler

Parteien, politische Akteure und Wähler

Demokratie lebt von Akteuren, die substantiell zu Meinungsvielfalt beitragen, konsensfähig sind und so handeln, dass möglichst viele einbezogen werden und ein allgemein anerkannter Nutzen für die Gesellschaft entsteht, der über das oft genannte "Zeichen setzen" hinausgeht.

Die Vorstandsmitglieder des Standtverbandes dankten dem scheidenden Geschäftsführer der Görlitzer Verkehrsbetriebe GmbH (GVB) Andreas Trillmich für seinen großen Einsatz für die GVB in der Umbruchphase hin zu einer kommunalen GmbH und wünschten ihm alles Gute. Andreas Trillmich war seit Oktober 2018 Geschäftsführer der GVB, muss die Position jedoch, wie im April 2021 bekannt wurde, aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Gerd Weise, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, ergänzte: "Gleichfalls wünschen wir dem Prokuristen Sven Sellig gute Entscheidungen und eine konstruktive Zusammenarbeit. Sehr dankbar sind wir, dass unser ehemaliger Oberbürgermeister Siegfried Deinege hier noch einmal Verantwortung übernehmen wird und beratend zur Seite steht."

Sellig übernimmt die Geschäftsführungsaufgaben. Deinege ist vor allem im Boot, weil die GVB gemeinsam mit der Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH – einem Teil der sogenannten Leipziger Gruppe – neue Straßenbahnen beschaffen will. Der frühere Waggonbau-Manager und spätere – von 2012 bis 2019 – Görlitzer Oberbürgermeister macht damit das für einen Unruheständler Richtige: Er bringt sich beratend ein. Angesichts des Investitionsvolumens für neue Bahnen und die dadurch erforderlich werdenden Umbauten etwa an den Haltestellen dürfte sich das als wertvolle Hilfe erweisen.

Wechsel des Familienbeauftragten

Der Der CDU-Stadtverband Görlitz bedankte sich zudem herzlich beim scheidenden Familienbeauftragten Pastor Eugen Böhler für sein langjähriges Engagement und hieß zugleich Dr. Ines Mory, ebenfalls Pfarrerin und heute als Lehrerin tätig, herzlich willkommen und wünschte ihr viel Kraft für diese wichtige Aufgabe in Görlitz. "Wir müssen Familien unterstützen, sie stärken und fördern – das ist CDU", betonte Weise bei dieser Gelegenheit.

Oberschul-Neubau für Görlitz

Der Neubau einer Oberschule in Görlitz steht ebenso wie das Gerhart Hauptmann-Theater in der öffentlichen Diskussion, nicht zuletzt wegen der Haushaltsdebatten in der Stadt und im Landkreis Görlitz.

"Bei der Oberschule ist der Grundsatzbeschluss zum Bau mit zusätzlichen Planungs- und Eigenmitteln ergänzt worden. Ziel muss es sein, allen Schülerinnen und Schülern in allen Jahrgangsgruppen und in allen Schulen gute Bedingungen zu schaffen", positioniert sich der Stadtverband i einer Mitteilung. Von daher unterstütze man die Aktivitäten von Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) zur Sicherstellung dieser Voraussetzungen.

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau

Beim Theater vertreten die Vorstandsmitglieder des CDU-Stadtverbandes Görlitz die gemeinsame Auffassung, dass von allen Beteiligten eine sachliche Diskussion geführt werden müsse mit dem Ziel, den Spielbetrieb des Görlitzer und des Zittauer Theaters langfristig zu gewährleisten. Zittau in seiner besonderen Lage als Bindeglied zwischen drei Staaten – die Zittauer haben dafür den Begriff der Dreiländerregion geprägt – und Görlitz als Europastadt Görlitz/Zgorzelec hätten hierbei eine überregionale Bedeutung in der Theater- und Kulturlandschaft der Oberlausitz und von Niederschlesien.

Der Stadtverband unterstützt das Bekenntnis von Florian Oest, Kreisrat und CDU Direktkandidat zur Bundestagswahl am 26. September 2021, zum Gerhart-Hauptmann-Theater mit seinen Standorten und Sparten. Weil man aber mit einem Bekenntnis nichts bezahlen kann, stellte Oest klar: "Wir brauchen eine auskömmliche Finanzierungsgrundlage. Deshalb muss umgehend mit dem Sächsischen Städte- und Gemeindetag, dem Landkreistag sowie der Sächsischen Staatsministerin für Kultur gesprochen werden."

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  • Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
  • Erstellt am 07.05.2021 - 12:59Uhr | Zuletzt geändert am 07.05.2021 - 14:33Uhr
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