Das Einmaleins der perfekten Zahnpflege

Das Einmaleins der perfekten ZahnpflegeGörlitz, 26. Oktober 2021. Mit einem attraktiven Lächeln gewinnt man viele Sympathien, denn – so ein wahres Sprichwort – der erste Eindruck entscheidet. Wenn die Zähne strahlend weiß leuchten, wird das als schön empfunden, dagegen wirken nicht so gründlich gepflegte Zähne unästhetisch und manchmal abschreckend. Zwar muss der natürliche Farbton nicht dem leuchtenden Weiß entsprechen, aber zusätzliche Verfärbungen, Zahnlücken oder sichtbare Karies beeinträchtigen das Aussehen enorm. Menschen wirken dann schnell ungepflegt, außerdem kann mangelnde Zahngesundheit ernsthafte Folgeerkrankungen im Körper nach sich ziehen.

Abb.: Gepflegte Zähne unterstreichen die natürliche Schönheit

Foto: Anastasia Borisova, Pixabay License

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Gut aussehen mit gesunden Zähnen

Gut aussehen mit gesunden Zähnen

Zahnreinigung entfernt schonend und schmerzfrei an den Zähnen anhaftende Rückstände und gibt ihnen ihre natürliche Farbe zurück

Fotografik: Gerd Altmann, Pixabay License (Bild bearbeitet)

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Ein schönes Gebiss ist für die Gesundheit ein wichtiger Faktor. Wer sein Essen nicht gründlich zerkauen kann, wird möglicherweise Verdauungsprobleme bekommen. Schlimmer noch: Viele weitere Beschwerden lauern. So steigern entzündliche Veränderungen im Mundinnenraum, um nur einen der durch schlechte Zähne begünstigten Faktoren zu nennen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weil Bakterien über die Blutbahn verteilt werden. Ist die Entzündung überstanden, können verdickte Gefäßwände zurückbleiben, Folge: höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Es ist also logisch, dass die Zähne regelmäßig und gründlich geputzt werden sollten, damit sie möglichst lange gesund oder sogar lebenslang erhalten bleiben.

Was beinhaltet denn eine richtige und gute Zahnpflege? Kann ich sie stets nach den mir bekannten Grundregeln ausführen oder sollte ich meine Zahnpflege meinen Zähnen je nach ihrem Zustand richten? Haben alle Menschen die gleichen Zähne oder sollte ich immense Unterschiede beachten? Wie häufig sollte ich meine Zähne pro Tag putzen? Welche Zahnpflegeprodukte sind nützlich und welche sollte ich neben einer guten Zahnpasta im Badezimmer haben? All diese Fragen will der Görlitzer Anzeiger in diesem Beitrag zumindest ansprechen und dafür sensibilisieren, weitergehende Auskünfte geben Zahnarzt oder Apotheker.

Nach der Mahlzeit gilt gründliches Zähneputzen

Meist ist Zähneputzen nach einer Mahlzeit am effektivsten, um eine wirksame und – da an die Mahlzeiten gekoppelt – regelmäßige Reinigung der Zähne sicherzustellen. Dabei gilt: Zeitnah nach der Mahlzeit, aber nicht in jedem Fall sofort!

Tipps:
    • Säurehaltige Lebensmittel wie Obst und Fruchtsäfte machen den Zahnschmelz angreifbar. Hier nach dem Verzehr eine halbe Stunde warten, bevor geputzt wird.
    • Kohlenhydrat- und zuckerreiche Lebensmittel hingegen sind ein Booster für die Mundbakterien, die den Zahnschmelz attackieren. Hier gilt: Die Zähne möglichst sofort nach dem Verzehr putzen – jede Minute zählt!

Plaque, dieser der unschöne Belag auf dem Zahnschmelz, kann zu Karies führen. Mit dem regelmäßigen Putzen der Zähne nach der Einnahme des Essens kann die Plaque weitgehend verhindert werden. Von Zucker und Essensressten ernährte Bakterien und Säuren greifen den Zahnschmelz an und wenn dieser sich in weniger gutem Zustand befindet, werden die Zähne umso leichter geschädigt. Wenn als Folge eine Karies entsteht, befällt diese nach und nach den ganzen Zahn – daher sollte der regelmäßige Gang zum Zahnarzt selbstverständlich sein, damit sie frühzeitig erkannt wird. Noch einmal: Wer seine Zähne mehrmals täglich putzt, möglichst nach dem Essen und gegebenenfalls mit dem erwähnten Zeitabstand, wird mit größerer Wahrscheinlichkeit Karies vermeiden und dem Zahnbelag die Ansiedlung nicht so leicht machen. Unter dem Strich ist das ein ganz wesentlicher Beitrag, seine Kauwerkzeuge im Gebiss lange gesund zu erhalten.

Wer keine Lust, Zeit oder Gelegenheit für eine häufigere Zahnputz-Prozedur hat, putzt seine Zähne wenigstens am Morgen und am Abend gründlich. Auch das ist ein wirksamer Beitrag für eine anhaltende Zahngesundheit. Im Umkehrschluss: Je länger die Zähne nicht geputzt werden, desto mehr Zahnbelag entsteht und Bakterien siedeln sich an. Die regelmäßige jährliche Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt gehört zu einer guten Zahnpflege ganz selbstverständlich dazu. Der Zahnarzt kann die Zähne zusätzlich professionell reinigen, weiteren Rat zur Pflege geben und Zahn- und Zahnfleischproblemen frühzeitig vorbeugen oder diese in einem frühen Stadium behandeln – vorausgesetzt, er wird tatsächlich in den von ihm empfohlenen Abständen in Anspruch genommen.

Eine Zahnzusatzversicherung für die gründliche Vorsorge

Eine private Zusatzversicherung für Zahnbehandlungen lohnt sich vor allem für diejenigen unter den gesetzlich Versicherten, die trotz einer ordentlichen Zahnpflege häufig Zahnprobleme haben oder für Personen, deren Gebiss sich – vielleicht genetisch bedingt – generell in einem schlechten Zustand befindet. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt meist nicht die Kosten für die sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), also Extraleistungen oder die Anwendung bestimmter Materialien bei zahnärztlichen Behandlungen. In solchen Fällen kann eine private Zahnzusatzversicherung hilfreich sein, doch hierbei ist auf die verschiedenen Leistungen und Konditionen der einzelnen Versicherungstarife zu achten, wie man beispielsweise hier in der detaillierten Leistungsübersicht eines Anbieters feststellen kann.

Eine solche Zahnzusatzversicherung sollte unter diesen Gesichtspunkten ausgesucht werden:
    • Ruhe und Zeit, also nicht spontan abschließen
    • Vergleich der unterschiedlichen Tarife der Versicherungsanbieter
    • Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse

Wie Zähne richtig gereinigt und geputzt werden

Die verwendete Zahnbürste sollte zum Zustand der Zähne und des Zahnschmelzes passen. Liegt ein relativ harter Zahnschmelz vor, dürfen die Borsten der Zahnbürste eher hart sein. Ist der Zahnschmelz empfindlich und weich, eignet sich eine Zahnbürste mit weichen Borsten. Die Borsten dürfen in diesem Fall also gern etwas nachgiebig sein, denn dann entsteht weniger Druck beim Zähneputzen. Kräftiges und schnelles Schrubben der Zähne jedoch schädigt immer das Gebiss – vor allem die Backenzähne – und es wird auf diese Weise auch nicht gründlich genug gereinigt.

Am besten wird das Zähneputzen ähnlich einer Massage für Zähne und Zahnfleisch durchgeführt. Ja, auch das Zahnfleisch will gepflegt werden, doch leider wird es oft vernachlässigt. Eine Massage mit der Zahnbürste sorgt für eine gute Zahnfleischdurchblutung und beugt der Bildung von Parodontose vor. Das Putzen sollte etwa drei Minuten ohne Pause dauern. Erwachsene sollten sich wegen des Putzens mit Kreisbewegungen, wie es für Kinder empfohlen wird, vom Zahnarzt beraten lassen, denn unter Umständen werden dadurch Bakterien zwischen Zahn und Zahnfleisch gedrückt – dann ist es besser "von rot nach weiß", also vom Zahnfleisch hin zu den Zähnen, zu putzen.

Nach dem Putzen ist zum Schluss das gründliche Ausspülen des Mundes empfehlenswert. Gern darf Mundwasser verwendet werden, vor allem morgens, damit die über Nacht gebildeten Bakterien entfernt werden. Auch nach dem Verzehr von Süßem und Saurem unterstützt Mundwasser schonend die Mundreinigung.

Ob eine Handzahnbürste oder eine elektrische Bürste die Zähne gründlicher putzt, da streiten sich die Gelehrten und es ist wohl eher eine Geschmackssache. Letztendlich sind die Reinigungsmethode, die Dauer des Zähneputzens und die Zahnpasta entscheidend. Grundsätzlich empfohlen wird eine Zahnpasta mit gutem Geschmack, das Putzen soll ja Spaß machen. Heute gibt es eine große Auswahl an Zahnpasten, wer sich unsicher ist, bittet auch hier seinen Zahnarzt um eine Empfehlung.

Lieber eine Zahnbürste mit Kunststoffborsten oder eine mit Naturhaarborsten?

Natürliche Produkte sind zwar grundsätzlich gut, aber hier gilt ganz klar: Empfohlen werden Zahnbürsten mit Kunststoffbürsten, ob als herkömmliche Handzahnbürste oder in elektrischer Ausführung. Naturhaarborsten hingegen sind zwar ökologisch gut, doch zum Reinigen der Zähne eignen sie sich nicht, denn Naturhaare können sich spalten. In diesen Spalten sammeln sich Bakterien an, die sich hier noch stärker verbreiten als in den Kunststoffborsten. Naturhaarborsten brechen zudem leichter von der Zahnbürste ab. Die Borsten sind unterschiedlich lang und die Reinigung ist nicht so effektiv.

Reinigung der Zunge und zwischen den Zähnen

Eine möglichst perfekte Mundpflege enthält auch das Säubern der Zunge und zwischen der sogenannten Interdentalräume zwischen den Zähnen. Auf diesen Flächen sammeln sich gern verstärkt Bakterien, die Karies, Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch begünstigen.

Deshalb gehören zum Zähneputzen diese vorbeugenden Maßnahmen der alltäglichen Zahnpflege:
    • Einmal am Tag zwischen den Zähnen reinigen; das geht am besten mit einer Interdentalbürste oder der altbekannten Zahnseide.
    • Zungenbelag regelmäßig mit Hilfe eines Zungenschabers entfernen.

Tipp:
Ausreichende, vielleicht intensivere Zahnpflege als bisher ist vor allem ein Sache der Gewohnheit. Wer sich überlegt, welche unangenehmen und teils teuren Folgen man sich gegebenenfalls ersparen kann, dem fällt die Umstellung bestimmt leichter.

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  • Quelle: red | Foto Frau: bearinthenorth / Anastasia Borisova, Pixabay License; Fotografik Zähne: geralt / Gerd Altmann, Pixabay License
  • Erstellt am 26.10.2021 - 08:35Uhr | Zuletzt geändert am 26.10.2021 - 10:51Uhr
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