Turisede feierte das TURISEDUM 2019

Turisede feierte das TURISEDUM 2019Turisede bei Görlitz, 24. Juni 2019. Es hat wieder funktioniert, die TURISEDUM genannte Zeitreise zur Sommersonnenwende. Wie im Vorjahr ging es 1.000 Jahre rückwärts, diesmal also ins Jahr 1019, als die Turiseder nichts anderes im Sinn hatten, als zu spielen, zu schlemmen und sich je nach Vorliebe mit wunderschönen Feen oder mystischen Waldwesen zu verlustieren. Ort des Geschehens war die "Geheime Welt von Turisede", genauer gesagt das Festgelände zwischen dem Scharchum&Schlafum-Campingplatz (Wanderzelte) und der wiederum erweiterten Baumhausgalerie im Erlensumpf, jeweils gleich neben dem Seh-Café und der turmhohen Camera Obscura in Nieder Bielau (Bielawa Dolna).
Abbildung oben: "Komm wieder am Abend!", raunte die Fee dem Besucher ins Ohr. Das Risiko dabei: Wer sich darauf einlässt, sieht danach womöglich aus wie ihr Kollege

Ein Tag oder Wochenende in einer entspannt-fröhlichen Welt

Ein Tag oder Wochenende in einer entspannt-fröhlichen Welt

Am Spieltisch noch konzentriert und gesittet, in der Arena beim Kampf um den Sack entfesselt und wild

Thema: Turisede

Turisede

Die frühere Kulturinsel Einsiedel ist inzwischen aufgegangen in der Geheimen Welt von Turisede, dem wenige Kilometer nördlich von Görlitz gelegenen Ferienresort für Abenteuer und Kultur für Kinder und Erwachsene. Hier gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten, vom 1. Deutschen Baumhaus-Hotel bis zum Vögelbaumbett und zum Campingplatz. Einige der Angebote: Das KRÖNUM ("Theater zum Essen"), Spiellandschaften, Turisede-Museum, Zauberschloss, Geheimgänge, Schatzsucherspiel, Piratenschiff, Feuerschenke, Galeriecafé, Erlebnisdorf Bielawa Dolna mit Seh-Café und geheimem VERSTECKUM, Baumhausgalerie u.v.a.m. Thematische Höhepunkte sind das Auenlandorakel und die Feuerlohen der Wünsche zur Sommensonnenwende, das FUNKELORUM zur Walpurgisnacht, das FOLKLORUM – Festival der Turisedischen Festspiele, das HÖLLOWUM und das SPIELUM.

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Der Görlitzer Anzeiger hatte das nach dem FOLKLORUM – Festival der turisedischen Festspiele (6. bis 8. September 2019) vielleicht wichtigste Ereignis im turisedischen Erdkreis kurzfristig angekündigt, doch offenbar war bereits zuvor die LARP-Szene elektrisiert von der Möglichkeit, ins alte Turisede einzutauchen. LARP steht für Live Action Role Playing, also Spiele, bei denen die Mitspieler in eine selbsterdachte, andere Identität schlüpfen und diese Rolle dann verkörpern.

Wie in Turisede üblich hatten sich die Teilnehmer in Sippen organisiert, die in reichlich verrückten Spielen gegeneinander antraten, ob nun am Tisch, in eigens erreichteten Spielzelten oder im offenen Wettkampf in der Arena. Für das, was da ablief, gab es nur eine einzige Garantie, nämlich die auf Spaß und Lachen! Gelingt es, den Mann vom Brett ins Wasser zu schütteln? Welche Sippe gewinnt den Kampf um den Sack? Wer merkt sich die Ziffern, um nach ihnen zu hüpfen?

Weil das alles immens Kraft kostet, war ein tolles Buffet nach alter Art aufgebaut, dazu Feuer unterm Suppentopf und etliche Feuerchen im großen Backofen. Der erlaubte es, sich seine Pizza selber zu belegen und zu backen. Neben einem eigenen Gemüsetisch wurde immer wieder aufgefahren, wonach es gelüstete, so riesige Brote, Putenpfannen, Würste und Schweine. Letztere hatte Bäckermeister Tschirch persönlich gebracht, woraufhin er samst Kindern von den Turisedern kurzerhand integriert wurde.

Die Gäste waren teils schon am Freitag angereist, um den Abend gemeinsam zu verbringen. Gekommen waren sie aus allen Himmelsrichtungen, vom Chiemsee, aus Münster, aus Berlin, aus Tschechien und Polen sowieso.

Nach einem Tag voller Spiele und unerwarteter, schöner Erlebnisse dann die letzte Aufgabe: Mit Feuerrinnen wurde ein riesiger Scheiterhaufen entzündet und kurz darauf ein neuartiges, mächtig gewaltiges Feuerringpendel. Und weiter brannte es: Feuertänzer traten auf mit einer verwegenen Feuershow, mit irrsinnigem Tempo und immer wieder knapp am Aufflammen der Tänzerinnen und Tänzer vorbei. Der Dudelsack, der die Stimmung seit dem Morgen immer wieder angeheizt hatte, kam noch einmal zum Einsatz, als zu später Stunde eine Tänzerin erschien und bewies: Unter den Klamotten sahen die Turiseder, also zumindest die Turisederinnen, vor 1.000 Jahren nicht anders aus als die heutigen.

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Ergebnis: Sind Zeitreisen grundsätzlich möglich?

ja (33.3%)
 
nein (42.3%)
 
vielleicht (24.4%)
 
Nichtrepräsentative Umfrage
Umfrage seit dem 24.06.2019
Teilnahme: 78 Stimmen
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  • Quelle: REB | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 24.06.2019 - 08:30 Uhr
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