Dreiländereck auf der Schiene abkoppeln?
Landkreis Görlitz. Mit einem "Runden Tisch" für Trilex - dem derzeitigen Schienenverkehrsbetreiber für Seifhennersdorf - Teichstatt (Rybniště) - Warnsdorf (Varnsdorf) . Großschönau - Zittau - Grottau (Hrádek nad Nisou) - Reichenberg (Liberec) - soll die Zugverbindung gesichert werden. Hintergrund: Der Entwurf der Finanzierungsverordnung des öffentlichen Personennahverkehrs stuft den Streckenabschnitt Seifhennersdorf - Warnsdorf als "nicht-schienen-personennahverkehrs-würdig“ ein. Unter diesem Vorzeichen könnte die Zugverbindung ganz eingestellt werden.
Landrat für grenzüberschreitenden Schienenverkehr
Der Görlitzer Landrat Bernd Lange versteht das als ein falsches Signal: "Die grenzüberschreitenden Zugverbindungen sind nicht nur für die Schülerbeförderung oder den Pendlerverkehr von Bedeutung, sondern auch für den Tourismus. Für die weitere aktive grenzüberschreitende Zusammenarbeit, hin zu einem touristischen und ganzheitlich Beleben vor Ort, muss eine entsprechende Infrastruktur vorgehalten werden“. Er sieht die Aussage im Entwurf der Finanzierungsverordnung als voreilig an.
Auf der Verwaltungsratssitzung des Zweckverbandes Verkehrsbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) hat der Landkreis Görlitz deshalb bereits am 28. Januar 2013 sein "Veto" eingelegt, um die Zugverbindung zu erhalten.
Nach den Vorstellungen des Landkreises sollten alle Beteiligten zu einem grenzüberschreitenden Dialog zur Zukunft des Trilexverkehrs an einem "Runden Tisch“ zusammenkommen. Konstruktive Gespräche, auch mit den Gemeinden und den tschechischen Amtskollegen, sollen zukunftsweisende Lösungen zum Verkehrswegeerhalt ermöglichen.
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- Quelle: red
- Erstellt am 30.01.2013 - 02:09Uhr | Zuletzt geändert am 30.01.2013 - 02:24Uhr
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