Weitere Förderung der überörtlichen Jugendarbeit, aber weniger Geld
Dresden. Das sächsiche Sozialministeriums will die Unterstützung der überörtlichen Jugendhilfe im kommenden Jahr um ca. 400.000 Euro reduzieren. Betroffen sind vor allem Personalstellen.
Staatsekretär Hauser traf sich mit Jugendverbänden
Staatssekretär Dr. Albert Hauser hat sich mit sächsischen Jugendverbänden und Dachorganisationen getroffen, um sie über die beabsichtigten Änderungen in der Förderung zu informieren. Anlass waren die Einsparungspläne des Sozialministeriums. Hauser erläuterte, dass dies vornehmlich Auswirkungen auf Personalstellenstrukturen der Verbände haben werde. So sei geplant, ab dem Haushaltsjahr 2007 insgesamt 11,5 Stellen nicht mehr durch Landesmittel zu fördern. Derzeit werden im überörtlichen Bereich der Jugendarbeit 49 Verbände und Dachorganisationen mit 76 Fachkräften in Höhe von 3,7 Millionen Euro bezuschusst.
Laut Hauser handele es sich nicht um Leistungskürzungen, sondern um eine Reduzierung von Personalkosten, wie sie auch in vielen anderen Bereichen, z.B. in der Kommunal- und Landesverwaltung, vorgenommen würden. "Wir haben die Verbände eingeladen, um Ihnen die beabsichtigten Veränderungen darzustellen und Ihnen damit, vorbehaltlich des Parlamentsbeschlusses, die Möglichkeit zu geben, rechtzeitig darauf zu reagieren", sagte Hauser.
Zwar habe sich die Arbeit der überörtlichen Jugendverbände und Organisationen grundsätzlich bewährt. Dennoch stehe Sachsen vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels und der demographischen Entwicklung vor Veränderungen im gesamten sozialen verbandlichen Bereich. Diesem Prozess könne sich auch die Jugendhilfe nicht entziehen, betonte Hauser, und forderte: "Künftig ist die Jugendhilfe ebenfalls gefragt, die Effizienz und Wirksamkeit ihrer Arbeit zu beleuchten. Neben einer entsprechenden Aufgabenanalyse müssen sich die überörtlichen Jugendverbände und Dachorganisationen verstärkt um eine Flexibilisierung ihrer verbandsinternen Strukturen, auch in personeller und finanzieller Hinsicht, bemühen."
Das Thema ist nicht neu. In der Vergangenheit wurde bereits des Öfteren auf die notwendigen Änderungen hingewiesen. Nun gehe es darum, nach Möglichkeiten tragfähiger und zukunftsorientierter Kooperationen und Vernetzungen innerhalb der überörtlichen Verbandslandschaft zu suchen. Die staatliche Förderung wird es dem Grunde nach auf jeden Fall weiter geben. "Der Freistaat Sachsen hält auch künftig an der Förderung der überörtlichen Jungendverbandsarbeit fest", versicherte Hauser abschließend.


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- Quelle: /SMS
- Erstellt am 22.08.2006 - 22:07Uhr | Zuletzt geändert am 23.08.2006 - 01:07Uhr
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