Bau zieht sich hin

Görlitz-Zgorzelec. Unwägbarkeiten im Bauablauf haben die Arbeiten der Stadtwerke Görlitz (SWG) zwischen Demianiplatz und Mittelstraße unerwartet verzögert. Damit konnte der erste Teilabschnitt der Bautzener Straße nicht wie beabsichtigt noch vor den Weihnachtsfeiertagen fertig gestellt werden. „Wir haben uns in Abstimmung mit der Stadt Görlitz darauf verständigt, die Baustelle zu sichern und die Arbeiten im Frühjahr nächsten Jahres fortzuführen“, informierte Brigitte Hill, Sachbearbeiterin Investitionen bei den SWG.

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Mehraufwand macht Bauleuten zu schaffen

Da auf die SWG sowohl bei den Tiefbauarbeiten als auch bei der Erneuerung der Trinkwasserleitung und des Regenwasserkanals in einem Teilabschnitt Zusatzleistungen in nicht vorhersehbarem Umfang zugekommen waren, konnte der Ursprungstermin nicht eingehalten werden. Schon am 6. November 2009 wollten die Stadtwerke ihre Leistungen fristgerecht erbracht haben, so dass die Stadt im Anschluss die Straße asphaltieren und man Mitte Dezember den ersten Bauabschnitt abschließen könnte. So der Plan, die Realität war eine andere.

„Wir sind bei den Tiefbauarbeiten zum Beispiel auf einen alten Steindeckerkanal gestoßen, der schon lange nicht mehr in Betrieb ist. Da wir aber nicht wussten, in welchem Zustand er sich befindet, konnten wir ihn nicht einfach im Erdreich belassen und grabenlos verdämmen. Also haben wir den Kanal auf circa 150 Meter abgebrochen, was uns im Zeitplan enorm nach hinten geworfen hat“, erläuterte Hill.

Eine weitere Hiobsbotschaft erreichte die Stadtwerke als die beiden Regenwasserhaltungen - unter einer Haltung versteht man den Abschnitt zwischen zwei Schächten - ausgetauscht wurden: Die meisten der 39 dort einbindenden Anschlusskanäle waren defekt. Die SWG reagierten und beauftragten die Baufirma, die Anschlüsse bis zur Grundstücksgrenze kurzfristig zu befahren, um Gewissheit zu erhalten. Erst aufgrund dieser Erkenntnisse wurde entschieden, welche Anschlüsse erneuert werden mussten.

Doch damit nahmen die schlechten Nachrichten kein Ende. Brigitte Hill: „Die Tiefbauarbeiten verringerten den Erddruck, was dazu führte, dass wir innerhalb
kurzer Zeit zwei Störungen an der vorhandenen Trinkwasserleitung beheben mussten.“ Fast zeitgleich trieb der Schmutzwasserkanal im Baubereich den Arbeitern Sorgenfalten auf die Stirn: Auch hier gab es zwei Störfälle. „Die Beseitigung dieser Schäden“, erklärt die Sachbearbeiterin, „kostete die Baufirma wertvolle Zeit, die sie normalerweise für die eigentliche Leistungserbringung gehabt hätte.“

All diese Punkte und noch dazu die winterlichen Witterungsbedingungen im Oktober trugen dazu bei, dass die Stadtwerke mit einer Verzögerung von 48 Tagen ihre Leistung fertig stellen werden. Dabei handelt es sich, lautet Brigitte Hill, um eine Prognose. Es bleibe abzuwarten, wann man im Frühjahr die Arbeiten fortsetzen kann. Zurzeit geht man von April aus.

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  • Quelle: /red
  • Erstellt am 30.12.2009 - 01:55Uhr | Zuletzt geändert am 30.12.2009 - 02:01Uhr
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