Elektrisch nach Dresden und zurück
Dresden, 10. April 2014. 175 Jahre alt geworden ist in diesen Tagen Deutschlaands älteste Fernverkehrs-Bahnverbindung von Leipzig nach Dresden. Sachsens Verkehrsstaatsminister Sven Morlok nutzte die Feierlichkeiten, Bahnchef Grube einen Gutschein über 10 Millionen Euro für die Vorplanungen zu überreichen, die für die Elektrifizierung der Strecke von Dresden über Bautzen nach Görlitz nötig sind.
Jetzt muss der Ausbau endlich losgehen!
Ostsachsen ist Bummelletzter: Deutschland und Polen hatten im Jahr war u.a. vereinbart, die Eisenbahnverbindung Breslau - Kohlfurth - Görlitz - Dresden auszubauen und durchgängig zu elektrifizieren. 2011 hatten beide Regierungen dieses Ziel bekräftigt. Aktuell sieht es so aus, dass in Polen die Strecke zwischen Breslau und Kohlfurt durchgängig elekrifiziert ist und mit bis zu 160 Stundenkilometern befahren werden kann. In Deutschland hingegen entspricht die Trasse jedoch nicht einmal ansatzweise einer modernen Verkehrsinfrastruktur. Damit es endlich vorwärts geht, hat der Freistaat Sachsen die Strecke für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet und außerdem zehn Millionen Euro für die Planungen bereitgestellt.
Mit einer Befragung der Bundesregierung im Bundesrat hatte Sachsens Staatsminister Sven Morlok am 14. März 2014 für Klarheit in Hinsicht auf den weiteren Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden - Görlitz gesorgt: Morlok wollte wissen, ob die Bundesregierung Einfluss auf das Schließen einer Planungsvereinbarung zwischen dem Freistaat Sachsen und der Deutschen Bahn AG zur Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Görlitz nimmt oder genommen hat. Nach Auskunft der Bundesregierung ist die Deutsche Bahn AG frei in ihrer Entscheidung, sodass die Planungsvereinbarung nunmehr geschlossen werden kann.
Morlok geht nun davon aus, dass zeitnah die entsprechende Planungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn AG geschlossen werden kann.
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- Quelle: red | Foto: SMWA
- Erstellt am 10.04.2014 - 09:52Uhr | Zuletzt geändert am 23.09.2021 - 20:00Uhr
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