Deutsche Bahn AG und LEAG im Bürgerdialog
Rietschen / Rěčicy | Weißkeißel / Wuskidź, 13. Juli 2018. Die Streckenverlegung der Bahntrasse zwischen Weißwasser und Rietschen, einem Abschnitt der Strecke Berlin–Cottbus–Görlitz, bewegt die Gemüter. Deshalb ist die Deutsche Bahn AG (DB) gemeinsam mit der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) im Dialog mit den Bürgern, so auf Veranstaltungen am 10. Juli in Weißkeißel und am nächsten Tag in Rietschen.
Bürgerdialog wird auch künftig fortgesetzt
Das Projekt, über dessen Details der Weißwasseraner Anzeiger berichtet hatte, als er die Bürgerdialoge ankündigte, befindet sich in der Vorplanung, in deren Verlauf nehrere Varianten untersucht werden. Dabei fließen alle Anforderungen der Träger öffentlicher Belange, die Richtlinien der DB und die maßgeblichen Gesetze ein. Zur Vorstellung der Varianten standen Mitarbeiter der DB für das direkte Gespräch für Anwohner und Interessierte zur Verfügung und konnten so auch auf individuelle Fragen eingehen.
"Wir sind davon überzeugt, dass die Bürgerdialoge zum jetzigen Zeitpunkt erforderlich sind, um die Anwohner frühzeitig über mögliche Betroffenheit zu informieren und später eine Vorzugsvariante mit möglichst hoher Akzeptanz zu treffen", drückte Uwe Berge, Projektleiter DB Netz AG, das Anliegen aus. Auch Martin Klausch, Leiter der Abteilung Bauwesen und Umsiedlung der LEAG bestätigt dies: "Auch die LEAG ist davon überzeugt, dass dieser Dialog zum jetzigen Zeitpunkt genau richtig ist. Wir gehen davon aus, dass diese Form im weiteren Projektverlauf gemeinsam mit der DB fortgeführt wird." Schon im vierten Quartal 2018 Wollen LEAG und DB zu weiteren gemeinsamen Bürgerdialogveranstaltungen einladen. Dann soll über die Vorzugsvariante und die kommenden Schritte informiert werden.
Bahnstrecke wird länger
Die Verlegung des Streckenabschnitts wird im Zusammenhang mit dem Fortschreiten des Tagebaus Reichwalde in Richtung Osten auf Grundlage des 1994 bestätigten Braunkohlenplans erforderlich. Die bisherige Bahntrasse muss dafür bis spätestens zum Jahr 2026 außer Betrieb genommen und durch einen Trassenneubau ersetzt werden. Mit der Verlegung wird die Bahnstrecke, die dann einen Bogen um das Abbaugebiet des Tagebaus Reichwalde / Rychwałd machen wird, drei Kilometer länger und an die B115 zwischen Rietschen und Weißkeißel heranrücken. Außerdem wird derr Weißkeißeler Ortsteil Haide / Hola stärker tangiert, wie einem Flyer zur Streckenverlegung (Download 2,1MB) zu entnehmen ist. Gesplant wird schon seit September 2017. Baubeginn soll 2025, alles fertig Ende 2026 sein.
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- Quelle: red
- Erstellt am 13.07.2018 - 00:29Uhr | Zuletzt geändert am 13.07.2018 - 01:19Uhr
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