Görlitzer Bürger in Trauerkleidung der 1920er Jahre für Dreharbeiten gesucht
Görlitz, 19. Juli 2024. Die Beerdigung des Künstlers Fritz Neumann-Hegenberg, der am 1. August 1924 an Tuberkulose verstarb, wird genau hundert Jahre danach am 4. August 2024 um 11:00 Uhr am Originalschauplatz der Nikolaikirche in Görlitz filmisch rekonstruiert. Dieses Vorhaben wird von der Künstlervereinigung Jakob-Böhme-Bund initiiert, um die Geschichte des Bundes und seiner Mitglieder zu dokumentieren.
Bildquelle: Organisation zur Umwandlung des Kinos e.V.
Der Jakob-Böhme-Bund und seine Geschichte
Aufruf der Görlitzer Künstlervereinigung Jakob-Böhme-Bund und der Organisation zur Umwandlung des Kinos e.V.
Bildquelle: Organisation zur Umwandlung des Kinos e.V.
Der Jakob-Böhme-Bund, gegründet im Juli 1920 in Görlitz von Joseph Anton Schneiderfranken und Fritz Neumann-Hegenberg, versammelte Künstler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel war es, eine neue Sakralkunst zu schaffen. Die Beerdigung Neumann-Hegenbergs markierte 1924 das Ende des Bundes. Die neue filmische Rekonstruktion soll die Ereignisse von damals lebendig halten und auf den Tag genau hundert Jahre später stattfinden.
Aufruf zur Teilnahme
Die Organisatoren rufen die Görlitzer Bürger zur Teilnahme an der Rekonstruktion auf. Alle Teilnehmer sollen Trauerkleidung im Stil der 1920er Jahre tragen, um ein authentisches Bild zu schaffen. Die Veranstaltung wird mit analogen Kameras festgehalten, um den historischen Charakter zu bewahren. „Die damalige Beerdigung war eine gut besuchte Veranstaltung. Wir hoffen, dass auch diesmal viele Görlitzer teilnehmen, um dieses bedeutende Ereignis zu unterstützen“, so die Veranstalter.
Kulturhistorische Bedeutung
Die Beerdigung wird nicht nur eine filmische Rekonstruktion, sondern auch ein Teil der Retrospektive „Die Suchenden – Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes (1920-1924)“, die vom Kulturhistorischen Museum in Görlitz im Kaisertrutz organisiert wird. Diese Ausstellung läuft vom 4. Mai bis 17. November 2024 und beleuchtet die künstlerische und geistige Suche der damaligen Zeit.
Weitere Informationen und historische Dokumente sind im virtuellen Archiv unter verlagmagischeblaetter.eu einsehbar. Die Veranstalter betonen, dass die Beteiligung der gesamten Stadt Görlitz entscheidend für das Gelingen dieses Projekts ist und rufen zur Unterstützung auf.
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- Erstellt am 19.07.2024 - 09:25Uhr | Zuletzt geändert am 19.07.2024 - 10:15Uhr
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