"Regionalia Spezial" auf Neiße Filmfestival

"Regionalia Spezial" auf Neiße FilmfestivalGroßhennerdorf, 18. September 2020. Das Neiße Filmfestival verzeichnet in seiner Filmreihe "Regionalia Spezial" in diesem Jahr eine besondere Filmaufführung: Am Sonntag, dem 27. September 2020, ist um 14 Uhr im Filmtheater Ebersbach der Film "Gundermann Revier" von Grit Lemke aus dem Jahr 2019 zu sehen.

Berufliche Wirkungsstätte von Gundermann: Baggerfahrer im Braunkohletagebau

Bildquelle: Neiße Filmfestival

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Die Stasi schätzte ihn als "prinzipiell eigenwillig" ein

Der Film um den Baggerfahrer, Singer-Songwriter und zeitweisen SED-Genossen und Stasi-IM "Grigori" Gerhard Gundermann erhebt den Anspruch zu zeigen, wie der Osten, speziell im Lausitzer Braunkohlerevier und ausgehend vor allem von den Siebziger- und Neunzigerjahren, tickt. Ort dafür ist Hoyerswerda mit seinen in der "DDR"-Zeit errichteten Wohnkomplexen (WK), deren Nummerierung noch heute als Bezeichnung der Stadtviertel dient. Diese sozialistische Wohnstadt ist tatsächlich der Hintergrund für Gundermanns Biografie.

Nach der Aufführung gibt es ein Filmgespräch mit Regisseurin Grit Lemke, anschließend ab ungefähr 16.15 Uhr eine offene Bühne. Dazu eingeladen sind alle, die einen Text oder ein Lied von oder über Gundermann vortragen möchten. Solche Beiträge müssen bis zum 20. September 2020 bei patrick.weissigx@xkunstbauerkino.de (Spamschutz: beide "x" entfernen) angemeldet werden.

Das 17. Neiße Filmfestival findet als "Wild Edition" in diesem Jahr vom 24. bis zum 27. September statt. Wegen der Corona-Pandemie musste der Festivaltermin vom Mai in den September verschoben werden. Dadurch gibt es Änderungen im Programm, vor allem weniger Filmreihen und überwiegend Spielorten in Deutschland. An nun vier Festivaltagen erwarten das Publikum rund 60 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme sowie ein kleines Rahmenprogramm, zu dem beispielsweise Ausstellungen, Filmgespräche und Konzerte gehören.

Programm:
www.neissefilmfestival.net

Schirmherren des 17. Neiße Filmfestivals sind Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Martin Půta, Hauptmann der Region Reichenberg (Liberec), und Rafał Gronicz, Bürgermeister der Stadt Zgorzelec. Fördermittel sind im Spiel und fließen aus vielen Quellen: Das 17. Neiße Filmfestival wird gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, vom Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, vom Landkreis Görlitz, von der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, von der Mitteldeutschen Medienförderung, vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, von der Bundesstiftung Aufarbeitung, von der Region Reichenberg, von der Stadt Zittau, der Stadt Görlitz und der Stadt Herrnhut. Finanziert wird das Festival auch durch Steuermittel aus dem Haushalt, den die Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen haben.

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  • Quelle: red | Bildquelle: Neiße Filmfestival
  • Erstellt am 17.09.2020 - 14:18Uhr | Zuletzt geändert am 18.09.2020 - 05:33Uhr
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