Bürgerbefragung zur Görlitzer Kultur im Jahr 2030

Bürgerbefragung zur Görlitzer Kultur im Jahr 2030Görlitz, 27. Januar 2019. Seit vorgestern ist der Entwurf der Kulturentwicklungsplanung (KEP) online verfügbar. Dazu sagte Kulturbürgermeister Dr. Michael Wieler: "Wir hoffen, dass viele Görlitzer die Möglichkeit nutzen, sich mit der Kulturplanung für die nächsten Jahre zu befassen und uns ihre Meinung, Gedanken und Vorschläge dazu mitzuteilen. Nur eine wirkliche Beteiligung unserer Bürger bei der Erarbeitung der Kulturentwicklungsplanung stellt sicher, dass die dort festzuschreibenden Ziele auch gemeinsam erreicht werden können."
Abbildung oben: Görlitzer Straßenkultur ist auch 2030 ohne den Redaktions- und Direktionswagen des Görlitzer Anzeigers undenkbar. Der Görlitzer Anzeiger kann es doch nicht der Politik allein überlassen, blauen Dunst zu erzeugen!

Vision und Realismus ausbalancieren

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Kulturentwicklung: Das Görlitzer Rathaus muss bunter werden!

Thema: Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung

Lokalpolitik ist im besonderen Maße bürgernahe Politik. Wie gut sie gelingt hängt wesentlich davon ab, wie Stadträte und Verwaltung kommunizieren und wie intensiv sich die Bürger einbringen, beispielsweise im Zuge der Bürgerschaftlichen Beteiligung. In Görlitz soll es deren Ziel sein, dass die Bürger über die wichtigsten Projekte und Entscheidungen ihrer Stadt informiert werden sowie sich aktiv an politischen Entscheidungen beteiligen können und somit bei der Gestaltung ihres Lebensumfeldes mitwirken. Dabei sollen Beteiligungsräume es den Einwohnern ermöglichen, in einem definierten Rahmen und Verfahren Entscheidungen für ihr unmittelbares Wohnumfeld zu treffen.

Dr. Wieler hatte im Jahr 2018 zusammen mit Fachpartnern die neue Kulturentwicklungsplanung für Görlitz erarbeitet und ein 40 Seiten dickes Konzept vorgelegt. Auf dieser Grundlage sollen die Zivilgesellschaft und die Stadtverwaltung Regeln festlegen und Schritte erarbeiten, mit denen Görlitz bis zum Jahr 2030 auf kulturellem Gebiet fokussiert entwickelt wird. Stichworte sind "Kräfte bündeln", "Synergien etablieren" und die Lebensqualität für die Bürger zu erhöhen.

Um die kulturellen Ziele bis ins Jahr 2030 mit dem richtigen Maß an Realismus und Vision zu definieren, soll in den nächsten Wochen die KEP den Görlitzer Bürgern vorgestellt werden. Dafür hat die Stadtverwaltung mit Fachleuten aus der Kultur- und Vereinsszene die 2003 erarbeitete Kulturentwicklungsplanung fortgeschrieben. "Die damals beschlossenen Zielvorstellungen haben zwar auch heute noch überwiegend Bestand, allerdings weist die nun zu diskutierende Kulturentwicklungsplanung gegenüber der Planung aus 2003 drei Vorteile auf: Sie gibt eine klare Orientierung über Stärken und Schwächen jedes einzelnen Handlungsfeldes, sie zeigt Grenzen der städtischen Planung auf und sie wird bei der Weg- und Zieldefinition konkret", erläuterte Dr. Wieler.

Die Kulturentwicklungsplanung 2003 hatte mittels einer Umfrage viele Aspekte einer Kulturentwicklung zusammengetragen und zudem Wünsche definiert. Jedoch hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass ohne genaue Festlegungen und Verantwortlichkeiten die Ziele nicht oder nur unvollständig erreicht werden konnten. Deshalb behandelt der neue Ansatz für die Kulturentwicklungsplanung der Stadt ausschließlich jene Bereiche, auf die Stadtpolitik, Stadtverwaltung und die jeweiligen Partner der Zivilgesellschaft auch tatsächlich Einfluss haben.

So können sich die Görlitzer beteiligen

Ende April 2019 soll die Kulturentwicklungsplanung vom Görlitzer Stadtrat beschlossen werden. Bis dahin sind mehrere Etappen der Bürgerbeteiligung geplant.

So wird es im Anschluss an die Online-Beteiligung, die bis zum 21. Februar 2019 möglich ist, einen Workshop zu drei Themenfeldern geben, die sich für eine öffentliche Befassung besonders eignen:
  • das Bürgerschaftliche Engagement im Kulturbereich,
  • die Jugend- und Soziokultur und
  • die Veranstaltungen im öffentlichen Raum.

Gemeinsam mit Fachleuten und Bürgern will die Stadt die in der KEP formulierten Vorschläge in diesen Handlungsfeldern diskutieren und präzisieren. Die Ergebnisse der Online-Beteiligung und des Workshops werden in einer weiteren öffentlichen Veranstaltung im März den Politikern und der interessierten Stadtgesellschaft vorgestellt, bevor die KEP ihre endgültige Fassung erhält und sich die politischen Gremien offiziell mit dem Beschluss der Kulturentwicklungsplanung befassen können.

Meinungen und Vorschläge einbringen!
Das geht direkt über die Homepage https://www.goerlitz.de/Goerlitzer-Kultur-2030.html, per Mail an kulturentwicklungsplanung@goerlitz.de und per Post an das Büro des Kulturbügermeisters, der seine Amtsstube im Rathaus auf dem Untermarkt 6-8 in 02826 Görlitz hat.

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  • Quelle: red | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 27.01.2019 - 10:06 Uhr
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