Rudolstadt-Festival 2022 angekündigt

Rudolstadt-Festival 2022 angekündigtRudolstadt, 12. April 2022. Zweimal musste das Rudolstadt-Festival wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. In diesem Jahr unternehmen die Veranstalter einen neuen Anlauf, um das Festival für Roots, Folk und Weltmusik erneut als größtes seiner Art in Deutschland zu installieren. In den vergangenen beiden Jahren hatte das FOLKLORUM in der Geheimen Welt von Turisede, der früheren Kulturinsel Einsiedel, diesen Rang eingenommen.

Abb.: Zum Rudolstadt-Festival lebt eine Stadt Musik, in der innenstadt, im Heine-Park und auf der Heidecksburg

Archivbild: © Görlitzer Anzeiger

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Thema: Woanders

Woanders

"Woanders" – das ist das Stichwort, wenn der Görlitzer Anzeiger auf Reisen geht und von Erlebnissen und Begegnungen "im Lande anderswo" berichtet. Vorbildliches, Beispielhaftes und Beeindruckendes erhält so auch im Regional Magazin seine Bühne.

Es soll die 30. Auflage des Rudolstadt-Festivals werden, das früher auch als TFF bekannt war. Vom 7. bis 10. Juli 2022 sollen mehr als 300 Veranstaltungen mit Musikern aus über 40 Ländern stattfinden. Vorgesehen sind Konzerte in der ganzen Stadt, Workshops, ein Kinderfest, Tanz und Diskussionen.

Zu den bereits bestätigten Künstlern gehören der US-Sänger und Songwriter Rufus Wainwright und Maria Farantouri, die mit den Thüringer Symphonikern und einer Hommage an Mikis Theodorakis auftritt. Der Kabarettist und Musiker Andreas Rebers bringt Stücke des Liedermachers Franz Josef Degenhardt mit ihren kraftvollen Bildern auf die Bühne. Angekündigt sind auch The Divine Comedy aus dem vereinigten Königreich, die Dresdner Shooting Stars von ÄT NA sowie Goran Bregovic & His Wedding And Funeral Band als eine der Galionsfiguren des Balkan-Booms.

Schwerpunkte Ex-Jugoslawien und ein Konzert für die Ukraine

Der Länderschwerpunkt "Titos Erben" richtet den Blick auf die Nachfolgestaaten Jugoslawiens. Unter den zwölf Bands sind Vertreter klassischer Folkklänge, aber auch die Roma-Rap-Band Pretty Loud , die für weibliches Empowerment steht, oder Božo Vrec co mit einer queeren Interpretation des traditionellen Sevdah, der gesungenen Liebeslyrik aus Bosnien-Herzegowina. Im Zuge der Partnerschaft mit der European Broadcasting Union sind 15 Gruppen eingeladen, deren Spektrum von Sámi-Yoik-inspirierten Crossover Sounds bis zu World Jazz aus Tschechien reicht.

Mit dem "Konzert für die Ukraine" soll eine Auftrittsmöglichkeit für ein Ensemble um die Musikerin Mariana Sadovska schaffen. Einige der überwiegend ukrainischen Künstler sind nach Beginn des Krieges aus ihrer Heimat geflüchtet, andere leben schon länger in Deutschland.

Herder-Projekt und Schottland Special

Auch das Herder-Projekt "Flug der Liebe" und eine Schottland Special geben dem Rudokstadt Festival besondere Akzente: "Flug der Liebe" ist ein Projekt zum Volkslied, dessen Begriff Johann Gottfried Herder, der gemeinsam mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller das klassische Viergestirn von Weimar bildet, vor rund 250 Jahren geprägt hat. Auf Initiative des Rudolstadt-Festivals hat sich dazu eine Art All-Star-Band des Deutschfolk-Revivals 2.0 zusammengefunden, die von Harald Hausgaard, einem Geiger, der zu den wichtigsten dänischen Folk-Musikern zählt, geleitet wird.

In Zusammenarbeit mit dem Musik-Exportbüro Showcase Scotland Expo ist auch ein kleines, aber durchaus erlesenes Schottland-Special Teil des Festivalprogramms: Mit Fara , Mànran und Duncan Chisholm kommen drei der gefragtesten Acts der aktuellen schottischen Szene nach Rudolstadt.

Festivalticket für rund 300 Konzerte ab 120 Euro / Tageskarte Innenstadt zehn Euro

Das Dauerticket für alle vier Tage und Konzerte an fast 30 Orten in Rudolstadt kostet 120 Euro, Kombikarten inklusive Übernachtung auf Zelt- oder Caravanplatz gibt es für 150 Euro. Kinder und Jugendliche von sieben bis 16 Jahren zahlen für alle Ticketvarianten nur die Hälfte. Auch die Einwohner des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt bekommen das Dauerticket 50 Prozent günstiger.

Die Zahl der Dauerkarten ist diesmal auf 20.000 statt wie bisher 25.000 begrenzt. Das Festivalteam möchte damit den Besucherstrom entzerren und setzt vorläufig zudem noch auf die 2G-Regelung. Das ist der hintergrund dafür, weshalb die Ticketfreigabe nur schrittweise erfolgt: Bis zum 31. 2022 Mai gehen zunächst drei Viertel der Karten als 2G-Tickets in den Verkauf. Am 1. Juni 2022 folgt das restliche Kontingent, je nach dann aktueller Corona-Lage mit oder ohne Beschränkungen. Die zum 1. Juni 2022 gegebenenfalls neu festgelegten Zutrittsvoraussetzungen gelten dann auch für die zuvor erworbenen Karten.

Die Organisatoren haben sich für dieses Vorgehen entschieden, weil sie derzeit noch keine absolute Planungssicherheit sehen. Festivaldirektorin Petra Rottschalk: "Wir können uns nicht darauf verlassen, dass ein Festival dieser Größenordnung tatsächlich ohne Beschränkungen stattfinden kann. Der schrittweise Kartenverkauf ermöglicht uns, flexibler auf die Situation zu reagieren." Co-Chefin Simone Dake ergänt: "Natürlich haben wir mehrfach verschiedene Konzepte geprüft. Das beschriebene Vorgehen halten wir für die sinnvollste Lösung. Von keinerlei Beschränkungen umschwenken zu müssen auf 2G oder 3G wäre deutlich schwieriger und könnte schlimmstenfalls eine erneute Absage bedeuten."

Seine Tickets verkauft das Rudolstadt-Festival nicht mehr im eigenen Online-Shop, sondern über den Ticketanbieter TixforGigs. Die Eintrittskarten sind als Print@Home-Variante im Angebot oder jkommen als Fan-Ticket ähnlich der früheren Form per Post. Zusätzlich verkaufen ab dem 14. April 2022 die Tourist-Informationen in Rudolstadt und Saalfeld die Festivalkarten, einbezogen sind auch alle Vorverkaufsstellen von TixforGigs. Vor Ort in Rudolstadt gibt es an den Festivaltagen von Freitag bis Sonntag Karten für je zehn Euro, die allerdings nur für die Rudolstädter Innenstadt gelten.

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  • Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
  • Erstellt am 12.04.2022 - 06:04Uhr | Zuletzt geändert am 12.04.2022 - 06:57Uhr
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