Nichts ging mehr auf der A72
Stollberg. Nichts ging mehr am Sonnabend, dem 29. September 2007, auf der Autobahn A72 zwischen Stollberg und Chemnitz. Ein polnischer LKW war von der Fahrbahn abgeraten.
Säurelaster umgekippt
Kurz vor 11 Uhr muss es passiert sein, als der mit Säure beladene LKW über den Fahrbahnrand schoss.
Während die Zugmaschine zum stehen kam, kippte der Anhänger um. Wegen der gefährlichen Ladung wurden knapp ungefähr zehn Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr zur Unfallstelle beordert.
Die Autobahn A72 von Plauen in Richtung Chemnitz voll gesperrt. Der Stau blockierte die Anschlussstellen Stollberg-Nord und Stollberg-West und erreichte schließlich die Anschlussstelle Hartenstein.
Immer wieder gerieten Kraftfahrer in den Stau, weil an den Auffahrten zu Autobahn kein Hinweis auf die Havarie zu finden war. Das führte zu waghalsigen Versuchen, die Autobahnauffahrten durch Rückwärtsfahren oder Wenden wieder zu verlassen.
Eine Bausstellenausfahrt zwischen Hartenstein und Stollberg-West war zwar gesperrt, wurde dennoch von vielen als "Fluchtweg" angesehen. Das ging jedoch noch solange, bis ein Tanklastzug beim Verlassen dieser illegalen Ausfahrt mit seinem Sattelschlepper in den Straßengraben geriet und so die Ausfahrt der Baustelle zur Landstraße blockierte. Das herbeigeeilte Einsatzfahrzeug der Polizei sorgte durch die bloße Präsenz dafür, dass die Kraftfahrer artig im Stau blieben.
Ein Golffahrer hingegen hatte die aufgeweichten Äcker, über die er einen Waldweg erreichen wollte, unterschätzt und war auf freien Felde versackt.
Gegen 18 Uhr dauerten die Aufräumarbeiten noch an. Betroffen war auch die Landstraße zwischen Stollberg und Chemnitz, über die die Blechlawine auszuweichen suchte.
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- Quelle: /TEB
- Erstellt am 01.10.2007 - 09:11Uhr | Zuletzt geändert am 01.10.2007 - 09:31Uhr
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