Zu Hause ist’s am gemütlichsten

Zu Hause ist’s am gemütlichstenGörlitz, 9. Januar 2022. Dunkelheit und Kälte, dazu oft Einsamkeit: Wie kommt man damit zurecht? Während im familiären Umfeld Verwandte in der Coronazeit meist näher zusammengerückt sind, müssen insbesondere Singles, wenn sie keine intensiven Bindungen haben, schauen, wie sie mit den langen Abenden umgehen.

Foto: Rocco Stoppoloni, Pixabay License

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Zeit für sich selbst bei Kerzenschein

Zeit für sich selbst bei Kerzenschein

Aus langen Winterabenden das Beste machen: Zeit für ein gutes Buch und für sich selbst

Foto: giselaatje, Pixabay License

Gut hat es schon einmal, wer eine gemütliche Wohnung sein eigen nennt. Das Nonplusultra in der Winterzeit ist ein Kaminofen, in dem die Flammen lustig springen und der gemütliche Wärme ausstrahlt. Dann bringt der Abend oder schon der lange Nachmittag die Zeit, einmal an sich selbst zu denken und innerlich herunterzufahren.

Dazu braucht es nicht viel mehr, als sich einfach nur darauf einzulassen. Vielleicht war ja unter den Geschenken zur Weihnachtszeit eine Juwelkerze? Nun ist die richtige Zeit, sie zu entzünden, damit sie ihr Geheimnis preisgibt – denn das ist der Clou: Jede aromatisch duftende Juwelkerze verbirgt ein echtes Schmuckstück – Ohrring, Halskette, Ring oder Armband – aus 925er Sterling Silber, manchmal sogar mit 18 Karat vergoldet, selbstverständlich von Aluminiumpapier geschützt, wenn die Flamme es nach und nach freilegt.

Um die Stimmung perfekt zu machen, ist jetzt noch der duftende Lieblingstee oder ein Glas vom Lieblingswein gefragt, um sich schließlich in jenes Buch zu vertiefen, das man schon seit langem lesen wollte. Natürlich kann man auch am TV-Gerät schauen, was einem gefällt, doch um wirklich runterzufahren dürfte das Buch die bessere Alternative sein.

Bücher entdecken

Wer mit dem Lesen ein wenig aus der Übung ist, kann sich in Buchhandlungen Rat holen, in Bibliotheken übrigens auch. Und wer die gemütliche Stimmung nicht ganz allein zu Hause zelebrieren möchte, sollte – wenn gerade in Görlitz – seine Schritte in die Weberstraße lenken, wo Jana Krauß ihr "Art Goreliz Café und Buchhandlung" betreibt.

Ihre Buchtipps ersparen die riskante Auswahl aus Katalogen, wo man halt immer mal danebengreifen kann. Im Art Goreliz jedenfalls erlebt die Nase einen Doppeleffekt: Während sie wohlfühltief in einem Buch steckt, wird sie zugleich vom Duft des Kaffees betört. Solche Buchhandlungen zum Schmökern müsste es viel öfter geben, aber Görlitz kann sich glücklich schätzen, diese eine zu haben.

Bücher findet man freilich auch in den anderen Görlitzer Buchhandlungen, sie alle laden zum Stöbern ein – und natürlich zum Kaufen, denn Bücher fühlen sich in Gesellschaft am wohlsten. "Zeige mir deine Bücher und ich sage dir, wer du bist!", da ist schon was dran.

Kulturzuschlag:
In der Redaktion hat die Juwelkerze für Erinnerungen gesorgt: Wer kennt noch den DEFA-Fernseh-Dreiteiler "Das Licht der schwarzen Kerze" von 1972, gedreht unter der Regie von Peter Hagen nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Held? Vor allem bemerkenswert ist hier die Filmmusik von Walter Kubiczek. Der komponierte übrigens auch die nicht minder erfolgreiche Musik für "Das unsichtbare Visier" mit Armin Mueller-Stahl. Während "Das Licht der schwarzen Kerze" im spanischen Bürgerkrieg angesiedelt war, sollte "Das unsichtbare Visier" mit 16 in den Jahren von 1973 bis 1979 ausgestrahlten Folgen die Auslandsspionage der Stasi sympathisch machen.

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  • Quelle: TEB | Foto Kerze am Fenster: sunbeamphoto / Rocco Stoppoloni, Pixabay License; Foto mit Buch: Nederlands / giselaatje, Pixabay License
  • Erstellt am 09.01.2022 - 08:49Uhr | Zuletzt geändert am 09.01.2022 - 09:31Uhr
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