Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt kommt in die Lausitz

Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt kommt in die LausitzCottbus | Görlitz | Zittau, 8. November 2018. Die SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk und Ulrich Freese, der Berichterstatter aus der Lausitz im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages ist, haben heute kurz nach 17 Uhr EINE Pressemitteilung verschickt, wonach eines der fünf neuen Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in der Lausitz entstehen soll.
Abbildung: An der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz

Standortbetrieb in Cottbus und Zittau/Görlitz gesichert

Mit den vom Haushaltsausschuss heute in der abschließenden Beratung über den Bundeshaushalt 2019 bereitgestellten zusätzlichen Mitteln in Höhe von 57,4 Millionen Euro für das Deutsche Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereitstellen. Damit ist auch der Betrieb des an den Standorten Cottbus und Zittau/Görlitz geplanten DLR-Instituts für CO2-arme Industrieprozesse durch den Bund abgesichert.

Jahrlich je fünf Millionen Euro für Cottbus und Zittau/Görlitz

Die Beschlüsse des Haushaltsausschusses ermöglichen die Gründung von fünf neuen DLR-Instituten in Hannover, Ulm, Oberpfaffenhofen, im Rhein-Sieg-Kreis und in der Lausitz sowie die Errichtung eines Nationalen Erprobungszentrums für unbemannte Luftfahrzeuge in Cochstedt. Die Anfangsinvestitionen für den Aufbau der Standorte werden durch die jeweiligen Länder getragen. Anders als Institute der Fraunhofer-Gesellschaft sind DLR-Institute weniger abhängig von Drittmitteln. "Dies war uns mit Blick auf unsere Region wichtig", betonen Freese und Jurk. Die Kosten für den Betrieb trägt der Bund zu 90 Prozent, weitere zehn Prozent steuert das jeweilige Bundesland bei. Für die laufende Finanzierung des Institutes in der Lausitz stellt der Bund ab 2019 rund zehn Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Dieser Betrag soll je zur Hälfte in Cottbus und Zittau/Görlitz eingesetzt werden.

Lausitz bietet gute Voraussetzungen

An dem neuen DLR-Institut in der Lausitz soll die anwendungs-orientierte Entwicklung von Hochtemperaturwärmepumpen und -verdichtern intensiviert sowie die Möglichkeiten der Kohlendioxid-Reduktion in der Grundstoffindustrie mit chemischen Verfahren und alternativen Reduktionsmitteln erforscht werden. Dazu sollen unter anderem ein Versuchsstrang Hochtemperaturwärme und eine Testplattform für Technikumsanlagen errichtet werden. Die Investitionskosten werden derzeit mit insgesamt 13 Millionen Euro veranschlagt.

Nach Einschätzung der beiden Abgeordneten bietet die Lausitz gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit des neuen Instituts. So ist eine Zusammenarbeit mit der BTU Cottbus und der Hochschule Zittau/Görlitz geplant, die bereits große Kompetenzen in den angedachten Forschungsfeldern besitzen. Daneben sollen auch regionale Industriepartner wie die LEAG, Arcelor Mittal, BASF und Siemens für Kooperationen gewonnen werden. "Als Berichterstatter im Haushaltsausschuss hatten wir uns bei den Haushaltsberatungen in den vergangenen Wochen intensiv dafür eingesetzt, dass konkrete Projekte für die Lausitz auf den Weg gebracht werden, welche die wirtschaftlichen Perspektiven für unsere Region verbessern", betonen die beiden SPD-Politiker.

DLR ist dicker Fisch

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist in zahlreiche nationale und internationale Kooperationen eingebunden und betreibt anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten nicht nur in der Luft- und Raumfahrt, sondern hat viele weitere Forschungsschwerpunkte in den Bereichen, Energie, Verkehr, Digitalisierung und Sicherheit. In den 20 nationalen Standorten beschäftigt das DLR circa 8.000 Mitarbeiter, außerdem unterhält das DLR Büros in Brüssel, Paris, Washington D.C. und Tokio.

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  • Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 08.11.2018 - 17:30 Uhr
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