Künftiges Pilgerhäusl Hirschfelde als Modell

Hirschfelde. Das Modell des künftigen Pilgerhäusls Hirschfelde ist seit dem 9. Februar 2011 im Maßstab 1:10 im Ausstellungsraum der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien in Zittau zu sehen. „Mit dem schönen Schaustück wollen wir auf die beispielgebende Erneuerung des Originals hinweisen“, so Dr. Christian Linke, Beigeordneter des Görlitzer Landrates, zur Ausstellungseröffnung. Dr. Linke wies auf die regelmäßig stattfindenden Baustellenführungen und Praxisseminare am originalen Pilgerhäusl in Hirschfelde, einem Zittauer Stadtteil, in der Komturgasse 9, hin. Umgebindehaus-Eigentümer, Bauherren und Baufachleute können sich dort ein Bild machen von der denkmalgerechten und ökologischen Sanierung der alten Bausubstanz.

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Modell von Langzeitarbeitslosen geschaffen

Das originale Umgebindehaus, das um 1500 datiert wird, soll 2013 komplett saniert als regionaltypische Herberge und Begegnungsstätte im Netz der europäischen Jakobswege eröffnet werden. Das Modell wird bis zum 3. März 2011 in der Sparkasse in der Frauenstraße 21 gezeigt. Aussparungen in Fassade und Dach geben die Sicht auf die Konstruktionselemente der Volksbauweise und die späteren Aufenthalts-, Übernachtungs- und Ausstellungsräume frei. Texte auf dem Podest informieren über das Gesamtprojekt.

Das Miniaturhaus entstand im Auftrag der Geschäftsstelle Umgebindeland beim Landkreis Görlitz. Eine Gruppe handwerklich versierter Langzeitarbeitsloser hat es in fachlicher und organisatorischer Regie der Ostsächsischen Dienstleistungs- und Service GmbH (ODS) Bautzen gefertigt. Ihre rund zehnmonatige Tätigkeit wurde vom Landkreis Bautzen gefördert.

Die Bastler schufen das etwa zwei Meter lange, einen Meter breite und über einen Meter hohe Modell aus Holz, Metall und Styropor. Gedeckt ist es mit 6.000 Mini-Dachziegeln, die eigens dafür gebrannt wurden.

Nach der Ausstellung in Zittau wird das Pilgerhäusl-Modell auf Reisen durch das Umgebindeland gehen. Bis Anfang 2013 sind etwa zehn Stationen in öffentlichen Einrichtungen der Oberlausitz und der Sächsischen Schweiz sowie voraussichtlich im tschechischen Reichenberg (Liberec) vorgesehen.

Das Pilgerhäusl und sein Modell sind Bestandteile des deutsch-tschechischen Ziel 3/Cíl 3-Projektes „Gemeinsam für den Erhalt der Umgebindehäuser - Sensibilisierung und Wissensvermittlung.“, das zu diesem Zweck 394.000 Euro bereitstellt.

Mehr:

http://zittauer-jakobsweg.de
http://www.umgebindeland.de

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  • Quelle: red
  • Erstellt am 09.02.2011 - 23:01Uhr | Zuletzt geändert am 09.02.2011 - 23:14Uhr
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