Impfaktion gegen Schweinegrippe beendet

Landkreis Görlitz. Nach derzeitigem Kenntnisstand des Gesundheitsamtes im Landkreis Görlitz ist die Impfaktion gegen die Neue Influenza A/H1N1 (die so genannte Schweinegrippe) für die Saison 2009/ 2010 abgeschlossen.

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Eine Bilanz - die knappe Hälfte des Impfstoffs bleibt übrig

Durch den Freistat Sachsen wurden dem Landkreis für die Impfaktion 6.000 Impfstoffdosen bereitgestellt. Davon wurde allerdings nur die reichliche Hälfte, nämlich 3.063 Dosen, verwendet.

Geimpft haben u.a. Krankenhäuser und Arztpraxen 2.486 mal, beim Gesundheitsamt hat es 577 mal gepiekst.

Hauptsächlich wurde medizinisches und sonstiges sogenanntes "Schlüsselpersonal" geimpft: Hier stach die Nadel 1.646 mal zu. Wie leicht auszurechnen ist, wurden darüber hinaus weitere 1.417 Personen schweinegrippenresistent gemacht.

Die Angaben beziehen sich nur auf den durch das Land an das Gesundheitsamt gelieferten Impfstoff und die Abgabe an impfberechtigte Einrichtungen. Angaben über Impfungen, welche Arztpraxen mit durch die Apotheken bezogenen Dosen durchgeführt haben, liegen dem Gesundheitsamt nämlich nicht vor.

Was wird nun aus dem restlichen Impfstoff? Das ist noch offen: Die Entscheidung über die weitere Verwendung der verbliebenen 2.937 Impfdosen liegt noch beim Gesundheitsministerium.



Kommentar

Der Fall Schweinegrippe zeigt, wie zuvor auch BSE und Vogelgrippe, welche Wirkung die selbstverstärkende Macht der Medien entfalten kann. Jeder berichtet und versucht den anderen im Schreckensszenario zu übertreffen. Die Themen werden so hochgeschaukelt, dass Politiker zum Handeln gezwungen werden, um sich nicht später nachlässigen Umgang mit dem Risiko vorwerfen zu lassen.

Gleichzeitig entwickelt sich die Bühne für Warner und Mahner, befeuert von zwei unterschiedlichen Impstoffen, von Diskussionen um Wirkverstärker und unkalkulierbare Nanopartikel.

Spätestens jetzt ist der gesundheitsbewusste Bürger endgültig verunsichert. Zeitgleich bleibt die Pandemie aus, die Grippewelle verläuft weit glimpflicher als erwartet. Wozu dann noch ein Impfrisiko eingehen?

Ergebnis: Der fürsorgliche Staat bleibt auf einem Großteil des - wohl etwas voreilig und unglücklich - bestellten Impfstoffs sitzen.

Bezahlt werden muss. Wir wissen auch, von wem.

Was kann man ändern? Wenn Politiker von Managern mehr persönliche Haftung für Entscheidungen fordern, sollten sie diese Messlatte auch bei sich selbst ansetzen.

Und die Bürger sollten weniger auf vorkonfektionierte Meinungen setzen als vielmehr auf den eigenen gesunden Menschenverstand.

Leben gefährdet Ihre Gesundheit (und Ihren Geldbeutel),

Ihr gesunder Steuerzahler Fritz R. Stänker

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  • Quelle: red | Fritz Rudolph Stänker
  • Erstellt am 15.05.2010 - 07:52Uhr | Zuletzt geändert am 15.05.2010 - 08:17Uhr
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