Görlitz: Trotzig lächeln und das Weltall streicheln

Görlitz: Trotzig lächeln und das Weltall streichelnGörlitz, 11. Januar 2023. "Trotzig lächeln und das Weltall streicheln" – so ist nicht nur das neue Buch, sondern eine Lesung und ein Gespräch mit dem Schriftsteller Lutz Rathenow überschrieben. Veranstaltungstermin ist am kommenden Freitag im Görlitzer Literaturhaus Alte Synagoge.

Abb.: Die Alte Synagoge zu Görlitz vor der Sanierung und Wiedereröffnung als Literaturhaus
Archivbild: ©2010 Görlitzer Anzeiger
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Literarische Skizzen eines Lebens in zwei Welten

Zu seinem 70. Geburtstag im September 2022 legte Lutz Rathenow seinen literarischen Lebenslauf vor. Wie viele andere Schriftsteller und Künstler auch geriet er in das Visier von "DDR"-Kulturfunktionären und der Staatssicherheit, weil er sich keine ideologischen Schranken auferlegen lassen wollte. Wegen "Zweifeln an Grundpositionen, Objektivismus und Intellektualisieren der Probleme" (Quelle: Wikipedia) wurde er kurz vor dem Examen von der Friedrich-Schiller-Universität Jena exmatrikuliert.

Rathenow gehörte zu jenen, die trotz Verhaftung 1980 – er war bereits so bekannt, dass sich Chrsta Wolfe und Günter Grass für seine Entlassung einsetzten – und Ausreiseangebot in der "DDR" blieben. Zu seinen Weggefährten zählen Bärbel Bohley, Gerd Poppe und Jürgen Fuchs. Als Schriftsteller widmete er sich besonders gern dem Kinderbuch, arbeitete auch als Rundfunkkolumnist und Essayist. Von 2011 bis 2021 war Rathenow Sächsischer Landesbeauftragter für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.

In seinem neuen Buch "Trotzig lächeln und das Weltall streicheln" schreibt Lutz Rathenow über sein Leben zwischen Kunst und Politik. Das Puzzle aus literarischen Skizzen, auch aus bisher unveröffentlichten Prosastücken, pendelt zwischen Magie und Realismus. Eine "ganz eigene Art der Lebensbesichtigung" nennt das der Autor. Nun will er das Buch in Görlitz vorstellen und dabei aktuelle politische Themen aufgegreifen.

"Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten." wurde herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Marko Martin. Kanon Verlag Berlin, Berlin 2022, ISBN 978-3-98568-050-4.

Prädikat: Unbedingt hingehen!
Freitag, 13. Januar 2023, von 19.30 bis 21.15 Uhr,
Literaturhaus Alte Synagoge, Obermarkt 17, 02826 Görlitz.
Der Eintritt ist frei.

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  • Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
  • Erstellt am 11.01.2023 - 07:20Uhr | Zuletzt geändert am 11.01.2023 - 08:00Uhr
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