Bauarbeiten an der Rothenburger Straße in Görlitz

Bauarbeiten an der Rothenburger Straße in GörlitzGörlitz, 15. Juni 2015. Es geht voran! An der Rothenburger Straße - das ist die Kreisstraße 6334 - hatten am 20. April 2015 die Bauarbeiten zwischen Stockborn und Haus Nr. 22 begonnen. Die Fahrbahn dort war nur noch als miserabel zu bezeichnen, auch die Stützwand zur Lausitzer Neiße hin war im erheblichen Maße marode. Die per Ampelregelung nur jeweils noch im Richtungsverkehr einspurig befahrbare Straße hatte sich zum Engpass entwickelt. Aktuell erfolgt - was allerdings bis Ende Juni 2016 dauern soll - der grundhafte Ausbau der Straße, verbunden mit ihrer Verbreiterung. Dazu wird auch die Stützmauer erneuert. Neu entstehen ebenfalls Gehweg, Radweg und die Straßenbeleuchtung. Damit sorgt die Stadt Görlitz als Auftraggeber dafür, dass mit der Rekonstruktion zugleich die Verkehrssituation deutlich verbessert wird.
Abbildung: Ansicht Baustelle Rothenburger Straße von Süden, Bewehrungarbeiten an der Stützwand gegenüber Haus Nr. 17.

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Totalsperrung für den Verkehr

Totalsperrung für den Verkehr

Ansicht Baustelle Rothenburger Straße von Norden, Anker- und Spritzbetonarbeiten gegenüber Haus Nr. 18.

Gebaut wird in Abstimmung mit der Stadtwerke Görlitz AG (SWG). Der Kommunaldienstleister nutzt die Gelegenheit, um Trinkwasser- und Elektroleitungen sowie Regen- und Schmutzwasserleitungen neu verlegen.

Sperrung auch für Fußgänger


Während der Bauarbeiten ist die Straße voll gesperrt. Wegen der örtlichen Gegebenheiten ist auch der Durchgang für Fußgänger nicht möglich - es wäre schlichtweg zu gefährlich.

Kleiner Trost: Eine Umleitung für Fahrzeuge und Fußgänger ist ausgeschildert.

Denkmalschutz wird berücksichtigt

Anstelle der alten Stützmauer wird die Rothenburger Straße auf der Neißeseite auf ungefähr 191 Meter Länge künftig von einer Stahlbetonwand gestützt. Darauf aufgesetzt wird eine mit Granit abgedeckte Brüstungsmauer aus Klinkerziegeln.

Wieder hergestellt wird das alte Erscheinungsbild mit den schießschartenähnlichen Öffnungen in der Mauer. Damit werden städtebauliche und denkmalschutzrechtliche Grundsätze berücksichtigt.

Auf der neißeabgewandeten Seite wird eine rund 55 Meter lange Stützmauer neu gebaut.

Was kostet's, wer zahlt?

Veranschlagt sind runde zwei Millionen Euro, Planung, Bau, Gutachter und der nötige Grunderwerb sind auch schon drin.

Für die förderfähigen Kosten gibt es zu 75 Prozent Zuschüsse vom Freistaat Sachsen. Dennoch werden die Eigentümer der anliegenden Grundstücke wenig begeistert sein: Sie werden zu Ausbaubeiträgen herangezogen.

Die Mitspieler

Planungsbüro ist das Ingenieurbüro OL Planungs- und Ingenieurgesellschaft mbH aus Nebelschütz bei Bautzen. Die Bauüberwachung erfolgt durch das Görlitzer Büro Reibetanz und Storm GbR für die Stützwände und durch das Büro Edelmann Ingenieurgesellschaft aus Löbau für die Verkehrsanlage.

Für die eigentliche Bauausführung ist die STL Bau GmbH aus Löbau zuständig.

Ärger, Kummer oder Sorgen?


Dafür gibt es bei der Stadt Görlitz einen Baustellenscout, der Mittler zwischen Anliegern, Baubetrieb, Auftraggebern wie auch Ver- und Entsorgern sein soll. Den Kontakt zu ihm vermittelt das Sekretariat des Tiefbau- und Grünflächenamts, das unter Tel. 03581 - 67-2615 oder per E-Mail tiefbau@goerlitz.de erreichbar ist.

Mehr:
Weitere Informationen sowie Zeichnungen und Skizzen zum Bauvorhaben an der Rothenburger Straße gibt es hier.

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  • Quelle: red | Fotos: Tiefbau- und Grünflächenamt der Stadt Görlitz
  • Erstellt am 15.06.2015 - 13:01Uhr | Zuletzt geändert am 15.06.2015 - 13:36Uhr
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