Als die Gestapo an der Haustür klingelte
Görlitz, 18. Februar 2020. Zu einem besonderen Dokumentarfilm lädt übermorgen das Schlesische Museum zu Görlitz. Er handelt von Ausgrenzung und Flucht in der Nazizeit und berichtet von der christlich-jüdischen Familie Michalski, die aus Brelau stammt und seit 1934 in Görlitz wohnte.
Flüchtlinge aus Deutschland
Die Michalskis überlebten die Judenverfolgung und das von den Nationalsozialisten und ihren Mitläufern organisierte große Morden, auch weil ihnen von Leuten geholfen wurde, die sich damit selbst in große Gefahr brachten.
Der Dokumentarfilm von Marie Rolshoven begleitet Franz und Petra Michalski auf ihrer Flucht durch Europa, die immer wieder nach Görlitz führte.
Der Film ist eine Bildungsempfehlung für alle, die nicht müde werden zu betonen, sie seien doch keine Nazis, nur weil... – und denen man sagen muss: Doch, ihr seid es. Man braucht keine schwarze Uniform zu tragen und NS-Symbole zu lieben, um Nazi zu sein. Es beginnt damit, wenn man sich bereitwillig zum Nährboden für Ideologien macht, die anderen Menschen den Traum von einer besseren Welt, das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, dieses bissel Leben, das bissel Glück, nehmen wollen.
Prädikat: Unbedingt hingehen!
Donnerstag, 20. Februar, 19 Uhr,
Schlesisches Museum zu Görlitz, Eingang Fischmarkt 5, 02826 Görlitz:
Film und Gespräch: Als die Gestapo an der Haustür klingelte – Die Familie Michalski und ihre stillen Helden
Museumsdirektor Dr. Markus Bauer wird eine Einführung zum Film geben, das Ehepaar Michalski und die Regisseurin stehen nach der Filmvorführung für ein Gespräch bereit.
Eine Veranstaltung des Kulturreferats und des Förderkreises Görlitzer Synagoge e.V.
Der Eintritt kostet fünf Euro, für Ermäßigte drei.
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- Quelle: red | Foto: Privat
- Erstellt am 18.02.2020 - 09:02Uhr | Zuletzt geändert am 18.02.2020 - 09:39Uhr
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