Eisernes Kreuz wieder da

Eisernes Kreuz wieder daGörlitz, 10. Oktober 2019. In Ludwigsdorf trägt das sogenannte Kriegerdenkmal wieder sein Eisernes Kreuz. Es war im Jahr 2014 abgenommen worden, weil es beschädigt war und die Gefahr bestand, dass es vom Denkmal stürzt. Im vergangenen Winter wurde es nun fachgerecht restauriert, wobei die verrosteten Stahlbandagen entfernt, das Kreuz gereinigt und wieder zusammengesetzt wurde. Montiert wurde es in der vorletzten Woche, so lange hatte es gedauert, weil dazu eine Hubarbeitsbühne nötig war.

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Als Auszeichnung hat das Eiserne Kreuz ausgedient

Die Görlitzer Ortschaft Ludwigsdorf hat gleich zwei Kriegerdenkmale: Eins für die im Ersten Weltkrieg getöteten Soldaten und eins, das nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 für die darin zu Tode gekommenen Soldaten errichtet wurde und zugleich an die Toten des Deutschen Krieges (Preußisch-Österreichischer Krieg) von 1866 erinnert. Letzteres hat nun sein Eisernes Kreuz zurück.

Das nun wieder angebrachte Eiserne Kreuz enspricht der Reinzeichnung von Karl Friedrich Schinkel von 1813, die er nach einer Skizze von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen angefertigt hatte. Der König hatte das Eiserne Kreuz als Auszeichnung während der Befreiungskriege gegen die napoleonische Fremdherrschaft eingeführt. Das Eiserne Kreuz war die erste militärische Auszeichnung, für die der Stand oder militärische Rang des Ausgezeichneten ohne Bedeutung ist.

Die Gestaltung des Eisernen Kreuzes kehnt sich an das Tatzenkreuz des Deutschen Ordens an. Damit wurde der 1813 beginnende Krieg in die Tradition der Kreuzüge gerückt religiös aufgeladen. König Friedrich Wilhelm III. verleih das allererste Eiserne Kreuz 1913 posthum seiner Gattin Luise, die von vielen verehrt wurde.

Immer, wenn die Waffen zu klirren begannen, ließen die Deutschen das Eiserne Kreuz wieder aufleben, so 1870/71, 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945.

heute findet sich das Eiserne Kreuz in mehreren Verbandsabzeichen der Bundeswehr, zugleich dient es als Signet der Bundeswahr insgesamt, allerdings konnten sich Bestrebungen, es wieder als Auszeichnung einzuführen, nicht durchsetzen.

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  • Quelle: red/TEB | Foto: Stadtverwaltung Görlitz, Sachgebiet Stadtrgrün
  • Erstellt am 10.10.2019 - 11:07Uhr | Zuletzt geändert am 11.10.2019 - 10:02Uhr
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