Hauptuntersuchung: EU ärgert ihre Bürger

Brüssel (Bruxelles). Offenbar hat die EU keine Sorgen und möchte die Bürger über die Finanzkrise hinaus weiter verunsichern: Wie sonst ist der Vorschlag zu verstehen, ältere Autos jährlich zur Hauptuntersuchung (HU) - landläufig TÜV genannt - vorzustellen. "Besser wäre es, die in Deutschland erreichten Standards in puncto Fahrzeugsicherheit europaweit durchzusetzen", meint der sächsische FDP-Verlehrsminister Sven Morlok.

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EU versucht sich wieder einmal an mehr Bürokratie

Die Idee des EU-Verkehrskommissars Siim Kallas, für betagtere Autos und Motorräder eine jährliche Hauptuntersuchung (HU) einzuführen, stößt bei Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok auf WIderstand: „Die EU Pläne bringen zu viel mehr an Bürokratie und zu wenig Sicherheitsgewinn." Es sei wichtiger, die Verkehrssicherheit durch mehr Akzeptanz der bestehenden Regeln zu erhöhen anstelle derart unausgegorene Vorschläge zu veröffentlichen, setzt Morlok nach. Der nun vorgelegte Vorschlag der EU Kommission schieße über das Ziel hinaus. Das deutsche Verfahren bei der technischen Überprüfung von Kraftfahrzeugen habe sich bewährt.

Für das Jahr 2011 weist die Unfallstatistik insgesamt 371.821 Unfälle mit Personenschäden aufgrund Fehlverhaltens der Fahrzeugführer aus - damit sind die klassischen Unfallursachen wie unangepasste Geschwindigkeit, Nichtbeachten der Vorfahrt oder Fahren unter Alkoholeinfluss gemeint, die allesamt nichts mit Technik zu tun haben. Nur 3806 Verkehrsunfälle - rund ein Hundertstel also - hatten technische Fahrzeugmängel zur Ursache. Der Nachweis, dass mit steigendendem Fahrzeugalter ein erhöhtes Unfallrisiko verbunden ist, sei noch nicht erbracht.

Hohes Niveau der Hauptuntersuchung in Deutschland

Europaweit verglichen weist die Bundesrepublik Deutschland bei der technischen Überwachung von Kraftfahrzeugen ein hohes Niveau auf. Außerdem sind seit dem 1. Juli 2012 die Prüfer zu einem detallierten Mängelbericht nach einheitlichem Kriterienkatalog und zu einer obligatorischen Prüfungsfahrt verpflichtet.

Auch die modernen Fahrerassistenzsysteme sollen zukünftig in die Prüfung einbezogen werden.

Die bundesweiten Prüfvorgaben dafür werden durch ein sächsisches Unternehmen entwickelt.

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Kommentare Lesermeinungen (1)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

TÜV jedes Jahr

Von Norbert Hanßen am 14.07.2012 - 22:36Uhr
Mein Vorschlag:

Wer sein Auto jährlich beim TÜV prüfen lässt, solte weniger Versicherungsprämie und weniger Kraftfahrzeugsteuer zahlen!

Das wäre kostenneutral und der Sicherheit wäre genüge getan!

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  • Quelle: red
  • Erstellt am 14.07.2012 - 08:16Uhr | Zuletzt geändert am 14.07.2012 - 08:16Uhr
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