Kauft Bautzen seinen Bahnhof?
Bautzen / Budyšín, 29. Dezember 2013. Wenn die Stadt Bautzen und die Deutsche Bahn (DB) miteinander sprechen, dann geht es seit Jahren auch darum, dass Bautzen auf die Entwicklung des Bahnhofsgeländes drängt.
Nutzungskonzept als Voraussetzung
Bei einem Treffen mit den Bautzener Bürgermeistern Michael Böhmer und Peter Hesse hat die DB in der ersten Dezemberhälfte der Stadt Bautzen das Bahnhofsgebäude und das dazugehörige Grundstück zu einem Vorzugspreis zum Kauf angeboten.
"Zu einem solchen Schritt würde sich die Stadt nur entscheiden, wenn es für den gesamten Komplex ein Nutzungskonzept gibt", hieß es daraufhin aus der Bautzener Stadtverwaltung. In den kommenden Wochen soll es daher Gespräche mit Institutionen und möglichen Investoren geben, um über eine sich abzeichnende Nutzung des Bahnhofsgeländes und damit über die Kaufoption zu entscheiden.
Kommentar:
Ein schlauer Schachzug der Bahn: Anstelle sich weiter Verantwortung für das Eigentum aufzubürden, soll der Bautzener Bahnhof verkauft werden.
Im Grunde ist es aber ein logischer Schritt: Die Bahnhofsgebäude, einst Aushängeschilder der Städte und Zeugnis wirtschaftlicher Leistungskraft, sind heute überdimensioniert und stehen - ebenso wie Postämter - oft leer.
Verantwortung muss der als Eigentümer übernehmen, der Wandel und Entwicklung voranbringen will. Das ist Chance und Risiko zugleich für eine Stadt.
Bautzen mit seiner tatkräftigen Verwaltung hat beste Chancen,
meint Ihr Fritz R. Stänker
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- Quelle: red | Kommentar Fritz Rudolph Stänker
- Erstellt am 29.12.2013 - 06:16Uhr | Zuletzt geändert am 29.12.2013 - 11:23Uhr
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