Metz zurückgetreten
Dresden. Der sächsische Finanzminister Dr. Hort Metz hat am 31. August 2007 seinen Rücktritt erklärt. Er zieht damit die Konsequenzen aus den Turbulenzen um die Sächsiche Landesbank.
Sächsicher Finanzminister nimmt seine Hut
Sachsens Ministerpräsident Milbradt erklärte dazu in einem Statement: „Ich bedanke mich bei Staatsminister Dr. Horst Metz und zolle ihm Respekt für seine Entscheidung die Regierung zu verlassen. Horst Metz hat in einer schwierigen Situation schnell und richtig gehandelt. Der wahre Wert eines Menschen zeigt sich in extremen Situationen. Horst Metz hat diese Prüfung hervorragend bestanden. Das Resultat ist sehr respektabel.“
Kommentar:
Hervorragend bestanden hat er die Prüfung also, nu nu. Dem ist zuzustimmen, was die Krisenbewältigung betrifft, die schließlich in den Notverkauf der Sächsischen Landesbank (Sachsen LB) an die Landesbank Baden-Württemberg mündete.
Dass die Verantwortlichen Konsequenzen ziehen oder dazu genötigt werden, erscheint recht und billig. Vor allem aus dem Blickwinkel von Mittelständlern, die bei gleicher Fehlleistung nicht wie die "Staatsmanager" nur ihren Hut nehmen müssen, sondern in den Ruin getrieben werden.
Die Pleite der SchmidtBank liegt noch nicht lang zurück. Hier war die Commerzbank eingesprungen, hatte die Kunden übernommen und faire Lösungen vereinbart - der Dr. Schmidt allerdings musste zu einer Haftung stehen und sein Privatvermögen hingeben.
Doch im öffentlich-rechtlichen Bereich? Mittelständler wie Kleinstunternehmer müssen auch bei den Sparkassen oft genug wie Bittsteller aus der untersten Kaste der Gesellschaft auftreten, wenn es um Bankfinanzierungen geht. Aber Sparkassen sind es letztlich, die der runtergewirtschafteten Sachsen LB mal so mit 17 Milliarden Euro unter die Arme greifen. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich, nicht wahr? Die Verquickung von politischen Interessen und öffentlicher Hand sind nun mal kein Unternehmertum, das in der freien Wirtschaft stets von der "Strafe des Untergangs" bedroht ist.
Dabei waren die Sachsen so stolz, als einziges Neubundesland eine ganz eigene Landesbank zu besitzen. Zur Gerechtigkeit ist allerdings anzumerken, dass sich die notwendig gewordene Konzentration auf wenige und größere Landesbanken bereits angedeutet hatte. Nur darf von der Politik und den Top-Managern verantwortliches und vorausschauendes Handeln erwartet werden,
meint Ihr Fritz Stänker
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- Quelle: /red
- Erstellt am 01.09.2007 - 03:09Uhr | Zuletzt geändert am 01.09.2007 - 03:35Uhr
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