Ist ein Görlitzer Kernpunkt in Gefahr?
Görlitz, 3. Juni 2015. Von Danielle Höfler. Was wird aus dem künstlerischen Raum im Haus am Obermarkt 26? Diese Frage will die Interessengemeinschaft Verrätergasse beantworten, die sich am 1. Juni 2015 offiziell gegründet hat. Zur Interessengemeinschaft zählen sich nicht nur in der Stadt bekannte Künstler wie das Mitglied des Deutschen Werkbund Fabian Bonig, sondern auch Musiker, Kulturmanager, Maler, Handwerker und darstellende Künstler. Seit Mai diesen Jahres ist das Haus offiziell ein Projekt des Deutschen Werkbunds, mit dem die Interessengemeinschaft eng zusammenarbeiten wird. Hauptansprechpartner ist dabei Prof. Dr. Roland Günter, ehemaliger Vorsitzender des Werkbunds Deutschland.
© Foto: Görlitzer Anzeiger
Prof. Günter: "Ein in Europa einzigartiger künstlerischer Raum"
In einem Gespräch heute Morgen nannte Günter das Haus am Obermarkt 26 "eine Vision, die aus der Wirklichkeit entstanden ist, einer Vision für die Stadt, die der Stadt nicht genommen werden darf." Das Haus am Obermarkt 26 ist nicht nur im Laufe der Jahre dank der denkmalpflegerischen Installation darin zu einem der interessantesten Punkte für Touristen geworden, von denen Tausende das Gebäude jedes Jahr besuchen, sondern auch ein freies Soziotop, aus dem heraus mehrere interessante kulturelle Projekte in der Stadt entstanden sind. So etwa das in diesem Jahr erstmals stattfindende Künstlersommercamp "Bohemian Crossings", bei dem Künstler aus der ganzen Welt die Stadt besuchen werden. Dieses Soziotop und die Installation beschreibt Prof. Roland Günter in seinem demnächst erscheinenden Buch zur Denkmalpflege, in dem er Görlitz als "Lichtgestalt" bezeichnet. Das Buch wird in allen deutschsprachigen Ländern vermarktet und fester Bestandteil der Bibliothek denkmalpflegerischer Institute werden. Der Autor nannte den Standort Ecke Verrätergasse / Obermarkt 26 ein Schlüsselgrundstück für die Stadtplanung und äußerte Besorgnis darüber, ob mit dem nötigen Respekt für die Installation und die kreative Ideenwerkstatt darin umgegangen wird. In diesem Fall sei Eigentum nicht allein Privatangelegenheit, sondern auch Verantwortung für "einen in Europa einzigartigen künstlerischen Raum". Der Erhaltung dieses Raums wird sich nun auch die Interessengemeinschaft widmen. Mehr lesen im Görlitzer Anzeiger! 03.06.2015: Görlitz kann ja doch Kultur: Vollmond-Soirée bei Bone
StichwörterErgebnis: Künstlerisches Haus Obermarkt 26 soll bleiben?
Umfrage seit dem 03.06.2015
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- Quelle: Danielle Höfler | © Foto: Görlitzer Anzeiger
- Erstellt am 03.06.2015 - 12:38Uhr | Zuletzt geändert am 17.02.2025 - 18:01Uhr
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