Wer ist Antoinette?

Wer ist Antoinette?Görlitz, 17. Juli 2018. Kaum ist in der Stadthalle Görlitz die Ausstellung "Mythos Europa" eröffnet (der Görlitzer Anzeiger berichtete ausführlich), wird spekuliert: Wer verbirgt sich hinter der Künstlerin Antoinette? Der Görlitzer Anzeiger hat recherchiert und das bemerkenswerte Schaffen der Künstlerin und ihre Ausstellungen zusammengetragen.
Abbildung: Antoinette während der Vernissage zu "Mythos Europa" am 13. Juli 2018 im Gespräch mit dem Schirmherrn der Ausstellung, dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.

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Der Weg der Meisterschülerin

Thema: Ausstellungen in Görlitz und Umgebung

Ausstellungen in Görlitz und Umgebung

Görlitz verfügt nicht nur über fast 4.000 Baudenkmale, sondern ist eine Stadt der Museen und Ausstellungen. Hier befinden sich beispielsweise das Kulturhistorische Museum, das Schlesische Museum zu Görlitz, das Museum der Fotografie und das Senckenberg Museum für Naturkunde, im polnischen Teil der Europastadt das Lausitz-Museum. Darüber hinaus gibt es häufig Sonderausstellungen an anderen Orten, auch im Umland der Stadt.

Antoinettes Weg als professionelle Künstlerin beginnt Mitte der Siebzigerjahre mit dem Studium an der angesehenen Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und setzt sich von 1979 bis 1984 mit dem Studium an der nicht minder renommierten Kunsthochschule Berlin-Weißensee fort. Unmittelbar nach dem Studium kauft sie in der Uckermark die Wassermühle des Dörfchens Dauer, die sie zu einem Kunstzentrum umgestaltet. Hier organisiert sie die in den Jahren bis 1987 die DAUER _KUNST _FESTSPIELE als Begegnung von Künstlern, Umweltschützern, Journalisten und Wissenschaftlern aus Ost und West; zeitweise sind bis zu 300 Teilnehmer dabei.

Weitere Stationen:

  • 1985: Erste Außenwandbemalungen
  • 1986: Bühnenbild zu Brechts "Mann ist Mann" in Potsdam-Babelsberg
  • 1990: Bühnenbild zu "Fisch zu viert" am Theater Anklam / Installation "Frühstück für zwei Engel"
  • 1991: Meisterschülerin an der HGB Leipzig bei Bernhard Heisig / Performance und Installation "Frühstück für zwei Engel" im Berliner Kunsthaus Tacheles
  • 1992: Installation "Frühstück im Ehebett"
  • 1994: Gastdozentur an der Universität Dortmund
  • 1995: Buch "Die Liebe der Heiligen Frauen" mit 16 Lithographien zum Hohelied Salomo / 300 Quadratmeter große Wandmalerei in der Weinbrennerei Wilthen zum Thema sorbische Mythologie
  • 1996: 20 Quadratmeter großes Wandbild aus Mosaik und Malerei zum Thema "Deutsche Märchen" in Strodehne/Mark Brandenburg
  • 1997: Wandbild aus Mosaik und Malerei zum Thema "Europa" in der Europaschule Gladenbach/Hessen
  • 1998: Bildzyklus "Tarot der Europa"
  • 2000 bis 2003: mehr als hundert lebensgroße Porträts "Berliner Sittengemälde" (Pastelle auf Papier)
  • 2003: Beginn der Arbeit an Bronzeskulpturen, Portraits und Keramiken
  • 2006: Eröffnung des Berliner Salons ANTOINETTE
  • 2007: Porzellanentwürfe für die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin
  • 2008: Serie "Pool-Landschaften"
  • 2009: Foodart
  • 2010: Serie "Schwimmen im Geld", Herzensgeld
  • 2011: Serie Kunstaktien
  • 2012: Kunstpreis der deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse
  • 2013: Finale Kunstpreis Phönix
  • 2014: große Serie Landschaftsmalerei in Südtirol, Italien
  • 2015: Auf den Spuren Cézannes – Von Aix-en-Provence nach Eberswalde
  • 2017: Übersiedlung von Eberswalde nach Leipzig

Mythos Europa
  • 2016: Start der Ausstellungtournee "Mythos Europa" in der Temporären Kunsthalle Eberswalde, eine Retrospektive aus 30 Jahren künstlerischer Auseinandersetzung mit der kulturellen Identität Europas
  • 2017: Ausstellung "Mythos Europa" in der Galerie B9 in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec – Preview-Ausstellung für 2018
  • 2018: Ausstellung "Mythos Europa" im Museum Montanelli, Prag
  • 2018: Ausstellung "Mythos Europa" in der Stadthalle Görlitz, anschließend in Wien
  • Vorschau: 2019 bis 2023 Ausstellungstournee "Gesichter der Europa" in Frankreich, Niederlanden, Italien, Schweiz und Griechenland

Vorangegangene Ausstellungen
  • 1987: Berlin/West, Galerie Kreuzberg
  • 1988: Prenzlau, Galerie des Kulturbundes
  • 1990: Berlin, Galerie am Chamissonplatz / Leipzig, Galerie Nord
  • 1991: Berlin, Galerie im Kulturhaus Treptow
  • 1992: Jena, Galerie unterm Markt / Leipzig, Galerie Mädlerpassage (Meisterschüler der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) / Dortmund, Galerie Türke
  • 1993: Potsdam, Galerie Kunst im Denkmal e.V. / Berlin, Galerie Strausberger Platz / Hamburg, Studiogalerie Heinz Maschmann
  • 1994: Dresden, Galerien Kunst der Zeit ( mit Johannes Heisig und Baird Cornell) / Dresdner Bank Aschersleben / Leipzig, Bayerische Vereinsbank / Berlin, Viadukt Bauträgergesellschaft
  • 1995: Dresden, Galerie Camue / Schwarzenberg, Galerie S (heute Galerie Silberstein, mit Johannes Heisig)
  • 1996: Leipzig, Schauspielhaus, Mappenwerk "Die Liebe der Heiligen Frauen" / Berlin, Galerie Deschler
  • 1997: unter anderem Frankfurt am Main, BfG-Bank, mit Johannes Heisig
  • 1998: Leipzig, Galerie Andreas Purschwitz / Hannover, Galerie Cornelia Priess / Hamburg, Galerie Maschmann (mit Johannes Heisig) / Galerie Schloss Basthorst
  • 1999: Kunstverein Bad Salzdetfurth, "Das Tarot der Europa"
  • 2000: Neuer Sächsischer Kunstverein, Dresden / Englische Kirche, Bad Homburg
  • 2002: Kunsthalle Arnstadt
  • 2003: Museum für Stadtgeschichte Nikolaikirche Berlin, "Sittengemälde"
  • 2004: Washington, Goethe-Institut, German Historical Institut, German Marshall Found / Kunstfreunde Bergstrasse e.V., Alsbach-Hähnlein
  • 2005: New York, Goethe-Institut / Berlin, Auisstellungsbeteiligung im Museum Ephraim Palais / Im Spiegelgarten, Kunst Kontor Friederike Sehmsdorf, Falkensee
  • 2006: Ausstellungen in Ascona, Potsdam und Wernigerode / Filmpremiere von Claus Krügers "ANTOINETTE" / Einweihungsfilm Bronze Hanna Renata Laurien
  • 2007: "Malerei, Grafik und Skulptur", Mediclin, Coswig
  • "Sommergäste", Galerie Atelier Kunst-Kontor-Sehmsdorf, Potsdam
  • 2008: "Aus lauter Liebe", Galerie Elisabeth Schwarz, Berlin / "Kinder, Kram & Spiel", Galerie KUNST KONTOR Sehmsdorf, Potsdam / "Leipziger Jahresausstellung", Leipzig
  • 2009: "ANTOINETTE", Kunsthaus Schöne, Andernach
  • "Malerei, Zeichnung, Plastik" in der Galerie CasArte, Aschaffenburg, der Kunsthalle Arnstadt und in der Galerie Könitz, Leipzig / "Portrait of the Artist(s) at Fridey Mickel on Friday", Berlin
  • 2010: "ANTOINETTE & Johannes Heisig", Galerie im Fürstenlager, Kunstfreunde Bergstraße, Bensheim / "ANTOINETTE", Malerei & Skulpturen, Galerie Sophien Edition Berlin / "ANTOINETTE", Malerei, Zeichnungen, Galerie Absolut Plus Berlin
  • 2012: Galerie Epikur, Wuppertal / Art Karlsruhe, Galerie Epikur

Angesichts dieses Schaffens: Wozu braucht's noch einen bürgerlichen Namen?



















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  • Quelle: TEB | Foto: Matthias Wehnert
  • Erstellt am 17.07.2018 - 09:08Uhr | Zuletzt geändert am 17.07.2018 - 14:34Uhr
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