Neue Regelungen für Reisen nach Polen

Landkreis Görlitz, 12. Mai 2021. Die Republik Polen wird seit dem 9. Mai 2021 nach Einschätzungen des Robert Koch Instituts nicht mehr als Hochinzidenzgebiet, sondern wieder als normales Risikogebiet eingestuft. Daraus ergeben sich für Reisende nach oder aus Polen Änderungen bei der Test- und Anmeldepflicht.

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Aktuelles Pandemiegeschehen im Landkreis Görlitz

Thema: Coronavirus

Coronavirus

Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) verlaufen pandemisch. Lebensgefahr besteht bei einer Erkrankung an Covid-19 vor allem für Immungeschwächte und Ältere. Vielfältige Maßnahmen sollen die Ausbreitung verlangsamen, um medizinische Kapazitäten nicht zu überlasten sowie Zeit zur Entwicklung eines Medikamentes und eines Impfstoffs zu gewinnen. Im Blickpunkt stehen auch die Wirtschaft und soziale Auswirkungen.

Aber Vorsicht: Für alle Personen, die sich bis einschließlich zum 8. Mai 2021 in Polen aufgehalten haben, gilt eine Übergangsfrist bis einschließlich zum 18. Mai 2021, in der noch die Voraussetzungen wie nach einer Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet zu erfüllen sind. Außerdem bleibt der "kleine Grenzübertritt" – etwa zum Tanken oder Einkaufen – weiter verboten. Es müssen noch immer triftige Gründe für die Reise ins oder aus dem Nachbarland Polen vorliegen, ansonsten ist mit einem Bußgeld zu rechnen.

Die neuen Regelungen für den Übertritt ins/aus dem Nachbarland Polen:


    • Wegfall der Anmeldepflicht mittels Digitaler Einreiseanmeldung (DEA) für Personen, die grenzüberschreitend Waren und Personen transportieren
    • Pflicht zur Einreiseanmeldung für Personen, die sich länger als zwölf Stunden im Risikogebiet aufhalten
    • Befreiung von der Testpflicht, wenn der Aufenthalt im Risikogebiet oder in Deutschland 24 Stunden nicht übersteigt
    • Befreiung von der Testpflicht bei Besuch von Verwandten, für Mitarbeiter im Gesundheitswesen, für Polizeivollzugsbeamte oder bevorrechtigten Personen, wenn der Aufenthalt 72 Stunden nicht übersteigt
    • Testpflicht für Pendler nur noch einmal statt dreimal wöchentlich
    • keine Änderung der Quarantäneregelungen, das bedeutet: Reisen ohne anschließende verpflichtende häusliche Absonderung sind weiterhin nur aus triftigen Gründen möglich

Die vom Landkreis Görlitz ermittelte Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder gestiegen und liegt nun bei 205,76 pro 100.000 Einwohner. Unterschiede zu den RKI-Zahlen ergeben sich aus den unterschiedlichen Zeitpunkten der Auswertung. Derzeit befinden sich 120 Menschen in medizinischer Behandlung in Kliniken des Landkreises Görlitz, 21 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 haben sich im Landkreis Görlitz nachweislich 19.658 Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Derzeit befinden sich 768 Personen mit positivem PCR-Test in häuslicher Quarantäne. In Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion sind im Landkreis Görlitz bisher 1.088 Menschen verstorben.

Testpflicht von Personal in Kitas und Schulen

Der Landkreis Görlitz weist daraufhin, dass vollständig geimpftes sowie genesenes Personal in Kitas und Schulen auf Grundlage der Corona-Ausnahmen-Verordnung von der regelmäßigen Testpflicht ausgenommen ist. Als vollständig geimpft gilt, bei dem seit der Zweitimpfung 14 Tage vergangen sind. Wer an Covid-19 erkrankt war oder ist, gilt nach zwischen 28 Tagen und sechs Monaten nach dem positiver PCR-Test als genesen.

Bundeswehr unterstützt den Landkreis Görlitz weiterhin

Der Hilfeleistungsantrag zur Unterstützung des Landkreises Görlitz durch neun Soldaten der Bundeswehr wurde zunächst bis zum 9. Juni 2021 verlängert. Diese Helfer kommen vorrangig im Bereich der Kontaktpersonenermittlung im Gesundheitsamt zum Einsatz.

Stand der Impfungen im Landkreis Görlitz

Per 10. Mai 2021 haben 58.709 Personen eine Erstimpfung erhalten, 33.576 die Zweitimpfung.

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  • Quelle: red
  • Erstellt am 12.05.2021 - 05:02Uhr | Zuletzt geändert am 12.05.2021 - 06:00Uhr
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