Millionen für den Sportplatz in Reichenbach/O.L.

Millionen für den Sportplatz in Reichenbach/O.L.Reichenbach/O.L., 4. März 2021. Für die Grundschule und die Oberschule in Reichenbach/O.L., aber auch für den Vereinssport im Ackerbürgerstädtchen ist das eine gute Nachricht: Der Bund fördert die Sanierung und Erweiterung des Sportplatzes an der Grundschule mit 2,52 Millionen Euro. Auch das Reichenbacher Erlebnisbad soll profitieren: Wärme kostenlos ist angesagt. Darüber informierte der Görlitzer Bundestagsabgeordnete Thomas Jurk, SPD-Berichterstatter im Haushaltsausschuss.

Abb.: Reichenbach/O.L.-City. Aus dem Landstadt dringt wenig Spektakuläres, was durchaus für das Leben dort spricht. Zugleich ist hier im wahrsten Sinne des Wortes der Raum für Initiativen und Projekte enorm.

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Notlage bringt mehr Fördermittel

Gestern hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags einen Beschluss über jene Projekte gefasst, die im Zuge des Bundesprogramms "Sanierung kommunaler Einrichtungen" gefördert werden sollen. Für das Sportplatz-Projekt in Reichenbach/O.L. bedeutet das: Die zwischen Markersdorf und Löbau gelegenen Stadt kann nun die Bundesmittel in genannter Höhe beantragen.

Als Kommune mit ausgewiesener Haushaltsnotlage profitiert die Stadt Reichenbach/O.L. von einem erhöhten Förderanteil des Bundes. Der beträgt hier 90 Prozent, während es grundsätzlich nur 45 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten sind, die in Reichenbach/O.L. bei 2,8 Millionen Euro liegen. Für Bundestagsmitglied Jurk ist die Förderung wichtig: "Ich freue mich sehr, dass mein Einsatz für das dringend nötige Projekt in Reichenbach erfolgreich war. Wir brauchen auch in den ländlichen Regionen eine funktionierende soziale Infrastruktur mit Sport- und Kulturstätten. Sie ist die Grundlage für gute Bildung an den Schulen und für das gesellschaftliche Zusammenleben in den kleineren Städten und Gemeinden."

Dafür wird das Geld verwendet

Eingebettet in das Stadtentwicklungskonzept "Landstadt Reichenbach/O.L. 2030" soll im Hauptbaustein "Sportfeld" der Sanierungsrückstau beseitigt werden und damit eine ortskernnahe Sportstätte entstehen, auf der sowohl der Schulsport der Grund-und Oberschule, aber auch der Vereinssport eine neue Heimstatt finden. Zum Konzept gehört die treibhausgasneutrale Energie-und Heizwärmeversorgung der Gebäude, die in öffentlicher Nutzung sind. Insgesamt sollen Grundschule, Vereinsheim und Sporthalle künftig vollständig durch erneuerbare Energien versorgt werden. Und eine Besonderheit soll es geben: Im Winterhalbjahr eine öffentlich nutzbare und klimaneutral integrierte Eisfläche.

Im kleineren Projektbaustein "Wärmesenke Freibad" soll in öffentlich-privater Partnerschaft die Kühlung eines geplanten, ebenfalls aus erneuerbaren Quellen betriebenen Rechenzentrums das benachbarte Erlebnisbad – wie Jurk mitteilt, kostenlos – beheizen, die Öffnungszeiten signifikant verlängern und einer Ausbildungsstätte dienen. Das Vorhaben soll bereits im Juli 2021 mit Planungsleistungen beginnen und binnen rund zwei Jahren abgeschlossen sein.

Förderbedarf in Milliardenhöhe

Das Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" wurde im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung im Jahr 2015 aufgelegt. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat das Programm seitdem mehrfach mit neuen Finanzmitteln ausgestattet. Auf die Projektaufrufe sind jeweils mehrere hundert Projektvorschläge mit einem Förderbedarf in Milliardenhöhe eingegangen. Das Bundesprogramm war damit um ein Vielfaches überzeichnet.

Das Bundesprogramm unterstützt bundesweit Städte und Gemeinden beim Erhalt ihrer sozialen Infrastruktur. Es trägt dazu bei, dem hohen Sanierungsstau in den kommunalen Einrichtungen zu begegnen und dient so dem sozialen Miteinander und Klimaschutz zugleich. Die Umsetzung des Programms erfolgt durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI).

Wie dem Projektaufruf 2020 zu entnehmen ist, konnten Kommunen bisher nicht berücksichtigte Projektanträge, die auf den Projektaufruf 2018 hin eingereicht wurden, erneut einreichen. Außerdem war es bis zum 30. Oktober 2020 möglich, weitere Projektvorschläge einzureichen.

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  • Quelle: red | Foto: © BeierMedia.de
  • Erstellt am 04.03.2021 - 07:20Uhr | Zuletzt geändert am 04.03.2021 - 08:01Uhr
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