Er ist wieder da!

Er ist wieder da!Görlitz, 1. Mai 2017. Er ist wieder da – das völlig fördermittelabstinente rollende Görlitzer Baudenkmal, der Direktions- und Reportagewagen des Görlitzer Anzeigers, die Touristenattraktion schlechthin! Schon kursieren erste Fotografien, wo überall der Wagen – dem selbstfahrende Eigenschaften nachgesagt werden – gesichtet wurde. Mit diesem Auto stellt sich der Görlitzer Anzeiger dem Thema E-Mobilität: In Ermangelung des berühmt-berüchtigten Keilriemens und einer strumpfhosenbehosten Dame (Kenner wissen, was gemeint ist) lief der Trabant auf seinem ersten Frühlingsausflug bei zum Glück kühler Luft rein auf Batteriestrom, zumindest, was die Zündung betrifft.

Zielstrebig führte der Autopilot die gesamte Redaktionsmannschaft zu Mannis Tanke, der Görlitzer Institution für alle zu spät (oder zu früh) gekommenen Bedarfsträger

Foto: © Görlitzer Anzeiger

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Parken vor wichtigen Institutionen der Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec

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Ja, erst ist wieder da – und sogar am hellerlichten Tage!

Foto: © Görlitzer Anzeiger

Wer mit diesem Trabanten durch die Europastadt fährt, muss sich wie ein medialer Heilsbringer fühlen: Überall verharren die Menschen, beginnen zu lächeln und – vor allem auf der polnischen Seite – heben die Hand zum Gruß. Würden Sie das tun, wenn sie eine Regionalzeitung aufschlagen?

In der Tat konnte der erste Trabiausflug des Jahres nicht völkerverbindender sein, das mögliche Lebensgefühl in der Neißemetropole nicht besser widerspiegeln. Stellen Sie sich vor, was geschehen ist: Auf dem Weg zwischen dem deutschen und dem polnischen Stadtteil hämmert das geliebte Radio Wrocław (der unterhaltsam-intelligente Breslauer Ortsfunk) "Highway To Hell", der Motor macht nicht dieses Nähmaschinengeräusch eine Viertakters, sondern heult wie die Turbine einer MiG-15 ( МиГ-15) und die frühlingshaft angezogenen polnischen Frauen fragen, ob sie einsteigen dürfen... Ach sorry, Letzteres war Fantasie.

Kenner des Görlitzer Anzeigers fragen nun, was aus dem sonst weithin sichtbaren Dachschild des Nachrichten-Kfz geworden ist. Peinlich: Dreimal wurde versucht, den Trabi mit aufmontiertem Schild in die Garage zu fahren – unter anderem mit viel Schwung, weil das Auto nicht rein wollte. Irgendwie ist der Trabi jetzt skalpiert und, hm, das Schild sieht jetzt ganz anders aus.

Wer dem Trabi des Görlitzer Anzeigers, gebaut im Revolutionsjahr 1989, in der Stadt begegnet, sollte bedenken: Anstupsen bringt Glück!

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  • Quelle: TEB | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Erstellt am 01.05.2017 - 15:42Uhr | Zuletzt geändert am 17.01.2020 - 10:22Uhr
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