Heilkraft aus der Natur

Heilkraft aus der NaturGörlitz, 3. Februar 2020. Schon vor Jahrhunderten und in manchen Regionen der Welt sogar schon vor Jahrtausenden wussten viele Völker von der Heilkraft und wohltuenden Stärke der Kräuter. In den Klöstern legten Mönche und Nonnen große Kräutergärten an, um die unterschiedlichsten Kräuter wachsen zu lassen und sie dann als Stimulanzien und Heilmittel zu verwenden. Diese Tradition lebt fort, hat doch etwa das Kloster St. Marienstern / Klóšter Marijina Hwězda in Panschwitz-Kuckau / Pančicy-Kukow in seinem Ernährungs- und Kräuerzentrum einen eigenen Kräutergarten und das Kloster St. Marienstern in Ostritz (Abbildung) sogar einen eigenen Öko-Kräutergarten.

Foto: © Görlitzer Anzeiger

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Von der Urkraft der Kräuter

Von der Urkraft der Kräuter

Die Bilder entstanden im Garten der Bibelpflanzen im Kloster St. Marienthal

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Tinkturen, Salben und Tees wurden so für verschiedene Wehwehchen, Krankheiten und Gebrechen verabreicht. Und noch heute schätzt man weltweit die Urkraft der Kräuter und der Natur. Besonders in der Homöopathie finden sich zahlreiche Wirkstoffe aus der Natur wieder, aber auch in der Schulmedizin wird nicht selten auf Substanzen und Bestandteile aus der Natur zurückgegriffen, um Schmerzen zu lindern und Heilungsprozesse beschleunigen zu können.

Öle und Fette fürs Wohlbefinden

Die unterschiedlichsten Öle und Fette wurden damals wie heute sehr häufig dazu verwendet, bestimmte Substanzen mixen und beimischen zu können. Aber auch, um die positiven Fette für unseren Stoffwechsel zu nutzen. Denn beispielsweise Omega 3- Fette sind für uns außerordentlich wichtig. Zwar befinden sie sich meist nur im Seefisch, doch auch Fette und Öle wie das aus der Olive, der Walnuss, oder auch aus Sonnenblumen gewonnen, sollen uns helfen unseren Körperkreislauf und Stoffwechsel auf Vordermann bringen zu können. Auch das Öl aus Hanf gewonnen soll dabei seht gut als Nahrungsergänzungsmittel dienen können. Mehr Wissenswertes über das so genannte "CBD-Öl" erfährt man zum Beispiel auch hier.

Knoblauch, Ginseng, Ingwer und Co.

Die Chinesen waren uns, was die Kräuterkunde und auch die Nutzung der verschiedensten Gemüsesorten angeht, weit voraus – sie sind wahre Meister auf diesem Gebiet. Allein schon die Zauberwurzel Ginseng, die besonders im asiatischen Raum überall in den Küchen, Apotheken und den speziellen Kräuterküchen verwendet wird, ist weltweit sehr anerkannt und soll die Lebensgeister mobilisieren und äußerst gesund sein. Oder der Ingwer, der durch seine Schärfe wie Würze nicht nur gut zum Abschmecken und Verfeinern von Gerichten ist: Auch ihm werden etliche positive Wirkungen für unseren Organismus zugesprochen. Für viele wird Ingwer auch mit zu den sogenannten Superfoods gezählt. Die Wurzel sei gut, um das Immunsystem zu stärken, soll den Stoffwechsel anregen, vor Erkältungen vorbeugend wirken und die Durchblutung fördern.

Das Gleiche sagt man auch dem Knoblauch nach und vor allem Letzteres. Der Knoblauch ist in jeder guten Küche auf der ganzen Welt zuhause. Er ist scharf, würzig und sein Duft ist einzigartig intensiv. Die Einen mögen und verzehren ihn mit Leidenschaft sogar pur, andere wiederum suchen das Weite, sobald sie auch nur eine einzige Duftnote der Knoblauchzehe in die Nase bekommen. Knoblauch wird in Pulverform, pur gerieben oder in kleine dünnen Scheibchen geschnitten zu sämtlichen Gerichten beigefügt, die einen Portion Würze gut vertragen können. Aber auch als Tablettenform wird Knoblauch gern als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen.

Petersilie, Maggikraut, Bärlauch

Petersilie wir hierzulande sehr oft als optische Beigabe zu Brottellern und Frühstückstellern beigefügt. Aber auch in Salaten findet man Petersilie wieder. Doch die Inhaltsstoffe der Petersilie können sich sehen lassen und sollten viel öfter auf unserem Speiseplan stehen. Denn man sagt dem grünen Kraut eine entwässernde Wirkung nach, dies ist wiederum gut für die Nieren und die gesamten Harnwege. Aber auch bei der Blutbildung soll die Petersilie sehr helfend sein, so wird vermutet.

Als Liebstöckel oder auch Maggikraut bekannt, ist dieses würzige Kraut nicht nur zum Würzen von Speisen sehr köstlich. Auch bei Harnwegserkrankungen und Blasenentzündungen soll dieses Kraut wirksam sein, ebenso entzündungshemmend wie harntreibend wirken. Bärlauch war schon vor Jahrhudnerten bekannt und wurde vielfältig genutzt. Hierzulande wurde das wunderschön blühende Waldkraut erst in den vergangenen Jahren wieder beachtet und vor allem auch in guten Küchen wieder zum Würzen und Abschmecken verwendet. Bärlauch wächst am liebsten auf feuchten Waldböden und man sagt dem Kraut nach, dass es durchblutungsfördernd wie der Knoblauch sei. Auch eine leichte Senkung des Cholesterinspiegels scheint mit diesem Kraut möglich zu sein. Die ätherischen Öle des Krauts sind zudem mit Vitamin C angereichert und das Kraut selbst schmeckt sehr würzig und ist im Geschmack fast identisch mit Knoblauch.

Minze, Thymian, Salbei

Allesamt sind durchaus in vielen Küchen zu Hause, aber jedes für sich wird zudem auch zumindest teils als Heilkraut angesehen. Die Minze gehört wohl mit zu den ältesten und bekanntesten Kräutern der Welt und es gibt viele interessante Rezepte mit ihr. Sie wird als Tee verarbeitet noch heute auf der ganzen Welt gern getrunken, vor allem dann, wenn es um erkrankte Personen geht. Denn der Tee ist leicht bekömmlich, erfrischend und wohltuend zugleich. Das ätherische Öl des Thymians soll antibakteriell wirken und gehört oftmals zum Bestandteil von Erkältungsmitteln gegen Husten und Bronchitis. Die Heilwirkung des Salbeis soll in den fleischigen Blättern stecken, die reich an ätherischen Ölen und Bitterstoffen sind. Die ätherischen Öle Cineol und Camphen sollen die Durchblutung anregen.

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  • Quelle: red | Foto: gate74, Pixabay License
  • Erstellt am 03.02.2020 - 10:04Uhr | Zuletzt geändert am 03.02.2020 - 12:04Uhr
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