An der Neiße gut zu Rade
Niesky. Der Abschnitt Zentendorf - Deschka - Zodel des Neißeradwanderwegs wurde am 1. Juni 2007 übergeben.
Radwanderweg fast fertig
Der Lanndrat des Noch-NOL-Kreises Bertnd Lange hat es sich nicht nehmen lassen, den etwas vier Kilometer langen Abschnitt persönlich zu eröffnen.
Das technische Projekt wurde von einem Görlitzer Ingenieurbüro erstellt, die Bauausführung erfolgte von September bis Dezember 2006 mit Restarbeiten im Frühjahr 2007 durch ein Bauunternehmen aus dem Ort See. Die Gesamtkosten betrugen 515.000 Euro; 300.000 Euro davon trug der Freistaat Sachsen allein für die straßenbegleitenden Abschnitte entlang der Staatsstraße S 127. Der kommunale Anteil in Höhe von 215.000 € für den Abschnitt von Zentendorf bis Deschka finanzierte sich wiederum aus einer 75%-igen Förderung des Freistaates und einer fifty-fifty Kostenteilung des Rests zwischen dem Landkreis und der Gemeinde Neißeaue als Eigenmittel.
Für die Strecke von Zodel bis zur Kreisgrenze Görlitz/Oberneundorf liegt der Förderantrag nach dem EU-Programm INTERREG IIIa bei der Sächsischen Aufbaubank vor. Eine "wohlwollende Prüfung" wurde schon mal zugesagt. Von einer Realisierung der damit letzten 2,3 km des Neißeradweges im Niederschlesischer Oberlausitzkreis im 2. Halbjahr 2007 kann daher ausgegangen werden.
Der Radtourismus entwickelt sich in unserer Region immer mehr zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standbein für die Anbieter der Hotellerie und Gastronomie, was gestiegene Übernachtungszahlen beweisen und durch touristische Leistungsträger einhellig bestätigt wird.
Grundlage für diese Entwicklung war die Schaffung eines ca. 600 km umfassenden ausgebauten Radwegenetzes im Kreisgebiet in den vergangenen zehn Jahren. Eine Schlüsselfunktion nimmt hierbei der Neißeradwanderweg ein, der im Bereich des Niederschlesischen Oberlausitzkreises auf ca. 60 km Länge das architektonisch interessante Görlitz mit der Weltkulturerbestätte Muskauer Park verbindet.
Der Neißeradweg soll als touristische Hauptradroute dazu beitragen, die Neißeregion deutschland- und europaweit bekannt zu machen, das Image aufzuwerten und die Region für Radwanderer attraktiv zu machen. Seit Mitte der 90-er Jahre wird unter Federführung des Landratsamtes der Ausbau des Radweges als Gemeinschaftsprojekt des Landkreises mit den Anliegergemeinden vorangetrieben. Auf 58 km Länge konnte in 11 Bauabschnitten die Realisierung bereits erfolgen.
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- Quelle: /red
- Erstellt am 01.06.2007 - 17:18Uhr | Zuletzt geändert am 01.06.2007 - 17:30Uhr
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