Clever spart Geld: preiswerter zum Wohnmobil

Clever spart Geld: preiswerter zum WohnmobilGörlitz, 20. Juli 2021. Von Thomas Beier. Wohnmobile sind beliebter denn je und zwar in allen Varianten, große, kleine, umgebaute Transporter oder Kleinbusse oder als solche, die nur behelfsmäßig für die Tour über das Wochenende umgerüstet werden. Egal wie, das Gefühl der großen Freiheit ist durch nichts zu ersetzen!

Abb.: Auch wenn die Gelegenheiten, mit dem Wohnmobil direkt an den Strand zu fahren, eher selten sind, finden sich doch auch andere wunderschöne Gegenden in Deutschland und den Nachbarländern

Symbolfoto: Siggy Nowak, Pixabay License

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Träume sind schön, ihre Erfüllung schöner

Thema: Ratgeber

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Guter Rat muss nicht teuer sein, kann aber teure Erfahrungen ersparen. Ratschläge und Tipps aus Wirtschaft, Finanzen, Heimwerken, Haushalt, Gesundheit und Ernährung, Erziehung und zum Verhalten.

Für viele allerdings bleibt so ein rollendes Heim ein Traum, denn die Preise für “was Vernünftiges” im liegen schon deutlich im fünfstelligen Bereich. Selbst für ein gebrauchtes Wohnmobil, das gut erhalten ist, werden immer wieder Preise jenseits der 25.000 oder 30.000 Euro aufgerufen. Wie man ein rollendes Heim aus zweiter Hand durchcheckt, darüber hat vor einiger Zeit die Lausitzer Rundschau berichtet.

Nun kann tatsächlich man etliche Tage damit zubringen, diverse Internetportale nach seinem ganz persönlichen Wohnmobil- oder Bus-Schnäppchen zu durchforsten, doch gerade in der Urlaubszeit dürften die Erfolgsaussichten sehr gering sein. Und es stellt sich die Frage, ob das überhaupt der richtige Weg ist, auf dem man an das begehrte Objekt bei vertretbarem Aufwand gelangt.

Einmal mehr kann es sich auszahlen, wenn man an der Lausitzer Neiße wohnt und latent schaut, auf welchen Gebieten sich die findigen polnischen Nachbarn wirtschaftlich betätigen. Allerdings ist der grenznahe Wohnsitz dank Internet keine Bedingung, aber hilfreich, was das Gespür für Handwerker und Händler in Polen betrifft. Und an dieser Stelle fängt die Geschichte an, die zudem erklärt, weshalb dieses Gespür eben doch wichtig ist.

Familien-Wohnmobil mit Austauschmotor

Ein junger Mann möchte für seine Familie ein Wohnmobil haben, das zugleich alltagstauglich ist. Man wohnt in einer Großstadt und liebt es, übers Wochenende raus zu fahren in die Natur. Da ist angesichts der Kinder der Komfort, den ein Wohnmobil bietet, nicht zu unterschätzen.

Zunächst also die ermüdende Internetrecherche, Ergebnis: Aber auch gar nichts will zum Budget passen. Doch dann ein Angebot eines Händlers im Süden von Süddeutschland: Passt! Es gibt nur einen Haken und der besteht in einem kapitalen Motorschaden. Insider wissen, welche Automarke damit vor ein paar Jahren Probleme hatte.

Jetzt kommen die deutsch-polnischen Beziehungen ins Spiel: Wie im Internet recherchiert werden kann, hat sich eine Firma in Polen auf die Reparatur genau dieser Motorschäden spezialisiert. Die Abwicklung ist unkompliziert und schnell, denn es wird ein instandgesetzter Austauschmotor nach Deutschland geschickt. Dann wird – am besten wie im Beispiel in einer Fachwerkstatt der betreffenden Marke – der Motor ausgetauscht und anschließend der kaputte Motor nach Polen geschickt.

Interessant sind natürlich die Kosten. Für die Austauschmaschine verlangte das polnische Unternehmen rund 4.000 Euro zuzüglich einer Sicherheitsleistung von 500 Euro, die nach dem Eintreffen des kaputten Motors ruck-zuck erstattet wurden. Ja, aber was hat das nun mit dem Gespür für Polen zu tun? Für den Fahrzeughändler im tiefsten Bayern war es schlichtweg unvorstellbar, sich einen Austauschmotor aus Polen kommen zu lassen. Eine Instandsetzung in Deutschland hingegen wäre heftig teuer geworden. So lag sein einziges Interesse darin, das Motorschaden-Wohnmobil schnell vom Hof zu bekommen. Für den Käufer freilich ist das eine gute Verhandlungsposition, wenn etwas einfach nur weg soll…

Ende gut, alles gut, das Wohnmobil leistet nach der zugegeben streckenweise aufregenden Kauf- und Instandsetzungsaktion zuverlässig seine Dienste, Spaß inklusive.

Tipp:
Wer online ein Auto kauft, muss meist ein gebrauchtes Fahrzeug verkaufen, doch das klassische beim Händler in Zahlung geben klappt dann nicht immer. Unter Umständen muss man also selbst inserieren oder sei Glück bei einem Ankauf-Portal versuchen. Auch hier geht die Entwicklung immer weiter und die Fahrzeugankäufer sprechen inzwischen teils Zielgruppen direkt an, etwa als Auto Ankauf für Fahrzeuge mit Motorschaden. Grundlage der Geschäftsidee: Wer hat schon Lust, noch in ein Auto zu investieren, für das eine teure Reparatur unumgänglich ist, die aber im Gebrauchtwagenmarkt dann vielleicht nicht honoriert wird?

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  • Quelle: Thomas Beier | Foto: MemoryCatcher / Siggy Nowak, Pixabay License
  • Erstellt am 20.07.2021 - 08:46Uhr | Zuletzt geändert am 20.07.2021 - 09:37Uhr
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