Niederschlesien im Aufbruch: Ein Streifzug durch Görlitz' industrielle Vergangenheit

Niederschlesien im Aufbruch: Ein Streifzug durch Görlitz' industrielle Vergangenheit

Görlitz, 13. September 2023. Das Schlesische Museum zu Görlitz lädt zu einer spannenden Zeitreise in die schlesische Industriegeschichte ein. Die neue Sonderausstellung „Niederschlesien im Aufbruch“ ist vom 16. September 2023 bis zum 14. April 2024 zu sehen.

Modell eines Kohlezugs: Ein Blick auf die industrielle Vergangenheit entlang der Schlesischen Gebirgsbahn.

Foto: René Pech

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Industrielle Impulse durch die Schlesische Gebirgsbahn

Industrielle Impulse durch die Schlesische Gebirgsbahn

Kurator Alexander Szalapski: Das Gesicht hinter der Sonderausstellung „Niederschlesien im Aufbruch“

Foto: Ines Eifler

Am 15. September 2023 um 19 Uhr findet die Eröffnung der Ausstellung statt. Im Zentrum steht die Schlesische Gebirgsbahn von Görlitz nach Waldenburg (Wałbrzych), die 1867 eröffnet wurde. Diese Eisenbahnlinie war entscheidend für den industriellen Aufstieg der Region und förderte Gewerbe von Taschentuchherstellung bis hin zu Porzellan und Möbeln.


Das Herz der Ausstellung: Gewerbe und Erfindungen


Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl von Erzeugnissen, die entlang der Bahnlinie produziert wurden. In Görlitz zum Beispiel fanden Dampfmaschinen und Dampfturbinen weltweit Abnehmer. Lauban (Lubań), bekannt als die „Taschentuchstadt“, stellte rund 90 Prozent aller in Deutschland produzierten Taschentücher her. Auch Robert Ruscheweyh aus Langenöls (Olszyna) hat seinen Platz in der Ausstellung. Er erfand den Ausziehtisch und hatte das weltweit erste Patent dafür.


Ein Begleitprogramm mit Tiefgang


Für diejenigen, die mehr erfahren möchten, bietet die Ausstellung ein umfangreiches Begleitprogramm. Führungen durch die Ausstellung sind am 29.9. und am 13.10.2023 jeweils um 18 Uhr geplant. Werksführungen durch das Turbinenwerk Görlitz finden an vier Terminen statt. Auch Wanderungen entlang der Schlesischen Gebirgsbahn sind Teil des Programms.


Alle Details finden Sie auf der Website des Museums.


Der Endpunkt der Reise ist Waldenburg, einst eine Industriestadt, die bekannt für ihre Kohle- und Porzellanproduktion war. Die vom Historiker Alexander Szalapski kuratierte Ausstellung bietet einen detaillierten und vielseitigen Blick auf eine Region, deren industrielle Bedeutung weit über die Grenzen Schlesiens hinausreichte. Ein reich illustrierter, zweisprachiger Katalog und ein breites Begleitprogramm mit Vorträgen und Führungen runden das Angebot ab. Ein Muss für alle, die mehr über die facettenreiche Geschichte dieser dynamischen Region erfahren wollen.

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  • Quelle: red / Schlesisches Museum zu Görlitz
  • Erstellt am 05.09.2023 - 14:46Uhr | Zuletzt geändert am 13.09.2023 - 10:00Uhr
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