Naive Geschäftsleute abgezockt
Obschon die meisten Geschäftsanfragen aus China seriöser Art sind, traten in den letzten Monaten leider vermehrt betrügerische Anfragen vermeintlicher chinesischer Kaufinteressenten bei deutschen Unternehmen auf. Einzelne Fälle wurden auch in Sachsen bekannt.
Trickbetrüger bei Geschäftsreisen nach China
Es muss befürchtet werden, dass eine berufsmäßig agierende Gruppe versucht, ausländische Firmen zu betrügen. Die Betroffenen werden unvermittelt von einem bisher unbekannten chinesischen Unternehmen kontaktiert, das bei ihnen Waren in erheblichem Wert kaufen will und nach nur kurzen Verhandlungen bittet, zur Vertragsunterzeichnung nach China zu reisen. Wiederholt kam es bei daraufhin erfolgten Reisen deutscher Verkäufer nach China zwar tatsächlich zum Abschluss von Verträgen, doch wurden die Verkäufer unmittelbar danach von den vermeintlichen chinesischen Käufern gebeten, entweder zu einem sehr teuren Essen einzuladen oder wertvolle Geschenke an die Käufer zu machen. Nach Erbringung dieser Leistungen brach der Kontakt zu den chinesischen Käufern ab, eine Vertragsumsetzung war nicht mehr möglich. Die vereinbarte Gegenleistung der chinesischen Seite wurde nicht erbracht. Bei Überprüfungen stellten sich die chinesischen Kaufinteressenten als Scheinfirmen heraus. Den deutschen Firmen blieben nur sehr hohe finanzielle Verluste.
Die deutsche Auslandshandelskammer in China (AHK) kann mit ihrem Netzwerk die Existenz chinesischer Unternehmen überprüfen. Dies ist allgemein empfehlenswert bei neuen Geschäftskontakten zu noch nicht persönlich bekannten chinesischen Unternehmen.
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- Quelle: IHK Dresden
- Erstellt am 09.03.2006 - 01:58Uhr | Zuletzt geändert am 09.03.2006 - 01:58Uhr
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